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Wednesday, 23. May 2012






Neues Förderprogramm für Nachwuchsforscherinnen in der Schweiz


01.10.2009

Drei talentierte Wissenschaftlerinnen mit L’Oréal Schweiz Stipendium „For Women in Science“ ausgezeichnet

Bern/Genf, 01.10.2009 – Zum ersten Mal werden drei Wissenschaftlerinnen mit einem L’Oréal Schweiz Stipendium „For Women in Science“ ausgezeichnet. Das Stipendium beabsichtigt, die Wissenschaftlerinnen in der Durchführung ihres Forschungsprojektes zu unterstützen. Das neue, Ende 2008 lancierte Förderprogramm wird in Kooperation mit der Schweizerischen UNESCO-Kommission und den Akademien der Wissenschaften Schweiz vergeben und soll zur Förderung von Frauenkarrieren in der Schweiz beitragen. Die Preisverleihung fand heute in Anwesenheit des Staatssekretärs für Bildung und Forschung, Herrn Dr. Mauro Dell’Ambrogio, im „Haus der Universität“ in Bern statt. 

Die 2009 ausgezeichneten Forscherinnen sind:

  • Dr. Barbara Geering, Pharmakologie, Universität Bern
  • Dr. Karine Lefort, Biochemie, Universität Lausanne
  • Dr. rer. nat. Barbara Morasch, Umweltchemie, ETH Lausanne

Mit der Ausweitung des internationalen Förderprogramms „For Women in Science“ machen es sich die drei Partner zur Aufgabe, jungen begabten Frauen die Karriere als Wissenschaftlerin zu erleichtern. Denn auch heute noch gibt es viele Hindernisse, welche die Laufbahn einer Wissenschaftlerin aufhalten oder gar verhindern können. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS)1 „waren 2004 47% der Studierenden in der Schweiz Frauen. Im Verlauf der wissenschaftlichen Laufbahn nimmt der Prozentsatz jedoch von Etappe zu Etappe ab: bei den Hochschulabschlüssen liegt der Frauenanteil noch bei 44%, bei den Doktortiteln sind es nur noch 38%. Dies führt zu einer grossen Verschwendung von Kompetenzen und Know-how.“ Daher bedarf es der Ermutigung und Unterstützung, damit der Wissenschaft nicht exzellente weibliche Talente und damit wichtiges Potenzial verloren gehen.

Genau diese Ermutigung und Unterstützung bezweckt das neu geschaffene Stipendium. Dieses richtet sich an herausragend qualifizierte, in der Schweiz arbeitende Postdoktorandinnen auf dem Gebiet der Medizin, der Biologie, der Chemie oder der Ingenieurswissenschaften im biomedizinischen Bereich, die zur Fortsetzung ihrer Forschungsarbeit einer Überbrückungsfinanzierung bedürfen. Alle zwei Jahre werden eine bis vier herausragend qualifizierte Postdoktorandinnen für die Dauer von 6 bis 24 Monaten gefördert. Die Unterstützung beträgt jeweils zwischen Fr. 40'000 (Laufzeit von 6 Monaten) und Fr. 160'000 (Laufzeit von 24 Monaten) und dient der Abdeckung des Lebensunterhalts.

Hochkarätige Vergabejury

Die Stipendienanträge werden von einer unabhängigen sechsköpfigen Expertenjury beurteilt und nach dem Kriterium der Exzellenz vergeben. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Akademien der Wissenschaften Schweiz, Prof. Dr. Peter Suter, besteht die Jury aus vier Mitgliedern der Akademien der Wissenschaften Schweiz, einem Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission und einem Vertreter von L’Oréal Schweiz:

  • Prof. Dr. Kim Baldrige, Organisch-Chemisches Institut (OCI), Universität Zürich
  • Dr. sc. nat. Nathalie Berclaz, wissenschaftliche Direktorin, L’Oréal Schweiz
  • Prof. Stephanie Clarke, Departement Medizin, Abteilung für Neuropsychologie und Neurorehabilitation, CHUV, Lausanne
  • Prof. Dr. em. Richard Ernst, Laboratorium für physikalische Chemie, ETH Zürich, Nobelpreis für Chemie 1991
  • Prof. Dr. Kathrin Mühlemann, Institut für Infektionskrankheiten, Universität Bern
  • Dr. sc. nat. Catherine Strehler Perrin, Leiterin Groupe d’étude et de gestion de la Grande
  • Cariçaie, Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission


Frauenförderung ist ein gemeinsames Ziel der Kooperationspartner

Die drei Kooperationspartner verbindet ein aktives Engagement für die Forschung und die gezielte Förderung von Frauen in diesem Bereich.

Seit ihrer Gründung durch einen Forscher vor 100 Jahren hat L’Oréal stets in die Forschung investiert – denn für L’Oréal gibt es kein innovatives Produkt ohne Wissensfortschritt. Auf dieser Überzeugung basierend haben die Labors der Gruppe die grösste wissenschaftliche Datenbank aufgebaut, die durch die Beobachtung der Schönheitsgesten und die Bewertung der Produktleistungen weltweit angereichert ist. Rund 3000 Wissenschaftler, Spezialisten aus über 30 verschiedenen Disziplinen, bringen die Wissenschaft von Haar, Haut und Farbe voran. In den 18 Forschungszentren und 13 Bewertungszentren der Gruppe konzipieren und testen sie die von L’Oréal 4000 jährlich neu entwickelten Rezepturen. In 2008 hat die L’Oréal-Forschung 628 Patente registriert und es flossen 581 Millionen Euro in die kosmetische und dermatologische Forschung. 55% der 3000 Mitarbeiter in der Forschung sind weiblich – ein noch unerreichter Prozentsatz in der Industrie.

Die UNESCO hat die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu einer ihrer strategischen Prioritäten gemacht; und dies in allen ihren Kompetenzbereichen – Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Die in Zusammenarbeit mit L’Oréal erschaffene Partnerschaft "For Women in Science", die seit über zehn Jahren auf internationaler Ebene besteht, widerspiegelt diese Verpflichtung. Als Vermittlerin der Ideale und Werte der UNESCO bei der Zivilgesellschaft und den politischen Akteuren unseres Landes, freut sich die Schweizerische UNESCO-Kommission, dass diese Partnerschaft nun in der Schweiz nach dem Vorbild der Stipendienprogramme, die weltweit in fast 40 Ländern etabliert sind, ausgeweitet wird. Heute, als die UNESCO im Begriff ist, eine Frau an ihre Spitze zu wählen, ist Francesca Gemnetti, Präsidentin der Schweizerischen UNESCO-Kommission, der Meinung, dass „die drei ausgezeichneten Forscherinnen nicht aussergewöhnlich sind, weil sie Frauen sind, sondern weil sie hervorragende Leistungen erbracht haben und weiterhin erbringen werden. Jedoch sollten sie, als Frau, in der Wissenschaftsgemeinde keine Ausnahmen bleiben.". Frau Gemnetti unterstrich ausserdem "die Wichtigkeit des Engagements der Privatwirtschaft in diesem Gebiet, für welches L’Oréal exemplarisch steht.".

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz engagieren sich insbesondere in den Bereichen Früherkennung und Ethik und setzen sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Auch die Förderung von Exzellenz in der Forschung ist ein wichtiges Anliegen. Durch die Kooperation im Rahmen des Stipendiums „For Women in Science“ kann dieses Ansinnen noch besser umgesetzt werden; Karrieren von Frauen in der Forschung werden vermehrt ermöglicht. „Die Förderung der Forschung, insbesondere des Nachwuchses und der Frauen ist ein Grundanliegen der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Mit dieser Partnerschaft stehen nun zusätzliche Mittel für die Unterstützung von Wissenschaftlerinnen in der Schweiz zur Verfügung“, so Professor Peter Suter, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz.
 



Dokument

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Weitere Informationen

->L'Oréal akademien-schweiz
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->UNESCO
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->For Women in Science
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Kontakte

L’Oréal Suisse SA, Danielle Bryner
Corporate Communications
Tel. 022 906 45 49, dbryner@ch.loreal.com

Schweizerische UNESCO-Kommission, Nicolas Mathieu
Stv. Generalsekretär
Tel. 031 323 41 34, nicolas.mathieu@eda.admin.ch

Akademien der Wissenschaften Schweiz, Bernadette Flückiger
Projektleiterin
Tel. 031 313 14 40,  flueckiger@akademien-schweiz.ch

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Zum Thema Frauen und Forschung:

“Mapping the maze: Getting more women to the top in Research”
Study, European Commission

“Geschlecht und Forschungsförderung” (GEFO)
Studie im Auftrag des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), Regula Julia Leemann und Heidi Stutz
 

„Frauen in der Wissenschaft in der Schweiz; Internationaler Vergleich„
Elisabeth Pastor, Bundesamt für Statistik, 2006

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