Magazin 2/2024: Stimme
Wer darf sprechen und wer nicht? Wer erhebt seine Stimme, wer wird gehört? Diesen Fragen gehen wir im vorliegenden SAGW-Magazin nach – zusammen mit zwei Historikern, zwei Soziologinnen, einem Literatur- und einem Sprachwissenschaftler, einer afghanischen Wirtschaftswissenschaftlerin und anhand von 38 Plakaten.
Jan-Friedrich Missfelder fuhrt uns in eine Zeit, in der Neuigkeiten singend verbreitet wurden, die politische Öffentlichkeit also ganz unmetaphorisch von Stimmen abhing. Charles Heimberg fragt, was mit der Erinnerung an die Shoah passiert, wenn die Zeitzeugen sterben. Und Nicola Arigoni reflektiert die Bedeutung von Stimm-Archiven am Beispiel der italienischsprachigen Schweiz. Auch unser Bildessay wirft den Blick zurück: auf vergangene Abstimmungsvorlagen und den Wettbewerb von Meinungen im direktdemokratischen System. Ganz der Gegenwart widmet sich Gerhard Lauer, der über neue Lesewelten im digitalen Zeitalter schreibt. Marylène Lieber zeigt, welche Stimme Opfer sexueller Gewalt in Vieraugen-Delikten vor Gericht haben. Und Sarah Schilliger untersucht, wie Sans-Papiers sich hierzulande Gehör verschaffen. Zum Gespräch getroffen haben wir Najibah Zartosht. Die Wirtschaftswissenschaftlerin leitet das Magazin Afghanistan Women’s Voice und kämpft zusammen mit Gleichgesinnten gegen das Verstummen der afghanischen Frauen.
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