Archéologie et aménagement du territoire
Angesichts der aktuellen ökologischen Herausforderungen kommt der archäologischen Forschung eine zentrale Stellung innerhalb der vorherrschenden Lehre in der Raumplanung zu. Der vorliegende Essay soll die wissenschaftliche Legitimität einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Archäolog:innen und Akteur:innen der Territorialentwicklung aufzeigen.
Die theoretischen Überlegungen von Marc-Antoine Kaeser, Direktor des Laténium in Neuenburg, stützen sich auf die Geschichte der archäologischen Praxis seit der frühen Neuzeit und beleuchten den entscheidenden epistemologischen Wandel, den die Umsetzung der Konvention von Malta um die Jahrtausendwende mit sich brachte. Der Erhalt des Kultur- und Naturerbes bezieht sich heute entsprechend den Grundsätzen der präventiven Archäologie auf die langfristigen Erfahrungen von Wandel, wobei der gesamte Raum sowohl als kognitive wie auch als symbolische Ressource betrachtet wird und die übliche Unterscheidung zwischen «kulturell» und «natürlich» verblasst. Die Archäologie kann, indem sie die Ebene der Zeitlichkeit ins Spiel bringt, die Raumplanung von unserer konsumorientierten Wahrnehmung des Raumes befreien und so einen wertvollen Beitrag zu den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung leisten.
Die Publikation erscheint als 29. Heft der Akademievorträge der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Reihe Swiss Academies Communications.
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