Zwischen Wissen­schaft, Gesell­schaft und Politik. 75 Jahre Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissen­schaften

1946 wurde die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) gegründet als Schweizerische Geisteswissenschaftliche Gesellschaft (SGG). Zum 75-Jahre-Jubiläum 2021 hat die Historikerin Monika Gisler ihre Geschichte aufgearbeitet. 

Die SAGW agierte im Schweizer Bildungs- und Forschungssystem seit jeher als Vermittlerin zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wie füllte sie diese Rolle aus und wie veränderte sich ihr Auftrag im Lauf der Zeit? Gisler untersucht das Wirken der Akademie zwischen autonomer Gestaltung und strukturell bedingten Restriktionen. Es gab Erfolge, aber auch zahlreiche Kontroversen. Als Dachgesellschaft vertrat die SAGW die Interessen zahlreicher Disziplinen und Fachgesellschaften und agierte in wechselnden politischen Spannungsfeldern. Sie kämpfte um Fördermittel, reagierte auf technologische und wissenschaftspolitische Veränderungen. Nicht zuletzt führte sie lange Debatten um ihr Selbstverständnis und um die Anerkennung als Akademie. 1985 erfolgte die Namensänderung in Schweizerische Akademie der Geisteswissenschaften; in den 1990er Jahren nahm man die Sozialwissenschaften in den Namen auf, und es etablierte sich das Akronym SAGW/ASSH. Es gab, wie Gisler schreibt, «keine Garantie für längerfristige Beständigkeit». Die SAGW musste sich immer wieder neu finden und erfinden.

Zitiervorschlag

Gisler, Monika (2022): Zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik 75 Jahre Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften. Unter Mitwirkung von Samuel Amstutz, Christian Leder und Mitarbeitenden des Center for Higher Education and Science Studies der Universität Zürich, Schwabe Verlag, Basel.

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