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Symposium 2016 zum Thema «Die Philosophie und ihre Geschichte - Eine aktuelle Debatte»

15.–17. September 2016 — Universität Genf

Veranstalter:
Genfer Gruppe der westschweizerischen Gesellschaft für Philosophie


Wissenschaftlicher Ausschuss:
Marcel van Ackeren (Münster)
Laurent Cesalli (Genève)
Janette Friedrich (Genève)
Anton Hügli (Bâle)
Stefan Imhoof (Genève)
Hamid Taieb (Genève, Lausanne)
Giovanni Ventimiglia (Lugano)
Markus Wild (Bâle)


Keynote Speakers:
Prof. em. Jacques Bouveresse (Collège de France)
Prof. Carlo Ginzburg (UCLA, Los Angeles)
Prof. Catherine König-Pralong (Université de Fribourg-en-Breisgau)
Prof. Martin Kusch (Université de Vienne)
Prof. Kevin Mulligan (Université de Genève)
Prof. Irène Rosier-Catach (EPHE, Paris)
Prof. Martin Rueff (Université de Genève)
Prof. Katia Saporiti (Université de Zurich)
Prof. Denis Thouard (Centre Marc Bloch, Berlin)


Argument:
Seit dem Ende der 1980er Jahre nimmt die Frage nach dem Verhaltnis der Philosophie zu ihrer eigenen Geschichte einen zentralen Platz in den Diskussionen um das Wesen und die Methode der Philosophie ein. Was kann die Philosophie mit ihrer Geschichte anfangen? fragt z.B. Giano Vattimo in seinem gleichnamigen, 1989 veroffentlichten Buch. Beeinflusst durch Vertreter der kontinentalen Philosophie wie Foucault und Collingwood, hat sich eine relativistische Position (Alain de Libera, Kurt Flasch) herausgebildet, der eine eher kontinuistische Position (Claude Panaccio, Pascal Engel) gegenubersteht, die sich auf prominente Figuren der analytischen Philosophie, wie Peter Strawson, Donald Davidson oder Michael Dummett, stutzt. Diese Debatten haben das Interesse der philosophischen Gemeinschaft an metaphilosophischen und methodologischen Fragen neu geweckt. Das Symposium 2016 der Schweizerischen philosophischen Gesellschaft widmet sich dieser Ruckkehr der Geschichte der Philosophie in die aktuellen Debatten. Die Teilnehmer sind eingeladen, das Verhaltnis der Philosophie zu ihrer Geschichte unter einem der folgenden drei Gesichtspunkte zu diskutieren:
1) in der zeitgenossischen Philosophie (20. und 21. Jahrhundert), sowohl in der kontinentalen wie auch in der analytischen Tradition;
2) in der antiken, mittelalterlichen und modernen Philosophie;
3) in metaphilosophischer Perspektive, durch einen Beitrag zur Philosophie der Geschichte der Philosophie, wie man es mit Brentano nennen kann.
Fragen folgender Art stehen zur Diskussion: Kann man Philosophie praktizieren, ohne zugleich Geschichte der Philosophie zu betreiben? Welche methodologischen Ansatze werden auf dem Gebiet der Geschichte der Philosophie genutzt? Welche Tendenzen, Entwicklungen und Bruche kann man in der Art und Weise, Geschichte der Philosophie zu betreiben, beobachten? Welche Auswirkungen haben die verschiedenen Konzeptionen der Geschichte der Philosophie auf den Begriff der Philosophie selbst?

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