«Ich sagte: Es gibt keinen Plan B»

Wie viel «Humanities» darf es sein? Als das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) Ende Januar 2026 über die sechs National Centres of Competence in Research (NCCR) informierte, die der Bund in der neuen Periode fördern will, löste das einen kleinen Tsunami aus – die Geistes- und Sozialwissenschaften waren nicht vertreten.

Lea Haller im Gespräch mit Karin Ingold02. Juli 2026

Karin Ingold, Professorin für Politikwissenschaft an der Uni Bern, am 1. April 2026 auf einer Brücke über der Autobahn A1 im Bremgartenwald bei Bern.
Sie untersucht Klimaextreme als gesellschaftliches Phänomen: Karin Ingold, Professorin für Politikwissenschaft an der Uni Bern, am 1. April 2026 auf einer Brücke über der Autobahn A1 im Bremgartenwald bei Bern.© Beat Schweizer

Wie viel «Humanities» darf es sein? Als das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) Ende Januar 2026 über die sechs National Centres of Competence in Research (NCCR) informierte, die der Bund in der neuen Periode fördern will, löste das einen kleinen Tsunami aus. Die Geistes- und Sozialwissenschaften seien diesmal nicht vertreten, hiess es in der Pressemitteilung. Man wolle für sie ein Zusatzverfahren lancieren.

Was Wogen hätte glätten sollen, bewirkte das Gegenteil. Zusatzverfahren klingt, als hätte bei den Anträgen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften die Qualität gefehlt, dabei stand ein Projekt aus den «Humanities» mit zehn anderen auf dem Vorschlagticket des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Dass es am Ende zu den nicht geförderten gehörte, löste Unverständnis aus. Denn die NCCR sind nicht irgendein Förderinstrument, es geht um viel Prestige und viel Geld. Mit den Nationalen Forschungsschwerpunkten, wie sie auf Deutsch heissen, will der Bund in strategisch wichtigen Bereichen langfristige Strukturen aufbauen.

Irritiert über die Pressemitteilung war auch die Politikwissenschaftlerin Karin Ingold, Co-Leiterin des interdisziplinären Projekts «CLIM+», das gefördert wird. «Wir interdisziplinär arbeitenden Geistes- und Sozialwissenschaftler sind etwas unterrepräsentiert in der Diskussion», schrieb sie mir im Februar. Im März traf ich sie im Haus der Akademien zum Gespräch.


Lea Haller: Frau Ingold, Ende Januar haben Sie erfahren, dass Ihr NCCR-Projekt erfolgreich war. Ich nehme an, da geht man feiern.

Karin Ingold: Als mir unsere Rektorin Virginia Richter mitteilte, dass unser NCCR gefördert werden soll, war es noch nicht offiziell. Ich musste drei Tage Stillschweigen bewahren, das SBFI wollte die Kommunikationshoheit behalten. Ich habe in meinem Büro zuerst laut gelacht, dann vor Erleichterung geweint – und gehofft, dass niemand reinkommt. Es waren drei eigenartige Tage. Ein wenig, wie wenn man schwanger ist, es aber noch geheim hält.

Lea Haller: Nicht einmal Ihren Mitarbeitenden haben Sie es gesagt?

Karin Ingold: Niemandem. Vor zehn Jahren hätte ich das vielleicht noch gemacht. Aber heute, mit den Sozialen Medien, war mir das Risiko zu gross, dass irgendwer dann doch irgendwo etwas postet. Zum Glück war da noch Sonia Seneviratne, mit der zusammen ich das Projekt leite. Mit ihr konnte ich mich austauschen. Wir waren die einzigen, die es wussten.

Lea Haller: 75 Projekte wurden ursprünglich eingereicht, elf waren nach den wissenschaftlichen Evaluationen noch im Rennen, sechs wurden am Ende ausgewählt. Ist man da auch erstaunt, wenn das eigene dabei ist?

Karin Ingold: Ich war tief in mir immer überzeugt, dass wir es schaffen. Unsere Rektorin hat mich einmal gefragt, was der Plan B sei, wenn es nicht klappt, was ich dann mit all dem Material machen wolle. Und ich sagte: Es gibt keinen Plan B. Im Nachhinein bin ich ob meiner eigenen Selbstsicherheit erschrocken, ich ging dann doch noch an eine Informationsveranstaltung für ein Synergy Grant des European Research Council. Also die kleinere Alternative.

Lea Haller: Braucht es diesen unerschütterlichen Glauben an das eigene Projekt?

Karin Ingold: Ja, das würde ich schon sagen. Vom Letter of Intent bis zum positiven Entscheid vergingen zweieinhalb Jahre. Zweieinhalb Jahre mit viel Planung und Koordination mit zwanzig Partnerinstitutionen und 47 sogenannten Principal Investigators, die für die Forschung zuständig sind. Wir wussten, wir schulden diesen Personen unsere absolute Überzeugung. Hätten ich und die Co-Direktorin zu sehr gezweifelt, hätten die sich gefragt: Wie sollen wir das dann zwölf Jahre lang stemmen?

Lea Haller: In der Pressemitteilung des SBFI hiess es dann lapidar: Unter den bewilligten Programmen ist keines aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Was hat das mit Ihnen gemacht?

Karin Ingold: Ich hätte persönlich die Tendenz, sowas zu überlesen. Vom Prozedere her konnte ich es einordnen. Ich wusste, es gab vier Panels, und aus dem Panel «Sozial- und Geisteswissenschaften» gab es am Ende kein Projekt. Unser Projekt «CLIM+» war im Panel «Interdisziplinäre». Aber viele haben die Welt nicht verstanden, die wussten ja, dass unser NCCR erfolgreich war. Im Nachhinein muss ich sagen, die Kommunikation des SBFI war problematisch. Als gäbe es uns nicht. Dabei würde ich sogar sagen, dass die zwei interdisziplinären Projekte, die nun gefördert werden, gerade deshalb erfolgreich waren, weil der geistes- und sozialwissenschaftliche Anteil an ihnen so gross ist.

Lea Haller: Können Sie die Enttäuschung derer nachvollziehen, die am Ende eine Absage erhielten?

Karin Ingold: Absolut. Das kann ich sehr gut verstehen. Die erste und die zweite Evaluation sind ja wissenschaftliche Evaluationen in einem internationalen Setting. Das ist ein Prozedere, das wir gut kennen. Die Schlussphase ist dann aber politisch. Wir wussten, das wird nun strategisch diskutiert, und die Zahl der Projekte wird sich noch verringern. Und da beginnen natürlich die Spekulationen. Spielen helvetische Traditionen eine Rolle – die Berücksichtigung der Sprachregionen, die ausgewogene Verteilung auf die Kantone, die Gewichtung zwischen eidgenössischen und kantonalen Hochschulen? Man weiss es nicht so genau. Auch der Zeitgeist ist vielleicht relevant. Auf einmal denkt man darüber nach, ob Themen wie «Klima» oder «Gender» noch salonfähig sind.

Lea Haller: Das SBFI sagt, dass auch in diesem Stadium der Evaluation strikt die Kriterien angewendet werden, die in der Verordnung zum Forschungsgesetz stehen, namentlich dass die Projekte Programmcharakter haben und institutionell breit abgestützt sein müssen.

Karin Ingold: Ich würde behaupten, dass alle elf Projekte, die am Ende noch im Rennen waren, diese beiden Kriterien erfüllten. Es kann ja nicht sein, dass der SNF dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und letztlich dem Bundesrat Projekte zur Förderung vorschlägt, die die Grundkriterien nicht erfüllen. Die elf Projekte waren alle förderfähig. Wäre unser Projekt am Ende nicht gefördert worden, wäre auch meine Enttäuschung gross gewesen.

Lea Haller: Die forschungspolitische Begutachtung scheint für die Forschenden intransparent. Es gibt ein Ohnmachtsgefühl, einen Vertrauensverlust. Ist das auch ein Kommunikationsproblem?

Karin Ingold: Ich weiss, dass der SNF die Projekte der letzten Runde priorisiert und in zwei Kategorien einteilt, also implizit bereits den Vorschlag macht. Jene, deren Projekte in der zweiten Kategorie waren und dann nicht gefördert wurden, haben meines Wissens vom SBFI ein Schreiben mit einer Begründung erhalten. Aber nachdem man alles gegeben hat, nachdem man so weit gekommen ist, nachdem alle wissenschaftlichen Evaluationen erfolgreich waren und man am Ende auf dem Ticket stand, ist es natürlich fast egal, was in so einer Begründung steht. Man kann sie nicht nachvollziehen. Da verstehe ich den Frust. Und ich verstehe auch, weshalb man dann nach anderen Erklärungen sucht.

Lea Haller: Man kann die NCCR als «positionale Güter» bezeichnen: Sie sind knapp und versprechen gleichzeitig Prestige, mit ihnen steigt der soziale Status. Sollen sich die «Humanities» überhaupt in den Konkurrenzkampf um solche Statusgüter stürzen?

Karin Ingold: Ja, sie sollen sich selbstverständlich um die gleichen Fördermittel bewerben wie die anderen Disziplinen auch. Damit das gelingt, müssen sich vielleicht alle Seiten ein wenig bewegen. Das Verfahren muss so gestaltet sein, dass es auch für Geistes- und Sozialwissenschaftler attraktiv ist, sich zu bewerben, und die Forschenden müssen sich den spezifischen Herausforderungen dieses Förderinstruments stellen. Aber den Statuseffekt bräuchte es aus meiner Sicht überhaupt nicht. Er war für mich persönlich das Mühsamste an der ganzen Geschichte.

Lea Haller: Es geht um Renommee und um viel Geld. Gab es Neid?

Karin Ingold: Ja. Und das hätte ich nicht erwartet. Es gibt Leute, die übertreiben es mit Gratulieren. Aber es gibt auch Leute, da merkt man, die gönnen einem das nicht.

Lea Haller: Bei grossen Verbundforschungsprojekten geht es nicht nur um gute Ideen, sondern stark um Planung, Organisation, Forschungsmanagement. Welchen Stellenwert hatte das im Bewerbungsverfahren?

Karin Ingold: Es gibt tatsächlich einen grossen Unterschied zwischen der Bewerbung um ein NCCR und anderen Drittmittelanträgen. Bei einem NCCR müssen die Universitäten einen substanziellen finanziellen Beitrag leisten. So ist man früh in Kontakt mit der Uni-Leitung, dem Dekanat und anderen universitären Stellen. Bei keinem anderen Projekt war die Uni Bern so sehr an meiner Forschung interessiert, und vor allem am Prozess – also wie wir es machen wollen. Ein NCCR soll ja langfristige Strukturen schaffen. Das ist wichtig für die Universität. Und da stellte man uns Unterstützung zur Seite: Experten für Datenaustausch und Datenspeicherung, Experten für Knowledge and Technology Transfer (KTT) und so weiter. Auch administrative Unterstützung bekamen wir.

Lea Haller: Boten die Hochschulen auch Schulungen an?

Karin Ingold: Ja, es gibt an den grossen Universitäten solche Schulungen, aber ehrlich gesagt brachten sie mir nicht viel. Denn etwas abstrakt zu hören ist immer etwas anderes, als es selbst zu erfahren. Am hilfreichsten war es, mit Leuten zu sprechen, die bereits ein NCCR eingereicht haben. Jemand sagte mir, wie wichtig die Konsolidierung der PIs – der Principal Investigators – ist, also dass da sicher alle mitmachen. Und dass man die strukturellen Massnahmen ernst nehmen soll. Man sollte im Budget also nicht möglichst viel Geld für die Forschung reservieren, sondern ein namhaftes Budget haben für den Aufbau eines neuen Netzwerks, die Gründung eines neuen interuniversitären Zentrums, für Aus- und Weiterbildungsprogramme oder für Wissenstransfer. Wie wichtig das ist, merkt man sonst erst, wenn man mit all den Formularen konfrontiert ist und feststellt: Okay, wir brauchen eine Equal Opportunity Strategy, eine KTT Strategy und so weiter.

Lea Haller: Sie leiten Ihr NCCR zusammen mit der Klimaphysikerin Sonia Seneviratne, Professorin am Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich. Die Co-Leitung ist ein Sonderfall.

Karin Ingold: Wir wollten von Anfang an eine gleichberechtigte Co-Leitung. Allerdings ist der SNF dafür nicht eingerichtet, das Projekt kann nur von einer Person respektive einer Hochschule eingereicht werden. Wir beugten uns dann der Technik, aber nicht dem System. Sonia Seneviratne hat das Projekt eingereicht. Aber gegen aussen treten wir immer als Co-Leitung auf.

Lea Haller: Bei den NCCR werden alle Projekte nach den gleichen Kriterien bewertet. Haben die Geistes- und Sozialwissenschaften da die gleichen Chancen wie andere Fachbereiche?

Karin Ingold: Einerseits vertraue ich dem Nationalfonds, dass die Reviewer, die sich um das Panel «Sozial- und Geisteswissenschaften» kümmern, mit den Gepflogenheiten in diesen Fächern vertraut sind. Andererseits, und das habe ich in anderen Verfahren schon als Nachteil erlebt: Wir haben innerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften eine sehr kritische Evaluationskultur. Das kritische Denken ist bei uns ja methodische Grundvoraussetzung. Wenn die Evaluationen für Projekte im Panel «MINT» oder «Life Sciences» aber grundsätzlich viel positiver ausfallen, kann das natürlich ein falsches Bild geben. Das ist der Vorteil im Panel «Interdisziplinäre Projekte». Man wird hier als Sozialwissenschaftlerin ernst genommen und wohlwollend evaluiert, auch und gerade von Reviewern, die in ihren Disziplinen mit ganz anderen Methoden und Begriffen arbeiten.

Lea Haller: Dafür muss man einer Physikerin oder einem Biologen vermutlich erst einmal erklären, was eine Politikwissenschaftlerin überhaupt macht.

Karin Ingold: Ja, man kämpft interdisziplinär mit anderen Sachen. Als Sozialwissenschaftlerin muss ich immer wieder erklären, dass ich nicht die Kommunikationsabteilung des Projekts bin. Dass ich nicht am Ende mit den Leuten rede, um ihnen die naturwissenschaftlichen Fakten begreiflich zu machen, sondern dass wir politikwissenschaftliche Forschung zum Thema betreiben. Das ist schon frustrierend.

Lea Haller: Bei Klimaforschung denke auch ich intuitiv an die Naturwissenschaften. Auch wenn Ihr Projekttitel «Climate Extremes and Society» lautet

Karin Ingold: Das «and Society» ist uns sehr wichtig. Der Klimawandel ist kein rein naturwissenschaftliches Phänomen. Er betrifft die gesellschaftliche Ordnung, die tradierten Verhaltensmuster, die Kulturräume, die Eigentumsrechte, die öffentlichen Finanzen. Ich gehe sogar noch weiter: Mein Ziel ist es, den Begriff «Klimaextreme» als sozialwissenschaftliches Konzept zu etablieren.

Lea Haller: Angekündigt haben Sie Grundlagenforschung zu Klimaextremen – und gesellschaftliches Transformationswissen. Sind Sie nun für Letzteres zuständig?

Karin Ingold: Nein, zum Glück nicht! Ich bin keine Expertin für Transformationsprozesse. Wir haben sieben «Work Packages». Zwei davon sind rein naturwissenschaftlich, zwei rein sozialwissenschaftlich, drei sind interdisziplinär. Das ist die Grundlagenforschung. Anschliessend kommt ein transversaler «Storyline Approach». Die Idee ist: Es gibt ein Set an Themen, zum Beispiel «Hochwasser in Grenzregionen». Jedes Thema wird an einem konkreten Fallbeispiel festgemacht, dann nimmt man die Grundlagenforschung aus den relevanten «Work Packages» auf und arbeitet mit Stakeholder-Organisationen vor Ort zusammen, um gemeinsam mit ihnen Lösungen zu entwickeln. Beim Thema «Hochwasser in Grenzregionen» sind Genf und der Fluss Arve das Fallbeispiel, und wir werden mit Behörden in Frankreich einen Aktionsplan ausarbeiten.

Lea Haller: Woher kommt die hartnäckige Annahme, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften vor allem für die gesellschaftliche Verankerung der Forschungsresultate zuständig seien?

Karin Ingold: Ich weiss es nicht. Vielleicht ist es einfach Unwissen. Bei den Politikwissenschaften denken ja zum Beispiel viele, dass ein Teil der Studierenden dann in die Politik geht. Aber ein Biologe wird auch nicht zum Käfer! Und ein Epidemiologe nicht zum Virus. Wir haben Kommunikationswissenschaftler in unserem Projekt, und die tun mir schon leid. Wenn es um «Outreach and Communication» geht, heisst es sofort: Das können die doch übernehmen. Umgekehrt muss ich zugeben, dass ich auch keine grosse Ahnung von den Fragestellungen und Methoden anderer Fachbereiche habe.

Lea Haller: Machen Naturwissenschaften und Life Sciences einfach die besseren Innovationsversprechen? Leuchtet da die Nützlichkeit unmittelbarer ein?

Karin Ingold: Da sind Medizin, Quantenmechanik oder Astrophysik sicher im Vorteil. Etwas plakativ gesagt: Wie kann man gegen ein Projekt sein, das «Children and Cancer» heisst? Astrophysik betrifft uns zwar auch nicht unmittelbar, aber der Weltraum ist bei vielen Menschen seit der Kindheit positiv besetzt. Mit solchen Themen kann man eigentlich gar nicht in einen Wettbewerb treten mit Klima, Gender, Inklusion. Eine Kollegin von mir sagte einmal: Als Sozial- und Geisteswissenschaftler erforschen wir halt Krisen. Und Krisen kann man schlecht verkaufen.

Lea Haller: Ist man da versucht, sich auch als Sozialwissenschaftlerin dem Utilitarismus zu unterwerfen und den Output über die intellektuelle Neugier zu stellen?

Karin Ingold: Mir war immer wichtig: Ich will in meiner eigenen Community noch respektiert und in meiner Disziplin verankert sein. Und das ist natürlich eine Gratwanderung, wenn man interdisziplinär arbeitet. Wenn ich als Politologin zu Mikroschadstoffen in Gewässern arbeite, sagt mein Wahlanalyse-Kollege: Was machst du nochmals? Wo ist da die Politikwissenschaft? Damit muss man leben lernen.

Zur Gesprächspartnerin

Karin Ingold ist Professorin für Policy Analysis and Environmental Governance am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern. Sie ist Präsidentin des Oeschger Zentrums für Klimawissenschaften der Universität Bern und Präsidentin des Forums für Klima und globalen Wandel (ProClim) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz. Zusammen mit der Klimaphysikerin Sonia Seneviratne leitet sie den neu lancierten Nationalen Forschungsschwerpunkt «CLIM+» zum Thema «Klimaextreme und Gesellschaft». Ingold ist namentlich für jene Forschungspakete zuständig, in denen es um Fragen der Governance, der Ethik und der Resilienz geht.

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