Escritores ensayistas del siglo XXI: desplazamientos entre lo local/nacional y lo latinoamericano
Felix Terrones, , Universität Bern
Seit der Zeit der Unabhängigkeit ist der Essay ein Genre, das lateinamerikanische Schriftsteller nutzen, um ihre Zugehörigkeiten zu hinterfragen, Traditionen zu bekräftigen und in Frage zu stellen sowie miteinander und mit anderen literarischen Strömungen in Dialog zu treten. Im 21. Jahrhundert, inmitten der Globalisierung, setzen die Schriftsteller ihre Nomadentum, ihr Exil und ihr Umherirren fort, mit dem Ziel, einen Ort für ihre literarischen Anliegen zu schaffen.
Was bedeutet es, im 21. Jahrhundert ein lateinamerikanischer Schriftsteller zu sein? Ohne ihre lokalen/nationalen Horizonte zu vernachlässigen, unternehmen Alberto Fuguet, Jorge Volpi, Leonardo Valencia, Fernando Iwasaki, Horacio Castellanos Moya und Roberto Bolaño verschiedene Antwortversuche, die Postnationalismen, Kosmopolitismen und Transnationalismen vorantreiben. Das Ergebnis ist ein sprachliches Terrain, offen und im Wachstum begriffen, das aufgrund seiner Auslassungen und Schweigen dennoch ideologisch problematisch bleibt.
Dieses Buch ist die erste umfassende Bestandsaufnahme des lateinamerikanischen Essays seit Beginn des neuen Jahrtausends.