Ausstellung: «Die Engadiner Konzertwochen – ein Schweizer Pionierfestival seit 1941»
19. Oktober 2026 — 12.45 Uhr — Aktionsraum, ZT 5.K06, Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, Zürich
Nina Debrunner
Eine Koproduktion des Institute for Music Research mit dem Profil Interpretation & Performance des DMU sowie der SMG, Sektion Zürich.
Die Engadiner Konzertwochen wurden 1941 mitten im Zweiten Weltkrieg gegründet und können zusammen mit dem Lucerne Festival als ältestes Musikfestival der Schweiz gelten. Bald wurde es zu einer Plattform von Musikerinnen und Musikern von Weltrang wie Paul Sacher, Dinu Lipatti, Clara Haskil oder Arthur Grumiaux. Parallelen zu den Programmen der Luzerner Festwochen und der Tonhalle Zürich sind keine Zufälle: Jahrzehntelang wurden die Engadiner Konzertwochen von Ernst Schulthess betreut, dessen Bruder Walter die damals grösste Musikagentur der Deutschschweiz leitete. So spiegeln sich in einer Schweizer Randregion die musikalischen Entwicklungen der grossen Zentren. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Konzertwochen in Streiflichtern mit Infoplakaten und einer Audiostation. An der Lounge erzählt Nina Debrunner aus ihrer Forschungsarbeit und stellt am Beispiel dieses Festivals ein Stück Schweizer Musikgeschichte und Kulturpolitik vor. Das Forschungsprojekt wurde mit Unterstützung des Jenifer und Fritz Muggler- Forschungsfonds und der Schulthess’schen Familienstiftung realisiert.
Die Ausstellung ist von Mo 19.10. bis Sa 24.10. im Aktionsraum zu besichtigen.
Nina Debrunner studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Sie ist als Dozentin für Literaturwissenschaft und als Redaktorin und Herausgeberin tätig (u.a. Theaterlexikon der Schweiz, «Widerworte» mit Texten von Mariella Mehr und «Die Korberchronik» von Albert Minder). Seit 2012 ist sie Dramaturgin beim «Engadin Festival» und seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IMR der ZHdK. Die Ausstellung zu den Engadiner Konzertwochen wurde anlässlich des 85-Jahr-Jubiläums vergangenen Juli/August in St. Moritz gezeigt. Parallel ist die Buchdokumentation «Engadiner Konzertwochen – Engadin Festival seit 1941» erschienen.