Preise
Die Basler Musikwissenschaftlerin Marta Walter (1896-1961) hat der SMG in ihrem Testament grosszügigerweise einen Geldfonds vermacht. Mit diesem Geld wurden unter anderem der Glarean-Preis (2007-2015) sowie der Jacques-Handschin-Preis (seit 2009) finanziert, der 2022 in Marta-Walter-Preis umbenannt wurde.
Legat Marta Walter (1896-1961)
Marta Walter wurde am 26. Mai 1896 in Basel geboren und ist eine der ersten Musikhistorikerinnen der Schweiz. Nach Gesangsstudien in Basel und Genf war sie über lange Jahre als Mitarbeiterin des Basler Musikwissenschaftlers Wilhelm Merian (1889–1952) tätig. Merian, Musikredaktor der «Basler Nachrichten» und ab 1930 ausserordentlicher Professor an der Universität Basel, war massgeblich an der (Neu-)Gründung der Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft beteiligt. Bald übertrug er Marta Walter nicht mehr nur administrative Arbeiten, sondern verpflichtete sie auch als Musikreferentin. Besonderes interessierte sich Marta Walter für Fragen im Zusammenhang mit musikalischen Erst- und Frühdrucken des 18. und 19. Jahrhunderts sowie für Probleme des musikalischen Verlagswesens. Von diesem Interesse zeugen zahlreiche, ab den 1950er-Jahren erschienene Artikel, die zum Teil im Auftrag der Musikabteilung der Universitätsbibliothek Basel entstanden sind (Musikalische Seltenheiten der Universitätsbibliothek).
Marta Walter verstarb am 16. Dezember 1961 in ihrer Heimatstadt Basel. In ihrem Testament hatte sie die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft, deren langjähriges Mitglied sie war, grosszügig bedacht. Auf Wunsch der Erblasserin werden die Gelder aus dem Nachlass Zwecken zugeführt, die Fragen des Musikverlagswesens und seiner Geschichte berücksichtigen. So gewährleistet das Legat Marta Walter die Beteiligung der Schweiz an RILM.