SMG Bern

Die Arbeit in einem Musikverlag – mehr als Noten drucken

01. Dezember 2026 — 18.30 Uhr — Seminarraum 016,Mittelstrasse 43, 3012 Bern

Christoph Rinne-Schroeder (Bärenreiter-Verlag)

Ein Musikverlag erstellt und verkauft Musiknoten. So weit, so klar. Aber wie genau kommt es zu einer Edition? Was muss sie beinhalten, damit sie von Musiker*innen auch verwendet wird? Wie unterscheidet sich exzellentes Orchestermaterial von schlechtem, damit es weltweit auf Bühnen und in Orchestergräben gespielt werden kann? Und was macht man, wenn der Komponist trotz Deadline nichts liefert? Dies sind nur einige wenige Beispielfragen, mit denen sich Lektor*innen tagtäglich auseinandersetzen müssen. Denn in der Lektoratsarbeit greifen Wissenschaftlichkeit und musikalische Praxis unmittelbar ineinander und dies zunehmend vor dem Hintergrund digitaler Notenformate und KI-Anwendungen.Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Arbeit des Lektorats in einem der größten weltweiten Musikverlage und zeigt die Vernetzung des Lektorats als zentraler Bestandteil eines Musikverlags mit anderen Abteilungen einerseits, aber auch andererseits als Bindeglied zwischen Musikwissenschaftler*innen, Dirigent*innen und Musiker*innen.

Christoph Rinne-Schroeder ist Lektor in der Bärenreiter-Verlagsgruppe, einem der größten Verlagshäuser für klassische Musik und Musikbücher mit Sitz u. a. in Kassel und Prag. Neben wegweisenden Gesamtausgaben oder Lexika wie der Neuen Mozart-Ausgabe oder Musik in Geschichte und Gegenwart, ist der Bärenreiter-Verlag berühmt für seine praktischen Musikausgaben in Urtext-Qualität.