Antonio Tusas Orchesterfassung von Schuberts «Arpeggione- Sonate»
16. Dezember 2026 — 12.45 Uhr — Kaskadenfoyer, ZT 5.K04, Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, Zürich
Lehel Donáth
Eine Koproduktion des Institute for Music Research mit dem Profil Interpretation & Performance des DMU sowie der SMG, Sektion Zürich
Antonio Tusa (1900–1982) war von 1927 bis 1973 Solocellist des Stadtorchesters Winterthur (heute: Musikkollegium Winterthur) und Mitglied des Winterthurer Streichquartetts. Er betätigte sich zudem kompositorisch: Neben Originalkompositionen widmete er sich der Bearbeitung fremder Werke, die er meistens für den eigenen Konzertgebrauch einrichtete. Herausragend ist seine Orchesterfassung der 1824 entstandenen Sonate in a-Moll für Arpeggione und Pianoforte (D 821) von Franz Schubert, welche seit seinem Tod unerkannt in seinem Nachlass lag. Lehel Donáth hat diese Bearbeitung 2026 erstveröffentlicht. In der Lounge wird das Werk in einer Videoaufzeichnung gezeigt. Dazu stellt Lehel Donáth Tusas Fassung in den Kontext der Tradition von Schubert-Bearbeitungen, erläutert Probleme des Editionsprozesses und beleuchtet das Werk hinsichtlich seiner Einzigartigkeit.
Lehel Donáth studierte Violoncello am Konservatorium Winterthur und ist als Kammer- und Orchestermusiker tätig, u.a. als Mitglied des Sarastro Quartetts. Sein besonderes Interesse gilt selten gespielter und unveröffentlichter Literatur. So betätigt er sich als Editor, Bearbeiter und Arrangeur und hat mehrere Erstausgaben mit Werken von Alfred Baum, Leos Janáček, Rudolf Meyer, Amanda Röntgen und Othmar Schoeck bei verschiedenen Musikverlagen redigiert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHdK ist er zuständig für das Management des Hochschulorchesters sowie die Programmkonzeption des Surprise-Konzertzyklus, einer Zusammenarbeit der ZHdK und der Tonhalle-Gesellschaft Zürich.