Afrikanische Sprachen spielen eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Kontinents und den Zugang zu lokalem Wissen. In vielen afrikanischen Ländern wird das Recht jedoch von staatlichen Institutionen in erster Linie in Sprachen praktiziert, die aus der Kolonialzeit stammen, wodurch afrikanische Sprachen an den Rand gedrängt werden und eine Kluft zwischen Gesetzestexten und Bürger*innen entsteht. Sprache wird somit zu einem Hindernis für einen gerechten Zugang zum Recht.
Der Aufruf unter dem Thema “ Zugang zum Recht in afrikanischen Sprachen: Terminologie und vergleichende Perspektiven” zielt darauf ab, Fragen im Zusammenhang mit der Schaffung, Standardisierung und Verbreitung von Rechtsbegriffen in afrikanischen Sprachen zu untersuchen, und fördert Beiträge, die verschiedene Rechtssysteme und ihre Ausdrucks- und Praxissprachen in einen Zusammenhang stellen. Der Aufruf richtet sich an Forschende, Jurist*innen und Übersetzer*innen.
Einsendeschluss ist der 31. März 2026.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Universität Trient.

