Una monarquía de cortes. El espacio político de la corte virreinal en la Monarquía Hispánica (Valencia, Nápoles y México, 1621-1635)
Christian Büschges, Universität Bern
Die Regierung der spanischen Habsburgermonarchie zeichnete sich durch die Einbindung einer Vielzahl sozialer und politischer Akteure in ihren verschiedenen Königreichen aus, sowohl in Europa als auch in Übersee. Obwohl die Vizekönige als Vertreter des abwesenden Monarchen – als sein Alter Ego – fungierten, hing ihre Autorität weitgehend von ihrer Fähigkeit ab, zwischen den verschiedenen um die Macht rivalisierenden Fraktionen zu vermitteln. In diesem Zusammenhang bildete der Vizekönigliche Hof einen politischen Raum mit sowohl topografischer als auch symbolischer Dimension, in dem vielfältige soziale und politische Interessen vertreten und ausgehandelt wurden.
Auf der Grundlage der Analyse eines umfangreichen Korpus gedruckter und handschriftlicher Quellen und aus einer vergleichenden Perspektive zeichnet dieses Buch ein umfassendes Panorama des politischen Raums des Vizeköniglichen Hofes in den Städten Valencia, Neapel und Mexiko-Stadt nach. Es konzentriert sich insbesondere auf die Figur des Vizekönigs, auf seine Rolle als Vermittler zwischen der Monarchie, der lokalen Gesellschaft und seinem eigenen Haushalt und Gefolge sowie auf seine Fähigkeit zur Patronage und sein politisches Handeln im konfliktreichen Kontext der vom Grafen-Herzog von Olivares vorangetriebenen Reformen.