Un análisis crítico del discurso en los titulares de noticias sobre el caso de corrupción de Lula en los principales periódicos de Brasil
Omid Alizadeh Afrouzi, Universität St. Gallen
Zusammenfassung
Die vorliegende Studie untersucht, wie der Korruptionsfall um Luiz Inácio Lula da Silva in den großen brasilianischen Zeitungen dargestellt wird. In Anlehnung an Héctor Borrat’s (1989; 2006) theoretische Perspektive zum Einfluss von Zeitungen auf politische Systeme und unter Verwendung von Faircloughs (1995a) Modell der kritischen Diskursanalyse sowie einer Reihe von Analyseinstrumenten aus Richardson (2007) untersucht die Studie Nachrichtenartikel und Schlagzeilen zu diesem Thema, die von zwei großen brasilianischen überregionalen Zeitungen, O Globo und Folha de S.Paulo, veröffentlicht wurden, um den Grad der Verwicklung jeder Zeitung in den politischen Konflikt zu ermitteln und zu untersuchen, wie Sprache eingesetzt wird, um bestimmte Ideologien widerzuspiegeln. Diese schrittweise Fallanalyse bietet eine kritische Betrachtung grundlegender journalistischer Strategien. Diese Untersuchung analysiert Nachrichtenartikel aus den genannten Zeitungen über einen Zeitraum von 29 Monaten, vom Beginn der Anklage gegen Lula (November 2015) bis zur endgültigen Verhaftung des ehemaligen brasilianischen Präsidenten (April 2018), aus einer interdisziplinären Perspektive auf Medien und Politik. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass beide Zeitungen – wenn auch in geringerem Maße bei der Folha de S. Paulo – dazu neigen, ein negatives Bild des ehemaligen brasilianischen Präsidenten zu zeichnen, wenn sie über sein Strafverfahren berichten und den Konflikt kommentieren. Die Ergebnisse liefern Belege für die These, dass Zeitungen, die als Validatoren von Informationen gelten, die gesellschaftliche Realität nicht einfach so widerspiegeln, wie sie ist, sondern vielmehr versuchen, ihre Ideologien in der Darstellung von Ereignissen durchzusetzen.