The Water Crisis is the Cry of the Poor: Challenges to Restoring the Hydrosocial Cycle
Heliodoro Ochoa-García, Universität Bern and ITESO Jesuit University of Guadalajara
Zusammenfassung:
Die Wasserkrise ist von globalem Ausmaß, und die Zahlen sind erschreckend. Wasserökosysteme sowie die Lebensgrundlagen und die Würde der ärmsten Bevölkerungsgruppen sind zunehmend gefährdet. Internationale Organisationen, Regierungen, Wissenschaftler, soziale Bewegungen, Unternehmer, Wassernutzer und die Zivilgesellschaft im Allgemeinen scheinen sich darüber einig zu sein. Schätzungen zufolge sind 80 % der Weltbevölkerung hinsichtlich der Wasserversorgungssicherheit und der Biodiversität einer hohen Bedrohung ausgesetzt, bedingt durch Veränderungen in Wassereinzugsgebieten, Verschmutzung, biotische Faktoren, Infrastrukturentwicklung und Wasserpolitik (Landbewirtschaftung, undurchlässige Oberflächen, dichter Bau von Staudämmen, Fragmentierung von Flüssen, Druck durch Fischerei und Aquakultur, erhöhte Stickstoff-, Phosphor-, Pestizid- und Sedimentbelastung). Gebiete, denen die Kapazitäten fehlen und die über geringe oder gar keine Investitionen verfügen, um diese Probleme anzugehen, sind am stärksten gefährdet (Vörösmarty et al., 2010).