Libros en movimiento. Nueva España y Perú, siglos XVI-XVIII
Agnes Gehbald, Universität Bern; Nora Edith Jiménez Hernández, El Colegio de Michoacán
Zusammenfassung:
Die ersten beiden Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts waren im Bereich der Kulturgeschichte von einem Boom der Buchgeschichte geprägt. In ihren jüngsten Entwicklungen hat diese Gattung der Geschichtsschreibung – die sich traditionell auf Drucker und Bibliotheken konzentrierte – ihren Fokus auf die kommerziellen Aktivitäten verlagert, die dafür sorgten, dass Bücher ihre Leser erreichten. So untersucht sie die Existenz von Buchhändlerdynastien sowie die Wege, Praktiken, Vereinbarungen und kommerziellen Unternehmungen, die hinter der Ankunft bestimmter Bände und Ausgaben in den Regalen standen, in denen sie in einigen Fällen noch heute zu finden sind. In Zusammenarbeit mit zehn Autoren aus unterschiedlichen akademischen Traditionen, die in spanischen, mexikanischen und peruanischen Archiven geforscht haben, wirft dieser Text einen Blick hinter die Kulissen des Buchhandels, um dessen entscheidende Rolle bei der Verbreitung von Titeln hervorzuheben. Sein Ansatz umfasst in einer einzigen Perspektive die beiden wichtigsten Vizekönigreiche Amerikas (Neuspanien und Peru) zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. In diesen Ländern und zu dieser Zeit entfaltete sich ein interessantes Abenteuer: die Erschließung eines Marktes für das Buch als Objekt und der Aufbau einer Lesergemeinschaft, die durch das gedruckte Wort mit der Welt auf der anderen Seite des Atlantiks verbunden war.