A Colonial Book Market. Peruvian Print Culture in the Age of Enlightenment
Agnes Gehbald, Universität Bern, Switzerland
Zusammenfassung
Der vorliegende Band bietet eine völlig neuartige Sozialgeschichte des Buches im spätkolonialen Peru. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts versorgten Werkstätten in Lima und Importe aus Übersee den Markt mit einer beispiellosen Menge an Druckwerken. Indem sie die Vielfalt der gedruckten Waren nachzeichnet, die im städtischen Raum zirkulierten, sowie die Räumlichkeit des Handels und die Materialität der Bücher selbst analysiert, bewertet Agnes Gehbald die Bedeutung der Druckkultur im Alltag des Vizekönigreichs. Sie zeigt, wie Bücher die spätkoloniale Gesellschaft in großem Umfang durchdrangen und wie sie als Objekte in den Inventaren verschiedener Personen auftauchten, sowohl von Frauen als auch von Männern, die in früheren Jahrhunderten weitaus seltener im Besitz solcher Bücher gewesen waren. Fundiert recherchiert und tiefgründig deckt A Colonial Book Market auf, wie die Menschen in peruanischen Städten Zugang zu Lesestoff erhielten und am globalen Projekt der Aufklärung teilnahmen.