Institutionen
Die SAGO vereint Forschende aus den slavistischen und osteuropabezogenen Instituten der Universitäten Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, St.Gallen und Zürich. Auf dieser Website finden Sie Informationen zu den jeweiligen fachlichen Spezialisierungen der beteiligten Institute.
Universität Basel
Departement Geschichte
Schwerpunkte der osteuropäischen Geschichte in Basel bilden die neuere und neueste Geschichte Ostmittel-, Südost- und Osteuropas. Kernthemen sind unter anderem Mobilität und Raumwahrnehmung, Erinnerungs- und Geschichtskultur, aber auch die Geschichten von Minderheiten in Osteuropa. Der Lehrstuhl arbeitet eng mit den Jüdischen Studien und dem Slavischen Seminar zusammen. Zudem wird das Team jährlich von zwei Fellows des Programms Ukrainian Research in Switzerland ergänzt.
Auf BA-Niveau wird gemeinsam mit der Slavistik der interdisziplinäre Studiengang Osteuropastudien angeboten. Auf MA- und PhD-Ebene können sich Studierende in das Fach Osteuropäische Geschichte einschreiben.
Fachbereich Slavistik
Das Slavische Seminar der Universität Basel ist Teil des Departements Sprach- und Literaturwissenschaften der Philosophisch-Historischen Fakultät. Es widmet sich in Forschung und Lehre den Sprachen, Literaturen und Kulturen des slavischen Raums in ihrer historischen Tiefe und gegenwärtigen Dynamik. In enger Verbindung mit der osteuropäischen Geschichte bildet das Seminar den Profilbereich Osteuropa und trägt damit zu einer interdisziplinären Auseinandersetzung mit der Region bei. Das Studienangebot umfasst Bachelor-, Master- und Doktoratsprogramme und verbindet philologische, kulturwissenschaftliche und theoretische Ansätze. Schwerpunkte liegen u.a. auf Literatur- und Sprachwissenschaft sowie auf medialen und kulturellen Transformationsprozessen in Ost- und Südosteuropa; ein besonderer Fokus gilt den osteuropäischen Filmwissenschaften. Literatur und Sprache werden dabei konsequent in ihren gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Kontexten sowie im Austausch mit anderen Künsten und Wissensfeldern untersucht. Das Slavische Seminar pflegt einen regen Austausch mit Institutionen und Partneruniversitäten im osteuropäischen Raum und darüber hinaus. Studierende werden gezielt zu Mobilitätsaufenthalten ermutigt und erhalten Einblicke in internationale Forschungs- und Berufsfelder; praxisorientierte Elemente und projektbezogene Formate ergänzen das Studium.
Ukrainian Research in Switzerland (URIS)
Die akademische Initiative «Ukrainian Research in Switzerland» (URIS) verfolgt das Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zur Vertiefung der Ukraine-Expertise in der Schweiz zu leisten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und die internationale Vernetzung der in der Schweiz angesiedelten universitären Ukraine-Forschung zu stärken. URIS ist am Departement Geschichte der Universität Basel angesiedelt und wird vom Schweizerischen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziell unterstützt. Den Grundpfeiler der Initiative bildet das das URIS-Fellowship-Programm. URIS schreibt jährlich zwei Fellowships aus. Diese richten sich an promovierte Wissenschaftler:innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, deren Forschung einen substantiellen Beitrag zum vertieften Verständnis von Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur der Ukraine erwarten lässt. Daneben bietet URIS Ukrainisch-Sprachkurse an und informiert auf seiner Website über wissenschaftliche Veranstaltungen und laufende Projekte auf dem Gebiet der Ukraine-Forschung an allen Universitäten der Schweiz. Zudem organisiert URIS öffentliche Veranstaltungen, wie Podiumsgespräche, Ringvorlesungen, Workshops und Studientage.
Sprachangebot: Russisch, Tschechisch, Ukrainisch, BKMS, Polnisch, Ungarisch und Jiddisch.
Universität Bern
Institut für Slavische Sprachen und Literaturen
Die Universität Bern bietet gemeinsam mit Freiburg Bachelor- und Master-Studiengänge in Slavistik an. Durch die enge Zusammenarbeit der Universitäten entsteht ein einzigartiges und besonders breites Lehrangebot. Es ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen in ihren historischen, gesellschaftlichen und politischen Kontexten. Schweizweit einzigartig ist der Schwerpunkt Philosophie und Ideengeschichte Ost- und Mitteleuropas sowie die Möglichkeit, sich im Master (90 ECTS) ein Praktikum anrechnen zu lassen. In Bern liegt der Schwerpunkt auf der Sprachwissenschaft. Neben systemlinguistischen, inkl. sprachvergleichenden Fragestellungen werden auch Aspekte der interdisziplinären Linguistik, darunter die Soziolinguistik und Sprachgeschichte, einbezogen sowie gesellschaftlich relevante Themen wie Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt und Sprachvariation behandelt. Die Slavistik Bern-Freiburg pflegt einen regen Austausch mit dem osteuropäischen Ausland und ermutigt ihre Studierenden zu Mobilitätsaufenthalten an einer der zahlreichen Partneruniversitäten in Europa (Bosnien und Herzegowina, Lettland, Nordmazedonien, Polen, Tschechien usw.) sowie ausserhalb Europas (insbesondere in Kasachstan).
Die Schweizerische Osteuropabibliothek (SOB)
Die Schweizerische Osteuropabibliothek SOB ist die grösste Schweizer Forschungsbibliothek zum östlichen Europa: sie erwirbt, kuratiert und vermittelt Medien in über einem Dutzend Sprachen aus und über Ostmitteleuropa, Südosteuropa und den postsowjetischen Raum. Ihr Fokus liegt auf Zeitgeschichte, Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die SOB organisiert regelmässig Veranstaltungen, und ist Partnerin im Studiengang «Osteuropa-Studien» der Universitäten Bern und Fribourg. Seit 1996 ist die Osteuropabibliothek eine selbständige Teilbibliothek der Universitätsbibliothek Bern. Als Kurierbibliothek SLSP sind all ihre ausleihbaren Bestände schweizweit bestellbar; die SOB bietet Digitalisierung, Fachberatung und Zeitschriftenausleihe. Vor Ort steht ein Lesesaal zur Verfügung.
Sprachangebot: Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch, Polnisch, Russisch, Ukrainisch
Universität Freiburg
Departement für Europastudien und Slavistik
Am Departement für Europastudien und Slavistik wird Europa in seiner ganzen Vielfalt untersucht. Es wird die Europäische Union als politischen Zusammenschluss analysiert und politische, soziale und kulturelle Entwicklungen in Ostmittel- und Osteuropa, unabhängig von der EU-Mitgliedschaft der jeweiligen Länder, betrachtet. Das Departement bietet Studiengänge auf Bachelor-, Master- und Doktoratsebene an. Die Studienprogramme im Einzelnen: Europastudien (Master, Doktorat), Osteuropa-Studien (Bachelor, Master), Politikwissenschaft (Bachelor, Doktorat) und Slavistik (Bachelor, Master, Doktorat).
Slavistik
Die Universität Freiburg bietet gemeinsam mit Bern Bachelor- und Master-Studiengänge in Slavistik an. Durch die enge Zusammenarbeit der Universitäten entsteht ein einzigartiges und besonders breites Lehrangebot. Es ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen in ihren historischen, gesellschaftlichen und politischen Kontexten. Schweizweit einzigartig ist der Schwerpunkt Philosophie und Ideengeschichte Ost- und Mitteleuropas sowie die Möglichkeit, sich im Master (90 ECTS) ein Praktikum anrechnen zu lassen. Die Freiburger Slavistik ist literatur- und kulturwissenschaftlich ausgerichtet. Behandelt werden Grundfragen und Entwicklungen der Literatur- und Kulturgeschichte v.a. des polnischen und russischen Sprachraums. Literatur und Sprache werden im Kontext von Philosophie, Religion, bildender Kunst, Film und Populärkultur untersucht. Die Slavistik Bern-Freiburg pflegt einen regen Austausch mit dem osteuropäischen Ausland und ermutigt ihre Studierenden zu Mobilitätsaufenthalten an einer der zahlreichen Partneruniversitäten in Europa (Bosnien und Herzegowina, Lettland, Nordmazedonien, Polen, Tschechien usw.) sowie ausserhalb Europas (insbesondere in Kasachstan).
Politikwissenschaft
Die Politikwissenschaft in Freiburg ist auf vergleichende Politikforschung ausgerichtet. Aktuelle Forschung widmet sich politischen Einstellungen (Polarisierung und Einstellung zu Repression) sowie politischen Akteuren (insbesondere Protestbewegungen und Parteien). Ein Schwerpunkt liegt auf nichtdemokratischen Regimen – in Osteuropa und darüber hinaus. Das Studium der Politikwissenschaft kombiniert die vergleichende Analyse politischer Systeme mit der Untersuchung internationaler und transnationaler Beziehungen und den politischen Folgen sozialer und ökonomischer Ungleichheiten. Das Studium verbindet politische Institutionen, Akteure und politische Einstellungen und Verhaltensweisen mit der politischen Ökonomie und der politischen Philosophie.
Osteuropa-Studien
Institut für Ost- und Ostmitteleuropa
Sprachangebot: Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch, Polnisch, Russisch, Ukrainisch
Universität Genf
L'unité de russe
Die Abteilung für Russisch der Philosophischen Fakultät bietet Studiengänge sowohl auf Bachelor- als auch auf Master-Ebene (MA) an und ist durch die Betreuung von Doktoranden sowie die Einbindung von Doktoranden in das wissenschaftliche und pädagogische Leben der Abteilung aktiv an den Forschungsaktivitäten der Fakultät beteiligt. Das Programm steht sowohl Studierenden ohne Vorkenntnisse in Russisch als auch Muttersprachlern offen und zielt darauf ab, die notwendigen Werkzeuge zum Verständnis der historischen, kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten der russischsprachigen Welt zu vermitteln. Das Sprachenlernen bildet die Grundlage: Intensivkurse ermöglichen einen schnellen Übergang zum Studium auf akademischem Niveau und zum Lesen von Texten in der Originalsprache.
Das Programm baut auf drei sich ergänzenden Schwerpunkten auf: Geschichte (Neuzeit und Gegenwart), Literatur (wichtige Werke des 19. und 20. Jahrhunderts) sowie Linguistik und Sprachgeschichte. Es legt zudem großen Wert auf die russische Kultur aus interdisziplinärer Perspektive, im Dialog mit der Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Architektur, der Bildenden Kunst und dem Theater. Einige Kurse stehen der breiten Öffentlichkeit offen.
Durch die Verbindung von Sprache, Literatur und Kultur bereitet das Programm die Studierenden sowohl auf die akademische Forschung als auch auf berufliche Laufbahnen in den Bereichen Kultur, Bildung und internationale Beziehungen vor.
Global Studies Institute
Der Masterstudiengang Master Europe centrale et orientale, Asie centrale et Caucase (MAEAC) vermittelt fundierte Kenntnisse zu einer vielfältigen Region von Europa bis zum Pazifik. Im Fokus stehen aktuelle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen, die aus interdisziplinärer Perspektive beleuchtet werden.
Das Programm kombiniert Ansätze aus Geschichte, Geopolitik, Politikwissenschaft, Wirtschaft, Recht und Literatur und ermöglicht so ein umfassendes Verständnis der Region in Vergangenheit und Gegenwart.
Der Studiengang ist in drei Phasen aufgebaut: Nach grundlegenden Pflichtmodulen wählen die Studierenden Spezialisierungen und entscheiden sich anschließend zwischen einer forschungsorientierten Masterarbeit oder einem praxisnahen Praktikum.
Vorkenntnisse regionaler Sprachen sind nicht erforderlich; Einsteigerkurse, etwa in Russisch und Armenisch, sind Teil des Curriculums. Das Programm wird durch die Aktivitäten des interdisziplinären Forschungszentrums LABEAC ergänzt.
Universität Lausanne
Section de langues et civilisations slaves et de l'Asie du Sud
Für Studierende des slavischen Teils der Sektion für slavische und südasiatische Sprachen und Kulturen (SLAS) beginnen die Linguistikstudiengänge im ersten Studienjahr (Propädeutik) mit zwei Pflichtveranstaltungen: Einführung in die allgemeine Sprachwissenschaft für Slavisten und Orientalisten und Einführung in die Linguistik des Russischen. Der letzte Kurs wird im zweiten Jahr fortgesetzt. Anschliessend werden weitere linguistische Kurse für Studierende ihrer Wahl angeboten: Auf BA-Niveau können sich Studierende mit der Geschichte sprachlicher Ideen im Allgemeinen sowie den spezifischeren Problemen der Geschichte und Erkenntnistheorie der Sprachwissenschaften in Mittel- und Osteuropa befassen.
Auf MA-Niveau werden den Studierenden neben Kursen zur Geschichte und Erkenntnistheorie sprachlicher Ideen auch Kurse in Übersetzungswissenschaft und mehreren anderen slavischen Sprachen (Tschechisch, Polnisch, Altrussisch) im Vergleich zum Russischen (Kontrastive Grammatik) angeboten: Diese letzte Dimension stellt eine der Stärken des sprachlichen Teils der slavischen Ausrichtung der SLAS-Sektion dar. Diese spezifische Ausrichtung kann auf der Doktoratsebene unter anderem durch die CUSO-Doktorandenschulen verfolgt werden, die jedes Jahr von der Sektion organisiert werden.
Das Studium der russischen Literatur und Kultur beginnt im Bachelor mit einem Überblick über die Literatur des 19. Jahrhunderts und wird im zweiten Jahr mit der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts fortgeführt. Ziel ist es, Studierenden ein fundiertes Verständnis der russischen Literatur in ihrem historischen, sozialen und kulturellen Kontext zu vermitteln. Ergänzende Lehrveranstaltungen zur Geschichte und Kultur Russlands bieten Einblicke von der Antike bis in die postsowjetische Gegenwart und erschliessen zentrale Elemente der russischen Erinnerungskultur. Ab dem dritten Bachelorjahr können Studierende eine Vertiefung in russischer Literatur wählen, mit Fokus auf Textanalyse und theoretische Ansätze.
Im Masterstudium wird die literarische Ausbildung in vergleichender Perspektive vertieft, insbesondere im Hinblick auf Fragen von Erinnerung, Geschichte und kulturellem Gedächtnis. Zudem erwerben die Studierenden vertiefte Kenntnisse in literaturwissenschaftlichen Methoden.
Das Programm wird ergänzt durch Workshops für Master- und Doktorierende sowie eine Spezialisierung in literarischer Übersetzung (Russisch–Französisch), die auch praktische Erfahrungen, etwa durch Verlagspraktika, ermöglicht.
Universität St. Gallen
Fachbereich Osteuropastudien
Der Fachbereich widmet sich in Lehre und Forschung der Analyse aktueller Entwicklungen in Osteuropa, auf dem Balkan und im Schwarzmeerraum. Im Zentrum stehen gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Transformationsprozesse, die von Konflikten, Migration und tiefgreifenden Umbrüchen geprägt sind. Ein fundiertes Verständnis dieser Dynamiken setzt die Auseinandersetzung mit imperialen, sowjetischen und postkommunistischen Traditionslinien voraus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kulturwissenschaftlichen Perspektiven, die wirtschaftliche und politische Prozesse in ihren historischen und gesellschaftlichen Kontexten interpretieren.
Auf der Doktoratsebene wird zwei interdisziplinäre Programme angeboten: Doktoratsprogramm in Organisation und Kultur und Doktoratsprogramm in International Affairs and Political Economy.
Center for Governance and Culture in Europe (GCE-HSG)
Das Center for Governance and Culture in Europe an der Universität St. Gallen (GCE-HSG) untersucht die sozialen, wirtschaftlichen, politischen, staatlichen und kulturellen Veränderungen in Europa aus einer interdisziplinären und transnationalen Perspektive. Dabei stehen Fragen der Governance (staatliche und gesellschaftliche Steuerungsprozesse) sowie kulturelle Dynamiken im Mittelpunkt, etwa wie öffentliche und private Akteure Politik und gesellschaftliches Verhalten prägen und wie sich historische und aktuelle Prozesse (z. B. Krisen, Konflikte, Transformationen) auf Staaten, Gesellschaften und Kulturen auswirken. Die Forschung ist international vernetzt und wird in Kooperation mit Partnerinstitutionen in Europa durchgeführt.
Sprachangebot: Russisch.
Universität Zürich
Institut für Slavistik und Osteuropastudien
Fachbereich Literaturwissenschaft und Künste
Im Fachbereich Literaturwissenschaft und Künste konzentrieren wir uns vor allem auf Forschung zu Literatur, Theater und Performance Art in Osteuropa. Dazu gehören aktuell Projekte zur Wechselwirkung von Künsten und Desinformation in Belarus, der Ukraine und Russland, zu Poetry & Performance in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa, zur Sexualität in Literatur, Kunst und Film in Jugoslawien um 1968, zur dokumentarischen Literatur und zu Karikaturen gegen abstrakte Kunst in der Sowjetunon.
Fachbereich Medienwissenschaft
Die medienwissenschaftliche Forschung am Institut für Slavistik und Osteuropastudien zeichnet sich durch einen interdisziplinären Zugang aus, der Medienwissenschaft als wissenschaftliche Disziplin sowie Osteuropa im Spezifischen in den Fokus stellt und dabei verschiedene Fachgebiete (Geschichte, War/Security Studies usw.), aber auch Teilbereiche der Medienwissenschaft (Semantik, Medienmaterialität, strategische Kommunikation, Propaganda, Journalistik) miteinander verknüpft. Im Zentrum stehen dabei Forschungsprobleme wie Medienpraktiken, Medienökologien, Desinformation und Fake News, strategische und militärische Kommunikation, Public Diplomacy, Place Branding und Mediatisierung. Aber auch Soziolinguistik und Repräsentations- und Ideengeschichte gehören dazu. Der Fokus liegt auf der Ukraine, Russland, Polen und Belarus im 20 und 21. Jahrhundert.
Fachbereich Moderne Osteuropastudien
Die Professur für Moderne Osteuropastudien am Institut für Slavistik und Osteuropastudien (ISOS) verbindet zeithistorische Forschung mit der Analyse aktueller politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse in Osteuropa. Das Hauptforschungs- und Lehrgebiet der Professur umfasst die russische und sowjetische Geschichte sowie die Geschichte des Balkans im 20. und 21. Jahrhundert. Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte des Kalten Krieges, Nationalitätenpolitik und Nationalismus, die Erforschung der historischen Hintergründe aktueller Krisen und Konflikte sowie die Energie- und Wirtschaftsgeschichte Osteuropas in ihren globalen Bezügen. Der Professur angegliedert ist das Center for Eastern European Studies (CEES), ein politikorientiertes Forschungszentrum, das sich mit interdisziplinären Themen und aktuellen sicherheitspolitischen Fragen in Osteuropa, insbesondere in Russland, im Kaukasus und in anderen Ländern des postsowjetischen Raums, befasst.
Fachbereich Osteuropäische Geschichte
Die Professur für Osteuropäische Geschichte, besetzt mit Prof. Dr. Botakoz Kassymbekova, ist am ISOS affiliiert. Die Forschungsschwerpunkte des Fachbereichs liegen im Bereich der politischen Geschichte und der Sozialgeschichte und umfassen Themen wie den Russischen Kolonialismus, Diktatur und Autoritäre Regimes, Nation-Building, Migration sowie Herrschaftspraktiken und die Alltagsdimensionen politischer Erfahrungen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die Stadtgeschichte, die Erforschung von Generationen und Erinnerungspraktiken, Oral History, Trauma sowie Geschlechtergeschichte.Der zeitliche Fokus liegt auf der neueren und neuesten Geschichte, der geografische auf dem Raum des Russländischen Imperiums und der Sowjetunion.Die Lehrveranstaltungen im Fachbereich Osteuropäische Geschichte sind integraler Bestandteil sowohl des Studienprogramms Geschichte als auch des interdisziplinär ausgerichteten Studienprogramms Osteuropastudien. Sie tragen zur fachlichen Vertiefung sowie zur methodischen und regionalen Erweiterung des Studienangebots bei.
Fachbereich Sprachwissenschaft
Sprachwissenschaft setzt sich mit allen Facetten von Sprache(n) auseinander. Das beinhaltet Form, Struktur, Funktion, Gebrauch und Bedeutung von Sprache sowie weitere Aspekte, die einen Einfluss auf Sprache haben. Der Blick kann dabei sowohl auf den Zustand einer Sprache zu einem gewissen Zeitpunkt gerichtet sein (z. B. auf die Gegenwart), als auch auf deren historischen Entwicklung.Am ISOS werden sprachwissenschaftliche Fragestellungen anhand der im Raum Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa gesprochenen Sprachen untersucht. Dies betrifft einerseits die einzelnen Standardsprachen (wie z.B. Albanisch, BKMS, Polnisch, Russisch etc.), darüber hinaus aber auch nicht standardisierte Sprachvarietäten (wie z.B. Minderheitensprachen, Dialekte). Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragestellungen im Zusammenhang mit Migration und Mehrsprachigkeit in der Schweiz bzw. im deutschsprachigen Raum.
Center for Eastern European Studies (CEES)
Das Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich ist ein politikorientiertes Forschungszentrum, das sich mit aktuellen Fragen Osteuropas befasst. Das CEES stellt über Open-Access-Publikationen, die Durchführung von Tagungen, Öffentlichkeitsarbeit und Beratung Orientierungswissen für Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sowie für eine interessierte Öffentlichkeit bereit.