Jahresbericht 2012 der Präsidentin
Jahresbericht der Präsidentin 2012
i) Wissenschaftliche Tätigkeiten
Kongress
Der Jahreskongress 2012 der SVPW fand an der Universität Luzern statt. Die Plenumsveranstaltung, für die als Keynote-Speakers Prof. Amrita Narlikar (Cambridge University), Prof. Joseph Nye (Harvard University) und Prof. Duncan Snidal (Oxford University) gewonnen werden konnten, widmete sich den aktuellen Machtverschiebungen im internationalen System. Im Rahmen des Kongresses tagten 12 Arbeitsgruppen der SVPW. Mit insgesamt rund 250 Teilnehmern war dies bisher der grösste Jahreskongress der Vereinigung.
Publikationen
Hauptpublikation der Vereinigung ist nach wie vor die Schweizerische Zeitschrift für Politikwissenschaft. Das Herausgeberteam um Prof. Cédric Dupont (IUHEID, Genf) und Prof. Florence Passy (Universität Lausanne) brachte im zweiten Jahr die Zeitschrift mit dem neuen Verleger Wiley Blackwell heraus. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten mit der Akquirierung von qualitativ hochwertigen Manuskripten hat sich die Lage im zweiten Halbjahr stabilisiert. Die Herausgeber haben die Attraktivität der Zeitschrift auch mit neuen Publikationsformaten verbessert wie Debatten (z.B. zum Arabischen Frühling in Heft 18/1), Research Notes, und Virtuellen Special Issues.
Die Vereinigung publiziert auch das Handbuch der Schweizerischen Politikwissenschaft für dessen Neuauflage trotz Abschaffung des betreffenden Budgetpostens bei der SAGW eine einmalige Finanzierung gesichert werden konnte. Die Beiträge waren im Herbst 2012 fällig und das Handbuch sollte 2013 erscheinen.
Schliesslich publiziert die Vereinigung vierteljährlich einen elektronischen Newsletter, welcher an ihre Mitglieder versandt wird. Einzelne Fachinformationen werden regelmässig mithilfe eines Listservers versandt.
ii) Internationale Beziehungen
Nachdem 2011 gleich zwei internationale Kongresse mit den deutsch- und französischsprachigen Partnervereinigungen durchgeführt wurden war 2012 ein relativ ruhiges Jahr. Hervorzuheben ist der bisher alle drei Jahre stattfindende Weltkongress der politikwissenschaftlichen Vereinigungen (International Political Science Association IPSA) in Madrid im Juli 2012. Die SVPW Präsidentin nahm an den einschlägigen Delegierten- und Präsidentenversammlungen statt, eine neue Führungsriege der IPSA wurde gewählt mit Helen V. Milner (Princeton University) als Präsidentin.
Auf kontinentaler Ebene blieb die SVPW aktiv im Kreise der neu gegründeten European Confederation of Political Science Associations (ECPSA).
iii) Ausbildung und Fachinformationen
Am Jahreskongress wurden die zwei Nachwuchspreise der SVPW für den besten Zeitschriftenartikel an Frau Prof. Stefanie Walter (Universität Heidelberg) und für die beste an einer schweizerischen Universität verteidigte Dissertation ex aequo an Prof. Daniel Bochsler und Dr. Nenad Stojanovic (beide Universität Zürich) vergeben.
Die Nachwuchsgruppe der SVPW blieb auch 2012 aktiv, allerdings verzichtete sie dieses Jahr auf die Organisation einer eigentlichen Nachwuchsveranstaltung an der Jahrestagung in Luzern. Für 2013 wurden wiederum Mittel beantragt um an der kommenden Jahrestagung in Zürich eine Veranstaltung für Nachwuchswissenschaftlerinnen durchzuführen.
Fachinformationen werden durch den Listserver, den Newsletter, und die Homepage zentral vom SVPW-Sekretariat regelmässig diffundiert. Einige der Arbeitsgruppen der SVPW betreiben darüber hinaus eigene Listserver.
Schliesslich hat die SVPW auch in 2012 verschiedene studentische Initiativen wie die Simulationen im Rahmen des “National Model United Nations” unterstützt.
iv) Administration
Angesichts des seit mehreren Jahren akkumulierten strukturellen Defizits beschlossen die Mitglieder der SVPW anlässlich der Generalversammlung vom 2. Februar 2012 eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags von bisher 100 CHF auf 150 CHF für Vollmitglieder und von 50 auf 60 CHF für studentische Mitglieder. Die Mitgliedszahl hat leicht abgenommen von 583 in 2011 auf 549 im laufenden Jahr, obwohl an der Jahrestagung einige Neumitglieder gewonnen werden konnten. Die definitive Zahl kann erst nach Abschluss des Finanzjahres genannt werden.
Sandra Lavenex, Luzern, Dezember 2012