Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring

Mit dem Ziel, hervorragende Verdienste um das Theater zu würdigen, hat die Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur 1957 den Hans-Reinhart-Ring erstmals vergeben. Der Ring etablierte sich in der Folge als die bedeutendste dem Theater gewidmete Auszeichnung des Landes.

In einer Vereinbarung mit dem Bundesamt für Kultur hat die SGTK 2014 den Hans-Reinhart-Ring in den neu geschaffenen, mit 100'000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Theater / Hans-Reinhart-Ring überführt. Die Gesellschaft ist weiterhin an der Verleihung dieser höchsten Auszeichnung im Theaterleben der Schweiz beteiligt, indem sie dem Preisträger/der Preisträgerin wie bisher einen speziell hergestellten Ring überreicht.

Theater HORA erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2016

Das Theater HORA in Zürich erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2016. Damit zeichnet das Bundesamt für Kultur, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur, eine Institution aus, die seit 25 Jahren Menschen mit einer geistigen Behinderung professionelles Theaterspielen ermöglicht. Die Auszeichnung wurde in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset im Théâtre de Carouge in Genf verliehen. Die Verleihung der Schweizer Theaterpreise fand zur Eröffnung des 3. Schweizer Theatertreffens statt, zum ersten Mal in der Romandie.
Das Theater HORA erhält den diesjährigen Hauptpreis der Schweizer Theaterpreise für seine umfassende Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen. HORA macht dabei künstlerisch keine Zugeständnisse und ist heute weit über die Landesgrenzen bekannt. Der Theaterpädagoge Michael Elber gründete die Gruppe 1989. Seit 2009 bietet das Theater HORA Menschen mit einer geistigen Behinderung ergänzend eine anerkannte Schauspiel-Ausbildung. Die Produktion «Disabled Theater» des französischen Choreographen Jerôme Bel wurde 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und mit einem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet. Seither tourt das Theater HORA weltweit.

Stefan Kaegi erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2015

Stefan Kaegi, Mitglied des deutschen und schweizerischen Theaterkollektivs Rimini Protokoll, erhält den diesjährigen Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring. Bundesrat Alain Berset übergab ihm die Auszeichnung im Wert von 100'000 Franken; Anne Fournier, Co-Präsidentin der SGTK und Jurymitglied der Schweizer Theaterpreise, überreichte ihm den Ring. Die Verleihung fand am 28. Mai anlässlich der Eröffnung des 2. Schweizer Theatertreffens im Theater Winterthur statt.

Mit Stefan Kaegi und Rimini Protokoll zeichnet das BAK auf Empfehlung der Eidgenössischen Jury Theater Künstler aus, die mit ihrer Arbeit seit mehreren Jahren wesentliche Impulse für die internationale Theaterszene setzen. Neben Kaegi bilden die beiden Deutschen Helgard Haug und Daniel Wetzel das deutsch-schweizerische Kollektiv. Sie gelten als Protagonisten und Begründer eines Reality-Trends im Theater. In Form von Bühnenwerken, aber auch Filmen, Hörspielen, Installationen oder ortsspezifischen Aktionen ermöglichen sie ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit.

Omar Porras gewinnt den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2014

Auf Empfehlung der Eidgenössischen Jury für Theater wird Omar Porras, Gründer und Leiter des Teatro Malandro in Genf, mit dem Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2014 geehrt.

In Anwesenheit von Herrn Bundesrat Alain Berset hat das Bundesamt für Kultur erstmals die Schweizer Theaterpreise vergeben. Die Verleihung fand am 22. Mai 2014 im Rahmen des 1. Schweizer Theatertreffens im Theater Winterthur statt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 100'000 Franken dotiert. Ausserdem hat der Preisträger von einer Vertretung der SGTK einen für ihn hergestellten Ring erhalten.

Mit Omar Porras zeichnet das BAK eine Persönlichkeit und eine künstlerische Karriere aus, die auch auf internationaler Ebene massgeblich zum Ansehen des Schweizer Theaterschaffens beiträgt. Das Teatro Malandro ist eine derjenigen Schweizer Theatercompagnien, die weltweit am meisten tourt. Porras, geboren 1963 in Kolumbien, arbeitet seit 1990 in Genf. Mit seinem Teatro Malandro übersetzt er oftmals Klassiker in einen ausdrucksstarken, spartenübergreifenden und populären Theaterstil.

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