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In Andenken an Dimitri

Dimitri (1935-2016)
Im Alter von 80 Jahren ist am 19. Juli 2016 Dimitri, der grosse Clown, verstorben. Die Schweiz verliert mit Dimitri einen Bühnenkünstler, der sich im kulturellen Selbstverständnis – und in den Herzen – von Generationen einen festen Platz geschaffen hat.
Im Jahr 1976 ist Dimitri mit dem Hans-Reinhart-Ring, der bedeutendsten Auszeichnung im Theaterleben der Schweiz, ausgezeichnet worden. Die SGTK hat mit dieser Ehrung einen Künstler gewürdigt, der Menschen aller kulturellen Orientierungen, aller Sprachregionen und aller Altersgruppen erreicht hat, sei es mit seinen Soloprogrammen, als Gast beim Zirkus Knie oder, im Duett mit Roberto Maggini, mit canti popolari nel Ticino.
Dimitri war der poetische Clown des Staunens. Dieser Clown verfängt sich in allen Dingen; er zeigt, wie es ist, wenn man nicht geschickt, nicht gewandt sein muss, dafür immer arglos sein darf, immer strahlend verwundert, wenn das Einfachste gelingt – und es entsteht eine Vision leichtester, freiesten, flüchtigsten Glücks.
1975 hat Dimitri die Scuola Teatro Dimitri in Verscio gegründet, die heutige Accademia Teatro Dimitri mit Fachhochschulstatus. Aus dieser Theaterhochschule gehen Bühnenkünstlerinnen und Bühnenkünstler hervor, die Dimitris Ästhetik des Spiels, der Bewegung, des Komischen in die Welt tragen.
Zeitlebens war Dimitri von Bühne zu Bühne unterwegs, zuletzt mit dem Familienprogramm „DimiTRIgenerations“. Nun ist sein Platz auf der Bühne leer. Aber sein Lächeln bleibt. Die Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur wird Dimitri ein ehrendes Andenken bewahren. Sie spricht seinen Angehörigen ihr tief empfundenes Beileid aus. 

Theater HORA

Theater HORA bekommt Hans Reinhart Ring 2016

Das Theater HORA in Zürich erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2016. Damit zeichnet das Bundesamt für Kultur, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur, eine Institution aus, die seit 25 Jahren Menschen mit einer geistigen Behinderung professionelles Theaterspielen ermöglicht. Die Auszeichnung wurde in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset im Théâtre de Carouge in Genf verliehen. Die Verleihung der Schweizer Theaterpreise fand zur Eröffnung des 3. Schweizer Theatertreffens statt, zum ersten Mal in der Romandie.

Das Theater HORA erhält den diesjährigen Hauptpreis der Schweizer Theaterpreise für seine umfassende Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen. HORA macht dabei künstlerisch keine Zugeständnisse und ist heute weit über die Landesgrenzen bekannt. Der Theaterpädagoge Michael Elber gründete die Gruppe 1989. Seit 2009 bietet das Theater HORA Menschen mit einer geistigen Behinderung ergänzend eine anerkannte Schauspiel-Ausbildung. Die Produktion «Disabled Theater» des französischen Choreographen Jerôme Bel wurde 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und mit einem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet. Seither tourt das Theater HORA weltweit.

Spielwiesen des Globalen: 2. Band der Reihe "itw: im dialog" erschienen

»itw : im dialog« wirft in regelmäßig erscheinenden Ausgaben einen Blick auf Ästhetiken, Tendenzen und Themen des internationalen Gegenwartstheaters.

Der zweite Band, das Buch zum Symposium »itw : im dialog – Spielwiesen des Globalen«, reflektiert die Funktion von internationalen Theaterfestivals, Gastspielhäusern und spezifischen Theaterproduktionen. Im Fokus stehen hierbei die ästhetischen, kulturpolitischen sowie die gesellschaftlichen Dimensionen des gegenwärtigen Theaters.

Das Buch versammelt Vorträge, Gespräche mit KünstlerInnen und Aufführungsanalysen zeitgenössischer Inszenierungen und Performances von Christophe Meierhans, Ontroerend Goed, Robbert&Frank/Frank&Robbert, Schick/Gremaud/Pavillon, Tom Struyf, TricksterP und White on White. 

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Interdisziplinäres Theaterkolloquium an der Universität Lausanne

Vom 13. bis 15. Oktober 2016 findet an der Universität Lausanne eine Tagung zum Thema „Le penser de la scène. La recherche de l’homme entier et ses figures de la totalité“ statt. Die interdisziplinäre Tagung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Philosophie, Theaterwissenschaft und Theater. Die Tagung wird in französischer Sprache durchgeführt.

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Tagung "Portraits de spectateurs de théâtre"

Vom 14. bis 15. April 2016 findet an der Uni Lausanne eine Tagung zum Thema "Portraits de spectateurs de théâtre: faire oeuvre de réception". Diese Tagung wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGKT) und von der SAGW unterstützt. Bekannte Forscher aus dem französischen Raum nehmen teil. Sie referieren und debattieren über die Rolle und die Funktion des Zuschauers heute und in der Geschichte.

L Link zur Webseite der Tagung

Jahresversammlung 2016 am 21. Mai in Bern

Die ordentliche Jahresversammlung der SGTK findet dieses Jahr am 21. Mai um 15h00 am Theater Effingerstrasse in Bern statt. Thema u.a. dieses Jahr wird das grosse Jubiläumsjahr 2017: 90 Jahre SGTK, 60 Jahre Hans-Reinhart-Ring, 25 Jahre ITW Bern. Wir stellen unsere Pläne vor! Die Mitglieder der SGTK bekommen eine detaillierte Einladung.

Schweizer Theatertreffen 2016 in Genf

Das 3. Schweizer Theatertreffen findet dieses Jahr vom 26. bis 29. Mai in Genf statt. Am 26. Mai wird das Bundesamt für Kultur mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) das Grand Prix Theater / Hans Reinhart Ring 2016 ankündigen und verleihen. Während vier Tagen sind die sieben besten Schweizer Theaterstücke des vergangenen Jahres in vier Genfer Theaterhäusern zu sehen.

L Programm 2016

Das Schweizer Theater-Jahrbuch 2015 über Rimini Protokoll ist erschienen!

Am 15. Dezember 2015 hat die SGTK in der Kaserne Basel den druckfrischen Band ihrer Reihe MIMOS. Schweizer Theater-Jahrbuch präsentiert. Die viersprachige Publikation ist der bahnbrechenden Arbeit des Theaterkollektivs Rimini Protokoll gewidmet, das mit dem Schweizer Grand Prix Theater / Hans-Reinhart-Ring 2015 geehrt wurde. Im Rahmen der Buchvernissage wurde auch eine Filmdokumentation zum interaktiven Projekt Welt-Klimakonferenz von Rimini Protokoll gezeigt. Stefan Kaegi, Mitglied des Kollektivs, diskutierte im Anschluss an den Film mit dem Publikum. Die Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur und der Kaserne Basel organisiert. 

L Impressionen der Buchvernissage in der Kaserne Basel

Erster Band der Reihe itw : im dialog - Forschungen zum Gegenwartstheater online verfügbar

Der erste Band Arbeitsweisen im Gegenwartstheater der neuen theaterwissenschaftlichen Reihe itw : im dialog – Forschungen zum Gegenwartstheater, hg. von Beate Hochholdinger-Reiterer (ITW, Universität Bern), steht ab sofort auf der Plattform BOP (Bern Open Publishing) als Open Access zur Verfügung.

Arbeitsweisen im Gegenwartstheater, hg. von Beate Hochholdinger-Reiterer, Mathias Bremgartner, Christina, Kleiser und Géraldine Boesch, ist das Arbeitsbuch zum Symposium itw : im dialog – Arbeitsweisen im Gegenwartstheater, das im Mai 2014 vom Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur und dem Berner Theaterfestival AUAWIRLEBEN organisiert wurde.

Der Band versammelt Vorträge, Gespräche mit Künstler/innen sowie Aufführungsanalysen zeitgenössischer Inszenierungen aus der Ausgabe 2014 von AUAWIRLEBEN. Mit Beiträgen von Annemarie Matzke, Barbara Gronau, Sandra Umathum, Philipp Schulte, Karin Nissen-Rizvani und Gesprächen mit Alexander Devriendt und Joeri Smet (Ontroerend Goed), Sebastian Brünger (Rimini Protokoll), Tomas Schweigen (FADC/Theater Basel) und Sabine Harbeke (Autorin/Regisseurin).

L Hier können alle Beiträge kostenlos abgerufen werden
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