Balzan-Preis-Blog

Thursday 09. November 2017

Warum das Erbe Eugenio Balzans das kulturelle Gedächtnis der Wissenschaft prägt

Soeben gelesen im SAGW-Blog: Bina Agarwal, Professorin für Entwicklungsökonomie und Umwelt der Universität Manchester (UK) konnte aufzeigen, wie sich die Benachteiligung der Frauen auf die Gesellschaft auswirkt. Dabei stellte die gebürtige Inderin die Familienmodelle in Frage und suchte nach sozialen Normen und Eigentumsverhältnisse, welche die Verhandlungsmacht von Frauen verbessern. Die Ökonomin hat mit ihren Studien in den Disziplinen Gender und Entwicklung neue politische Wege entwickelt: 2005 wurde sogar das Hindu-Erbrecht in Indien zugunsten der Frauen reformiert. Agarwals Arbeiten beweisen ebenfalls, dass das Erbrecht der Frauen eine signifikante Abschreckung gegen eheliche Gewalt bedeutet. Bina Agarwal wird am 17. November im Bundeshaus im Beisein von Bundesrätin Leuthard mit sechs anderen Forschenden den internationalen Balzan-Preis überreicht.

Bina Agarwal, eine gebürtige Inderin stellte in ihren Studien die Familienmodelle in Frage und suchte nach sozialen Normen und Eigentumsverhältnisse, welche die Verhandlungsmacht der Frauen verbessern. Die Ökonomin hat mit ihren Arbeiten in den Disziplinen Gender und Entwicklung neue politische Wege entwickelt: 2005 wurde sogar das Hindu-Erbrecht in Indien zugunsten der Frau reformiert. Agarwals Arbeiten beweisen ebenfalls, dass das Erbrecht der Frauen eine signifikante Abschreckung gegen eheliche Gewalt bedeutet. Bina Agarwal wird am 17. November im Bundeshaus im Beisein von Bundesrätin Leuthard mit sechs anderen Forschenden den internationalen Balzan-Preis überreicht. Passend zu Agarwals Engagement stammt der Balzan-Preis aus dem Erbe einer Frau: Angela Lin Balzan gründete 1961 mit den 31 Millionen Franken, die sie von ihrem Vater Eugenio Balzan erbte, eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaft.
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