Welche Religion(en) für unsere Gesellschaft

Freitag 21. März 2014 — UniS, Bern

Welche Religion(en) für unsere Gesellschaft? Perspektiven aus Wissenschaft, Medien, Politik

SAGW

Religion ist eine interessante und nicht selten auch eine kontrovers diskutierte Thematik, mit der sich viele akademische Disziplinen beschäftigen. Religion war und ist Thema vieler Forschungsprojekte (siehe u.a. das Nationale Forschungsprogramm, NFP 58), weil sie verschiedene wissenschaftliche Zugänge ermöglicht. Religion ist nicht zuletzt ein zentrales Thema in den Medien und in politischen Debatten. Durch die Säkularisierung, die gestiegene Mobilität, die wachsende Globalisierung und schwelende oder offene Konflikte haben sich in den zeitgenössischen Gesellschaften religiöse Konstellationen gebildet und (neue) Zugehörigkeiten ergeben, die zu neuen Fragen und Spannungen führen, und welche nach einer intensiven Auseinandersetzung mit Religion verlan-gen.

In Anlehnung an ihre Grundaufgabe, die Leistung der Sozial- und Geisteswissenschaften hervorzuheben, die verschiedenen Richtungen akademischer Arbeit zu vernetzen und Vermittlungsarbeit zu aktuellen Themen zu leisten, lädt die SAGW zu einem Austausch unter verschiedenen Akteuren unter anderem aus Wissenschaft, Politik, den Medien und dem Kunstbereich ein, welche sich in ihrem beruflichen Alltag mit Religion beschäftigen. Ziel der Tagung ist es, die Diskussion und den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Tätigkeitsbereichen zu fördern, aber auch das Publikum mit in die Debatte einzubeziehen.

Ziele

Die Tagung beabsichtigt

  • die Bedeutung von Religionsforschung hervorzuheben und plausibel zu machen;
  • die unterschiedlichen Fachrichtungen und Beiträge der Religionsforschung untereinander zu vernetzen;
  • die Notwendigkeit der Anschlussfähigkeit disziplinärer Zugänge zu debattieren;
  • die Relevanz von Interdisziplinarität aufzuzeigen;
  • auf die Wechselwirkung zwischen den Phänomenen, den medialen und politischen Debatten und den wissenschaftlichen Zugängen im Bereich von Religion hinzuweisen;
  • die Herausforderungen dieser Wechselwirkungen für die Religionsforschung anhand zweier Themenschwerpunkte (Religion und Politik sowie Religion, Kunst und Medien) zu vertiefen.

Aufbau

Anlässlich unserer Tagung stehen die Rolle und die Leistung der Religionsforschung im Panorama der heutigen Gesellschaft im Zentrum. Wir fragen konkret nach, welche Themen die Disziplinen behandeln, die sich mit Religion auseinandersetzen, und in welche Richtungen sich die For-schungsagenden in Zukunft entwickeln werden. Auch die verschiedenen und zum Teil kontrastierenden Perspektiven auf Religion werden thematisiert: wissenschaftliche, mediale und politische Zugänge prägen viele der heutigen Debatten zu Religion auf unterschiedliche Weise. Die Tagungsteilnehmenden haben am Vormittag die Möglichkeit, diese Punkte anlässlich dreier World-Cafés mit den Referenten vertieft zu diskutieren.

Der Nachmittag widmet sich zwei thematischen Schwerpunkten: einerseits dem Verhältnis zwischen Religion und Politik und andererseits demjenigen zwischen Religion, Medien und Kunst. In zwei moderierten Sektionen nehmen ausgewählte Vertreter aus der Politik, der Medienwelt sowie dem Kunstbereich Stellung zu einem einführenden Kurzreferat aus wissenschaftlicher Perspektive. Es folgt eine Diskussion mit dem Publikum.

Der letzte Teil unserer Veranstaltung bietet eine Synthese des Tages mit einem Ausblick auf weitere Forschungsprojekte und offene Fragen.

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