Menschenrechte

Veranstaltungsreihe Menschenrechte

Philosophische Gesellschaft Bern

Die Menschenrechte wurden nach der humanitären Katastrophe des 2. Weltkriegs erstmals in internationalen Abkommen verbindlich festgeschrieben und seither in vielfältiger Weise weiter entwickelt und institutionalisiert. Neben klassischen Rechten wie dem Folterverbot oder der Religionsfreiheit werden heute Rechte anerkannt, die sich zum Beispiel auf Bildung, Arbeit und sexuelle Identität beziehen. Über die Einhaltung der Menschenrechte wachen Gerichtshöfe wie der EMRK und eine ganze Reihe nationaler und internationaler Menschrechtsorganisationen.

Unterschiedliche Auffassungen

Im Völkerrecht und in der Regel auch philosophisch werden die Menschenrechte als universell verstanden, also als Rechte, die alle Menschen in gleicher Weise haben. Andere Stimmen halten dem entgegen, dass es Sache der verschiedenen Kulturen und Staaten ist, zu entscheiden, wie sie die Menschenrechte verstehen und institutionalisieren möchten.

Diskussion

In der Veranstaltungsreihe werden diese unterschiedlichen Sichtweisen aus philosophischer, rechtlicher und historischer Sicht diskutiert. Fragen zu Menschenrechten sind in der Diskussion über die für die Schweiz verbindlichen Sustainable Development Goals dringlich. Nachhaltige Entwicklung ist ohne eine adäquate Berücksichtigung der Menschenrechte nicht denkbar.

Donnerstag 11. Oktober 2018 18.15-20.00 Uhr — Unitobler, Universität Bern

Gibt es ein Menschenrecht auf Migration? Eine kontroverse Diskussion

Philosophische Gesellschaft Bern, Veranstaltungsreihe zu den Menschenrechten

Referenten:
Dr. Andreas Cassee, Institut für Philosophie, Universität Bern
Prof. Dr. Reinhard Merkel, Seminar für Rechtsphilosophie, Universität Hamburg

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Donnerstag 01. November 2018 18.15-20.00 Uhr — Unitobler, Universität Bern

Der Islam und die Gestaltung von Menschenrechten. ­Herleitung, Setzung und Rechtfertigung

Philosophische Gesellschaft Bern, Veranstaltungsreihe zu den Menschenrechten

Referent: Prof. Dr. Reinhard Schulze, Institut für Islamwissenschaften, Universität Bern

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Donnerstag 22. November 2018 18.15-20.00 Uhr — Unitobler, Universität Bern

Wer sollte wählen dürfen? Zum (Meschen)recht auf politische Mitbestimmung

Philosophische Gesellschaft Bern, Veranstaltungsreihe zu den Menschenrechten

Referentin: Prof. Dr. Anna Goppel, Institut für Philosophie, Universität Bern

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Vergangene Veranstaltungen

Donnerstag 08. März 2018 19.00-21.00 Uhr — Universität Bern, Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4, Raum 120

Menschenrechte – Schweizer Perspektiven: Podiumsdiskussion

Philosophische Gesellschaft Bern in Kooperation mit dem Masterstudiengang Political; Legal, and Economic Philosophy der Universität Bern

Referierende:
Prof. Dr. Bernd Ladwig, Otto-Suhr Institut, Freie Universität, Berlin
PD Dr. Lorenz Engi, Universität St. Gallen
Patrick Walder, Amensty International
Moderation: Catherine Newmark (Deutschlandfunk Kultur, Philosophie Magazin)

In der Podiumsdiskussion werden Fragen zu Menschenrechten besonders auf die Situation in der Schweiz bezogen. In welcher Weise soll sich die Schweiz an den internationalen Menschenrechtsinstitutionen beteiligen und sich diesen gegenüber verpflichten? Ist sie überhaupt berechtigt, dies frei zu entscheiden? Wie ist die historische Rolle der Schweiz in der Entwicklung der Menschenrechte zu bewerten? Wo liegen heute die besonderen Herausforderungen für die Schweizer Menschenrechtspolitik? Die Podiumsdiskussion ist die kick off Veranstaltung für die anschließende Vortragsreihe.

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Donnerstag 12. April 2018 18.15-20.00 Uhr — Unitobler, Universität Bern, Lerchenweg 36, Raum F-122

In welchem Sinne sind Menschenrechte Rechte?

Philosophische Gesellschaft Bern, Veranstaltungsreihe zu den Menschenrechten

Referent: Prof. Dr. Marks Stepanians, Institut für Philosophie, Universität Bern

Der Vortrag verteidigt die These, dass Menschenrechte rein moralische Rechte sind, die alle Menschen schon deshalb haben, weil sie Menschen sind. Als solche ist ihre Existenz von äusseren Akten legislativer Setzung, Verleihung oder Zuweisung - sei es durch Staaten oder Götter - vollkommen unabhängig.

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Donnerstag 03. Mai 2018 18.15-20.00 Uhr — Unitobler, Universität Bern, Lerchenweg 36, Raum F-122

Menscherechte sind nicht unsere Rechte – Menschenrechte als Rechte der Anderen

Philosophische Gesellschaft Bern, Veranstaltungsreihe zu den Menschenrechten

Referent: Prof. Dr. Martino Mona, Lehrstuhl für Strafrecht und Rechtsphilosophie, Universität Bern

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