Newsletter Februar 2019 – SAGW

SAGW – ASSH

Die SAGW informiert über Twitter (https://twitter.com/SAGW_CH) und stellt Meinungen im SAGW-Blog (www.sagw.ch/blog) zur Diskussion.

Neue Publikation «Internationale Kooperation und Vernetzung in den Geisteswissenschaften»
Heute gilt in den Wissenschaften das Attribut «international» per se als Qualitätsmerkmal. Doch was ist unter Internationalität in den Wissenschaften zu verstehen? Wie differenziert sich diese in unterschiedlichen Fachbereichen und Aktivitäten aus? Welche hochschulpolitischen Erwartungen und Versprechen gehen mit Internationalisierung der Wissenschaften einher?
Der Bericht «Internationale Kooperation und Vernetzung in den Geisteswissenschaften» erfasst die filigranen Netzwerke und vielschichtigen Kooperationsformen der Geistes- und Sozialwissenschaften über die Landesgrenzen hinaus. Grundlage war eine explorative Studie im erweiterten Umfeld der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften. Marlene Iseli, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der SAGW und Autorin des Berichts, kommt zum Schluss, dass Internationalität ein relatives und von anderen Gesichtspunkten abhängiges Gütekriterium ist und damit nur eines von mehreren kontextabhängigen Kriterien zur Beurteilung von Qualität in der Forschung darstellt. Wie sich die Prozesse der Wissensgenese zwischen verschiedenen Akteuren ausgestalten, ist letztlich wohl nur durch qualitative Forschungsansätze zu rekonstruieren.

Iseli, Marlene (2019): Internationale Kooperation und Vernetzung in den Geisteswissenschaften (Swiss Academies Reports 14, 3). DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.2537674

Die Publikation können Sie im Generalsekretariat der SAGW kostenlos beziehen.
Die digitale Ausgabe steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung: http://www.sagw.ch/de/sagw/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/publis-wiss-pol.html

Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag «Internationalität der Wissenschaften im Ländervergleich – fast schon etwas widersprüchlich» von Dr. Marlene Iseli im SAGW-Blog: https://wissenschaftskultur.blogspot.com/2019/02/internationalitat-der-wissenschaften-im.html


«Soziale Innovation» – Bulletin 01/2019 ist erschienen

Das Schlagwort «Innovation» dominiert seit rund einer Dekade die Forschungsförderung. Gemeint ist damit in erster Linie technologische Innovation: Man denkt an digitale Technologien, Produkte, Patente und Wirtschaftswachstum und eher nicht an «Soziale Innovation», nicht an das Know-how aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, nicht an nachhaltigen Konsum oder an neue Formen kooperativen Wirtschaftens. Das Dossier des neuen SAGW-Bulletins gibt einen vielstimmigen Einblick in das Feld Sozialer Innovationen aus der Perspektive von Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Lassen sich soziale Innovationen messen? Wie könnten sie gefördert werden? Wie findet der Begriff Verwendung in den Umweltwissenschaften oder in der Kreativwirtschaft?

Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag «Die Krux mit der Innovation» von Dr. Heinz Nauer im SAGW-Blog: https://wissenschaftskultur.blogspot.com/2019/02/die-krux-mit-der-innovation.html

Das Thema «Innovation» beschäftigt die SAGW schon länger. 2018 publizierte sie einen Werkstattbericht zum Thema: «Innovation – Anregungen / Impulse aus den Geistes- und Sozialwissenschaften». Er steht hier als Download zur Verfügung: www.sagw.ch/de/sagw/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/publis-schwerpunkte/publis-wiss-tech.html

Die schlechte Einbindung der Geistes- und Sozialwissenschaften in die Innovationsförderung wird im Bericht « L’apport des sciences humaines et sociales à l’innovation », den die SAGW initiierte, zum Thema werden. Er ist in Vorbereitung und soll 2020 publiziert werden.


Nouvelle publication « Sustainable Development and World Heritage Site Management in Switzerland »
Dans ce rapport, publié par l’Académie suisse des sciences naturelles SCNAT, Peter Bille Larsen résume les principales conclusions d’un sondage sur les préoccupations centrales identifiées par les gestionnaires des sites inscrits sur la liste du patrimoine mondial de l’UNESCO et d’autres parties prenantes dans le contexte suisse. Il présente les résultats de la recherche en termes de perception des problèmes et des défis relatifs à la durabilité et examine les expériences liées au développement durable et les modalités d’action dans ce domaine. Cette publication prolonge les réflexions et le dialogue initié à l’occasion de la manifestation « Quelles perspectives pour la durabilité dans les sites inscrits au patrimoine mondial en Suisse ? », que la Société suisse d’ethnologie (SSE-SEG) a organisée en collaboration avec la Commission suisse pour l’UNESCO le 4 juin 2018 au Laténium dans le cadre de la série « Les multiples facettes du patrimoine » de l’ASSH.

Larsen, Peter Bille (2019) : Sustainable Development and World Heritage Site Management in Switzerland : Perceptions and Priorities (Swiss Academies Communications 14,4). DOI : doi.org/10.5281/zenodo.1494842

Le rapport peut être téléchargé ici :
https://naturwissenschaften.ch/service/publications/110030-sustainable-development-and-world-heritage-site-management-in-switzerland

En plus du rapport, une courte vidéo a été produite. Vous la trouverez ici : https://vimeo.com/318541385


Rückblick auf den Round Table «Next Generation»
15. Februar – Haus der Akademien, Bern
Die SAGW publizierte im vergangenen Jahr mehrere Berichte, die sich mit verschiedenen Facetten der Förderpolitik im Schweizer Hochschulsystem befassen. Zusammen ergeben diese Berichte ein grösseres Ganzes, in dem Problemlagen zunehmend konkret werden. Auf dieser Grundlage diskutierten am 15. Februar rund 30 Akteurinnen und Akteure der Schweizer Hochschulpolitik an einem Round Table im Haus der Akademien in Bern mögliche Massnahmen, um die Potenziale der Geistes- und Sozialwissenschaften besser zu nutzen. Denn zurzeit würden die genuinen Kompetenzen und Untersuchungsgegenstände der Geistes- und Sozialwissenschaften vor allem in der Programmförderung zu wenig berücksichtigt. Auch fehle es in der Förderpolitik an einem Innovationsverständnis, das auch der sozio-kulturellen Wertschöpfung Rechnung trägt. Gegenwärtig werden konkrete Empfehlungen zuhanden der Träger und Organe der Bildung, Forschung und Innovation ausgearbeitet. Geplant ist, die Empfehlungen Anfang Mai zu publizieren.


Discussion : « Third space – l’enseignement et la recherche en tant que performance collective »
22 mars 2019 – Hotel Ador, Berne
Délai d’inscription : 15 mars

En 2018, l’ASSH a publié le rapport « Next Generation : pour une promotion efficace de la relève ». Cette publication examine la question de savoir quel personnel hautement qualifié est nécessaire dans le système scientifique et quels parcours professionnels sont ouverts aux spécialistes hautement qualifiés en dehors des chaires professorales. Le rapport a été bien accueilli. Plusieurs destinataires ont cependant souligné le danger que de nouveaux postes dans le « third space » puissent servir de voie de garage, tandis que d’autres ont exprimé l’inquiétude que le « third space », situé entre la science et l’administration, puisse prendre de l’ampleur au détriment des activités de recherche et d’enseignement. L’événement du 22 mars à Berne vise à élargir la réflexion sur le concept de « third space », c'est-à-dire d’aller dans la discussion au-delà des profils classiques de l’administration scientifique et d’identifier ainsi les nouvelles positions. L’intervention principale sera donnée par Celia Whitchurch de l'University College of London. La langue principale de la manifestation sera donc l'anglais, mais les contributions à la discussion en allemand ou en français seront bien entendu également les bienvenues.

Souhaitez-vous participer à la discussion ? Nous serions ravis de vous accueillir à cet événement. Pour des raisons d'organisation, nous vous demandons de vous inscrire jusqu’au 15 mars : www.sagw.ch/fr/sagw/veranstaltungen/vst-2019-sagw/ThirdSpace.html


Sacha Zala erhält den Bündner Kulturpreis

Sacha Zala setzt sich seit Jahrzehnten engagiert für die italienische Sprache in Graubünden ein. Ab 1999 war er Vizepräsident, zwischen 2005 und 2013 Zentralpräsident der sprach- und kulturpolitischen Vereinigung «Pro Grigioni Italiano». Unter anderem für dieses Engagement wird er nun von der Bündner Kantonsregierung ausgezeichnet und erhält den mit 30'000 Franken dotierten Bündner Kulturpreis. Sein Wirken sei «geprägt von einer tiefgründigen italienischbündnerischen Seele», heisst es in der offiziellen Mitteilung. Zala selbst sagte gegenüber SRF im Interview, Preise seien «immer unverdient». Und: «Ich hatte immer Angst als Querulant angesehen zu werden.» Sacha Zala ist Direktor des SAGW-Unternehmens Dodis und Titularprofessor für Schweizer und Neueste allgemeine Geschichte an der Universität Bern. Die Auszeichnung wird ihm im Rahmen einer Feier am 29. Juni in Brusio überreicht.

Ein Radiointerview mit Sacha Zala (12 Minuten) finden Sie hier: www.srf.ch/news/regional/graubuenden/buendner-kulturpreis-historiker-sacha-zala-geehrt?fbclid=IwAR3P3V2FSHhYtxtHP2EG_r5yyrYQT2qbc6EvalXFQcBSzQ7a8-zBJIiaSVE

Lesen Sie auch den Beitrag «Nur wer die Vergangenheit versteht, kann auch die Zukunft gestalten» im Blog des EDA über den Besuch von Bundesrat Ignazio Cassis bei der Forschungsstelle Dodis:
www.interactive.eda.admin.ch/blog/Lists/Posts/Post.aspx?ID=189&pk_campaign=blog-promotion&pk_kwd=socialmedia

L
esense GmbH