Nachhaltige Ressourcenverwendung

Nachhaltige Ressourcenverwendung

Die Ressourcenproblematik kann nicht allein technisch bewältigt werden, darüber besteht ein breiter Konsens. Es gilt, das Verhältnis zwischen der gesellschaftlichen Ordnung und der Ressourcennutzung zu untersuchen, insbesondere in Bezug auf das individuelle Verhalten, die auf gesellschaftlicher Ebene wirksamen Strukturen sowie die politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen.

Verhaltens- und Individualebene
Auf der Verhaltens- und Individualebene sind Werte, Einstellungen, Interessen, Wissen und Anreize in ihren Auswirkungen auf Bedürfnisse, Konsum, Lebensstil und damit den Ressourcenverbrauch zu untersuchen. Nebst der Effizienz gilt es in einer nachhaltigen Gesellschaft auch Suffizienz zu berücksichtigen. Suffizienz bezeichnet einen sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zugunsten ihres Erhalts auch für nachfolgende Generationen.

Gesellschaftliche Ebene
Auf gesellschaftlicher Ebene sind gewachsene Strukturen, die Pfadabhängigkeiten begründen sowie die Organisation von Material- und Stoffflüssen (Kreislaufwirtschaft, Cradle-to-Cradle-Wirtschaft) von Interesse. Nur wenn diese Pfadabhängigkeiten aufgebrochen und die Material- und Stoffflüsse so organisiert werden, dass die gesamte Wertschöpfungskette, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung des Produkts, in den Recyclingprozess einfliessen, entstehen kreislauffähige Produkte und Prozesse, welche die Umwelt schonen, für die Menschen gesund sind und zudem wirtschaftlichen Erfolg bringen (Environmental Humanities).

Bisherige Aktivitäten

2015: World Resources Forum, Davos: 11.-16. Oktober 2015
2015: Workshop eco-naturkongress, Basel «Gut leben: Mit Suffizienz gegen Verschwendung»
2015: Tagung, Basel «Nachhaltige Ressourcennutzung – Von der Evidenz zur Intervention»
2014: World Resources Forum, Arequipa (Peru)
2013: World Resources Forum, Davos
2013: Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie «Ungleichheit und Integration in der Krise»: «Social Inequality and Environmental Justice / Soziale Ungleichheit und Umweltgerechtigkeit»
2012: World Resources Forum, Peking
2012: Studie Schmid & Stauffacher

Wichtig

  • Unterstützung und langfristige Stärkung der an den verschiedenen Universitäten vor-handenen Forschungsvorhaben geistes- und sozialwissenschaftlicher Netzwerke, welche sich mit der Ressourcenfrage auseinandersetzen;
  • Sichtbarkeit, Vernetzung und Stärkung dieses Forschungsbereichs;
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Forschungsagenda der geistes- und sozialwissen-schaftlichen Forschung zur Ressourcenthematik in der Schweiz.

Instrumente und Mittel
Förderungsprogramme des Schweizerischen Nationalfonds (SNF): Sinergia, NCCR North-South (Uni Bern), Nationale Forschungsprogramme (NFP)

Kontakt

Dr. phil. Manuela Cimeli

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sektion 3

SAGW
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern

manuela.cimeli [at] sagw.ch

++41 (0)31 306 92 50/53

Studie

Stand der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung zur Ressourcenverwendung

Eine Studie zur sozial- und geisteswissenschaftlichen Ressourcenforschung in der Schweiz. Von Dr. Michael Stauffacher und Dr. Franziska Schmid, ETH Zürich, im Auftrag der SAGW

Ergebnisse der Studie
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