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Donnerstag, 17. Mai 2012






Studia philosophica


Studia philosophica 68/2009

Formen der Irrationalität | Formes d'irrationalité

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Schwabe Verlag 2009.

Über den Inhalt:

Eine der großen Herausforderungen der Philosophie als Sachwalterin der Vernunft ist die Tatsache, dass menschen sich nicht immer rational oder gar irrational zu verhalten pflegen. Zu dem von menschen hervorgebrachten Irrationalen gehören Phänomene wie Irrtum und das Versäumnis der Irrtums- vermeidung, Selbsttäuschung, Wunschdenken und Willensschwäche. Diese Phänomene sind von unterschiedlicher Natur: Während man von Irrtum und Täuschung sagen kann, dass sie uns unterlaufen oder dass wir ihnen erliegen, und sie sich aufzulösen pflegen, sobald wir sie erkennen, scheinen Phäno- mene wie Willensschwäche und Selbsttäuschung nicht einmal auf konsistente Weise beschreibbar, geschweige denn erklärbar zu sein; denn was sind das für mentale Zustände, in denen einer etwas glaubt, was er nicht glaubt, oder genau das tut, was er für falsch hält? Dieses Problem verfolgt die Philosophie seit ihren Anfängen und es ist in jüngerer Zeit – nicht zuletzt wohl im Zuge der erhöhten Rationalitätsansprüche der analytischen Philosophie – erneut wieder virulent geworden. Es fordert uns einmal mehr heraus, uns klarer zu werden sowohl über die normativen Rationalitätsansprüche, die wir – berech- tigterweise – erheben, wie auch über unser Vermögen, diesen Rationalitäts- ansprüchen nachzukommen.
Die Schweizerische Philosophische Gesellschaft hat sich von dieser – für unser menschliches Selbstverständnis grundlegenden – Thematik herausfor- dern lassen und sie im Jahr 2008 unter dem Titel «Formen der Irrationalität» zum Gegenstand eines an der Universität Bern durchgeführten Symposions gemacht, mit Beitragenden und eingeladenen Referenten nicht nur aus der Philosophie, sondern auch aus den von dieser Frage nicht weniger angespro- chenen Disziplinen wie der Psychologie, der Ökonomie und der rationalen Entscheidungstheorie.
Der 68. Band der Studia Philosophica nimmt diese Thematik auf. Die Bei- träge in diesem Band sind überarbeitete Fassungen von Symposionsvorträgen. Aus Anlass des 25. Todestages von Hans Kunz hat sich Hans Saner in ei- nem Festvortrag vor der Hans-Kunz-Gesellschaft mit dem Verhältnis zwischen Hans Kunz und Karl Jaspers auseinandergesetzt. Wir haben zur Würdigung
von Hans Kunz den Vortrag von Hans Saner in diesen Band aufgenommen.

Anton Hügli, geboren 1939, ist emeritierter Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geboren 1953, ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.



Frühere Ausgaben

Glaube und Wissen - Croire et Savoir.
Zum 125. Geburtstag von Karl Jaspers - À propos du 125e anniversaire de Karl Jaspers

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Gasteditor: Steffen Wagner, Schwabe Verlag 2008.

 

Über den Inhalt

Karl Jaspers ist nach wie vor eine der wichtigsten Stimmen des 20. Jahrhunderts zur Auseinandersetzung zwischen Religion und Philosophie. Dieser Band ist eine der erst- en umfassenden Bestandesaufnahmen seines religionsphilosophischen Spätwerks.
Zwei grosse Wege bieten sich dem abendländischen Menschen an in seinem Bedürfnis nach Orientierung in dieser Welt: der Weg der Wissenschaft, der methodisch ge- regelten, nie abschliessbaren Wahrheitssuche, und der Weg des Offenbarungsglau- bens, des riskanten, durch keine Begründung einholbaren Sprungs zu der gläubigen Hinnahme ewiger Glaubenswahrheiten. Die Philosophie erschliesst einen dritten Weg: den Weg zu einer philosophisch begründeten Existenz. Kant hat diesen Weg in Form des von ihm postulierten, die Grenzen des Erfahrbaren überschreitenden «Vernunft-glaubens» auf exemplarische Weise eröffnet. Karl Jaspers hat diesen Gedanken unter dem Begriff des philosophischen Glaubens umfassend entfaltet. Sein Werk stellt die Philosophie vor die Frage, wie sie es hält mit der Möglichkeit dieses dritten Weges neben Wissenschaft und Offenbarungsreligion auf dem Boden einer universalen, alle Menschen verbindenden Vernunft. Diese Frage ist nicht nur eine Schicksalsfrage der Philosophie, sondern – in der heutigen Situation eines angeblich unversöhnlichen Kampfes der Kulturen – letztlich auch eine Schicksalsfrage der Menschheit. Die
Beiträge dieses Bandes gehen dieser Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach – zum Gedenken an Karl Jaspers, der im Jahr 2008 seinen 125. Geburtstag feiern könnte. Sie sind mehrheitlich aus den Vorträgen eines internationalen Symposions hervorgegangen, das unter dem Titel «Karl Jaspers. Glaube und Wissen / Karl Jaspers: Fede e sapere» am 6./7. November 2007 in Neapel stattgefunden hat.

Autorinnen und Autoren sind unter anderem:
Giandomenico Bonanni (Heidelberg), Jacques Bouveresse (Collège de France), Giuseppe Cantillo (Neapel), Andreas Cesana (Mainz), Anton Hügli (Basel), Helmut Hühn (Berlin), Francesco Miano (Rom), Thomas Rentsch (Dresden), Joachim Ringleben (Göttingen), Kurt Salamun (Graz), Hans Saner (Basel), Reiner Wiehl (Heidelberg).

Anton Hügli, geboren 1939, ist emeritierter Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geboren 1953, ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.

 

Was ist Philosophie? Qu’est-ce que la philosophie?
Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa (Studia philosophica 66), Schwabe Verlag 2007.

Über den Inhalt: 

Die gegenwärtige Philosophie ist durch eine Zersplitterung gekennzeichnet, die so weit reicht, dass die einzelnen philosophischen Disziplinen sich häufig gänzlich unabhängig voneinander weiterentwickeln. Entsprechend drängt sich die Frage nach dem spezifischen Gegenstandsbereich der Philosophie auf. Auch die Abgrenzung der Philosophie zu den Einzelwissenschaften wird zunehmend schwieriger. Die Beziehungen zwischen der Philosophie und anderen Wissenszweigen wie beispielsweise den Neurowissenschaften, der Psychologie, den Lebenswissenschaften oder den Gesellschaftswissenschaften genauer auszuloten ist darum heute eine dringend erforderliche Aufgabe. Die möglichen Antworten werden je nach Ausrichtung, Herkunft und allgemeinem theoretischem Hintergrund des Autors oder der Autorin sehr unterschiedlich ausfallen. Daher schliesst sich auch immer wieder die metaphilosophische Frage nach einer gemeinsamen Basis der philosophischen Richtungen der heutigen Zeit an.

Diesen Fragen ist die Schweizerische Philosophische Gesellschaft an ihrem Symposium 2006 in Neuenburg nachgegangen. Die wichtigsten Beiträge dieses Symposiums sind in den vorliegenden Band der Studia philosophica eingegangen und werden durch zusätzlich angeforderte Stellungnahmen zur Symposionsfrage aus der Feder weiterer namhafter Philosophen ergänzt.

Zu den Autorinnen und Autoren zählen Michael Esfeld, Manfred Frank, Sebastian Hüsch, Harry Lehmann, Maria-Sibylla Lotter, Herbert Schnädelbach, Daniel Schulthess, Gerhard Seel, Erwin Sonderegger.

 

Philosophie und Bildung - Bildung durch Philosophie - Philosophie et éducation - Education par la philosophie
Redaktion/rédaction: Curzio Chiesa/Anton Hügli (Studia philosophica Vol. 65), Schwabe Verlag, Basel 2006

 

Globale Gerechtigkeit und Weltordnung - Justice globale et ordre mondial
Redaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia philosophica Vol. 64), Schwabe Verlag, Basel 2005.

 

Menschenwürde - La dignité de l'être humain
Redaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia philosophica Vol. 63), Schwabe Verlag, Basel 2004.


Der Körper in der Philosophie - Le corps dans la philosophie
Reaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia Philosophica, Bd. 62), 261 Seiten, gebunden, CHF 68.-/EUR 45.- (Mitgliederpreis CHF 48.-), ISBN 3-258-06711-2, Haupt Verlag Bern, Stuttgart, Wien 2003.


Philosophie und Philosophiegeschichte / La philosophie et son histoire
Hrsg. von E. Anghern und B. Baertschi, Bern: Haupt 2002


Gedächtnis und Voraussicht - Mémoire et projet
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 2001


Emotion und Vernunft - Emotion et rationalité

Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 2000


Demokratie und Globalisierung - Démocratie et mondialisation
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 1999


Interpretation und Wahrheit - Interprétation et vérité
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1998


Die Philosophie und die Frage nach dem Glück = La philosophie et la question du bonheur
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1997


Descartes : 1596-1996
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1996




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