Zum ersten Mal hat die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft 2007 den neu geschaffenen, nach dem Schweizer Musiktheoretiker und Humanisten Heinrich Glarean benannten Preis für Musikforschung vergeben. Dotiert mit 10'000 Schweizer Franken wird der Glarean-Preis alle zwei Jahre an Wissenschaftler/innen verliehen, die sich durch ein herausragendes Œuvre auf dem Gebiet der europäischen Musikgeschichtsschreibung auszeichnen und deren Forschungstätigkeit Fragen der Publikation und Distribution von Musik angemessen berücksichtigt. Als erster Preisträger durfte der deutsche Musikwissenschaftler Reinhard Strohm den Glarean-Preis im Rahmen der Eröffnungsfeier zum Kongress der International Musicological Society am 10. Juli 2007 in Zürich entgegennehmen.
Finanziert wird der Preis aus Geldmitteln, die die Basler Musikhistorikerin Marta Walter (1896–1961) der SMG testamentarisch vermacht hat. Dieses Legat erlaubt zudem die Schaffung des Jacques-Handschin-Preises (Nachwuchspreis), der zum ersten Mal 2009 vergeben wurde.


