Berner Treffen: Afghanistan - „Staying engaged“
Im Gespräch mit Marianne Huber Glunz, Islamwissenschaftlerin und Entwicklungsfrau
Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18.30 – 20.00
Restaurant Schmiedstube, Schmiedenplatz/ Zeughausgasse, Bern
Marianne Huber lebt und arbeitet seit drei Jahren im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Kabul und Afghanistan, zuerst für Caritas
Deutschland, seit anfang September 2011 als Leiterin der KoBü der DEZA.
Seit 10 Jahren führen die 28 NATO-Mitglieder zusammen mit weiteren 21 befreundeten Staaten Krieg in Afghanistan - 49 Staaten im Verbund, unter Führung der USA. Nach dem Sturz der Taliban-Regierung stiegen die Angriffe der oppositionellen Gruppen ab 2004 jährlich an und erreichten im 2011 einen absoluten Höchststand. Weite und zunehmende Teile des Landes sind dem Einfluss der Regierung entzogen. Unabhängige Friedensforscher sagen: „We are in a civil war here.“ Seit 10 Jahren werden, zusammen mit der militärischen Kriegsführung, Strukturen aufgebaut, die die afghanische Regierung in die Lage versetzen sollen, ihre politische Legitimierung (z.B. über Wahlen), öffentliche Versorgung
und Sicherheit zu gewährleisten. Nach dem geplanten Rückzugs- und Übergabeprozess der NATO, der Transition, soll die islamische Republik Afghanistan Ende 2014 in der Lage sein, die Sicherheit des Landes aus eigenen Kräften zu gewährleisten und sukzessive auch den Staatshaushalt - heute zu 97% extern finanziert selbst zu tragen.
Was bedeutete die aktuelle Situation in Afghanistan für das Engagement von westlichen, zivilen AkteurInnen (NGOs, Schweizer Regierung)?
Was bedeutet dies für ihre ARBEITSSITUATION? Mit welchen Dilemmata müssen sie leben?
Welche Projekte sind möglich und unter welchen Bedingungen? Welche Erfolge?
Wie sieht das TÄGLICHE LEBEN aus in einer Stadt, wo laufend Attentate
geschehen, deren Zielscheibe oft AusländerInnen sind?
Für die Mitarbeiterinnen der NGO’s? Für die einheimische Bevölkerung?


