Kommission Interface

Kurzpräsentation

Die meisten Sozialanthropolog/inn/en arbeiten nach dem Studium nicht an einer der Universitäten sondern müssen ihren Weg in "die Praxis" finden. Die Berufsfelder, in denen sie tätig werden, sind äußerst vielfältig: Die Entwicklungszusammenarbeit, Migration, die Medien, die öffentliche Verwaltung, die Gesundheitsversorgung, die Schule, die Lehre und Forschung an Fachhochschulen, die Museen, die Kunst und so weiter. Was sie mit den wissenschaftlichen Kolleg/inn/en eint, ist ein Studium, das sie zur Analyse und zum Verständnis kultureller Phänomene befähigt. Allerdings richten all jene, die nicht an einem der universitären Institute arbeiten, andere Erwartungen und Anforderungen an das Fach, als wenn man/frau für die Tradierung und Weiterentwicklung des Fachs Sozialanthropologie verantwortlich ist.

Die Kommission "Interface" möchte in der Praxis und Wissenschaft Arbeitende zusammenführen, Brücken schlagen und die folgenden zwei Leitfragen in den Mittelpunkt stellen:

1) Was kann die Sozialanthropologie als Fachgebiet für die Lösung von Problemen, mit denen sich die Praktiker/innen im Berufsalltag herumschlagen, leisten?

2) Wie können die Schwierigkeiten, die sich den Praktiker/inne/n im Berufsalltag stellen, sozialanthropologisch verstanden werden?

Die beiden Fragestellen bedienen zwei ganz unterschiedliche Argumentationsstränge. Im ers-ten Fall geht es uns um Fragen der praktischen Relevanz von Sozialanthropologie sowie um Fragen der gesellschaftlichen Positionierung eines Faches, das die kulturelle Dimension aus-drücklich zum Ausgangspunkt ihrer sozialwissenschaftlichen Analysen wählt. Im zweiten Fall werden Praxiserfahrungen zum Ausgangspunkt von Überlegungen gewählt, die sich sozial-anthropologisch analysieren lassen.

Beide Fragestellungen sind natürlich sehr weitläufig. Die Kommission Interface bietet sich daher als Plattform mit einer grundsätzlich offenen Struktur an. Sie erachtet es aber als wich-tig, an konkreten Projekten zu arbeiten. Daher unterteilt sich die Kommission in mehrere Projektgruppen.

Laufende Projekte:

Abgeschlossene Projekte

Kommissionsmitglieder:

Präsident:

Denis Gay, HEP Vaud, Lausanne

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