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Konferenzbericht “Transfigurationen: Medizin macht Gesellschaft macht Medizin” vom 17.-18.02.2017 an der Universität Basel

Vom 17.-18. Februar 2017 fand im Kollegienhaus der Universität Basel die trinationale Konferenz „Transfigurationen: Medizin macht Gesellschaft macht Medizin“ statt. Das Konzept der Transfiguration wurde als Ausgangspunkt definiert, wobei den Referenten eine eigene Interpretation davon frei überlassen wurde. Am Freitagmorgen nach der Einführung fingen die Panels an. In zwei Blocks, am Morgen und am Nachmittag, durften Vortragende in zwei Sälen ihr Forschungsgebiet vorstellen, wobei dem Bezug zur Transfiguration eine besondere Wichtigkeit eingeräumt wurde. Das Ziel dabei war es, mit diesem Begriff zum Nachdenken über Prozesse kultureller und sozialer Transformation im Bereich von Medizin und Gesundheit anzuregen. Zum Schluss des Tages leitete Elisio Macamo von der Universität Basel einen „Round table“ mit dem Thema Strukturen, Relevanz, Visionen: Medical Anthropology in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hierzu gab es Kurzbeiträge von Vertretern der Medizinethnologie aus den jeweiligen Ländern. Anschliessend gab es eine Diskussion mit dem Publikum über das Gestern, Heute und Morgen der Medizinethnologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Apéro Riche danach sorgte für Anlass zum Weiterdiskutieren.
Der Anfang des Samstages machte Andrea Muehlebach der University of Toronto mit ihrem Vortrag zu Suicidio Economico: Selbstmord als Symptom der Ökonomie. Ein weiteres Highlight der zwei Konferenztage war das World Café im Foyer des Kollegiengebäudes. Das Thema war (Medizin-)Ethnologisches Engagement in verschiedenen Arbeitsfeldern: Möglichkeiten und Grenzen. Dabei wurden jeweils drei Tische zu vier Arbeitsbereichen (Auftrags-/ Interventionsforschung, NGO-Gesundheitsprojekte, Gesundheitspolitik bzw. Gesundheitsverwaltung, Gesundheitsbezogene Aus- und Fortbildung) aufgestellt, wo sich die Teilnehmer mit einem Experten/einer Expertin über ihren jeweiligen Arbeitsbereich austauschen konnten. Die erarbeiteten Gedanken wurden dann auf einer Pinnwand zusammengetragen. Diese wurden anschliessend zusammenfassend im Plenum diskutiert. Dabei wurde erkannt, dass sich viele Diskussionsthemen überschneiden. Am Nachmittag fanden zwei Panels statt, wo jeweils vier Forschungsarbeiten vorgetragen wurden. Als Abschluss der Konferenz leiteten Hansjörg Dilger (Freie Universität Berlin), Bernhard Hadolt (Universität Wien) und Brigit Obrist (Universität Basel) die Abschlussdiskussion mit einem Fokus auf dem Begriff Transfiguration und was dies zukünftig für die Medizinethnologie bedeuten könnte. Ein Wunsch für die Zukunft ist es, neue Ideen gemeinsam im Austausch über die Landesgrenzen hinaus zu entwickeln.


Nadina Bazzi, Guillaume Lévy & Rebekah Hoeks
24.03.2017

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