Wir schreiben der Generationenpolitik die nachfolgenden Potenziale zu und stellen diese zur Diskussion – Sie
- liefert eine positiv besetzte, auf die Zukunft orientierte, hinreichend konkrete und zugleich umfassende Programmatik, welche die relevanten gesellschaftlichen Kräfte einzubinden vermag;
- weist Gemeinsamkeiten mit anderen Konzeptionen aus (z.B. der Politik sozialer Investitionen) und ist daher anschlussfähig;
- formuliert Rahmenbedingungen, die der Befähigung zu verantwortlichem Handeln sowie der sozialen Teilhabe Rechnung tragen;
- geht von den Potenzialen und nicht den Defiziten aus;
- stellt die Teilhabegerechtigkeit ins Zentrum und mündet daher im Unterschied zu den "klassischen" Instrumenten der Sozialpolitik nicht in Umverteilungsfragen;
- trägt den veränderten Lebensverhältnissen und den sich daraus ergebenden neue sozialen Risiken Rechnung;
- bezieht die Reproduktion bzw. die Familienarbeit gleichwertig zur Produktion bzw. Erwerbsarbeit mit ein und trägt damit zur Lockerung der engen Verquickung von Lohnarbeit und Sozialpolitik bei;
- führt zusammen, was sachlich zusammengehört – Familien-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- sowie Fiskal- und Lohnpolitik – und überwindet damit die administrativ gewachsene, sektorielle Logik.

