Hintergrund SDGs

17 globale Nachhaltigkeitsziele

Im September 2015 verabschiedeten die Mitgliedsländer der UNO die Agenda 2030. Kernstück sind 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung. Zum ersten Mal haben die Nachhaltigkeitsziele universelle Gültigkeit, betreffen also alle Länder. Das hat zur Folge, dass die Ziele an die Bedingungen der Länder angepasst werden müssen. Während in den Entwicklungsländern beispielsweise die Versorgung mit Nahrungsmittel ein Thema ist, geht es in den Industrieländern darum, Fettleibigkeit und Nahrungsmittelverschwendung zu vermeiden.

Gemeinsam zum Ziel

Zur Umsetzung der Ziele bis 2030 braucht es eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft, NPOs, Verbänden und Wissenschaft. Eine Vielzahl von Akteuren ist aufgerufen, ihre Kompetenzen einzubringen. Damit symbolisiert die Agenda 2030 eine neue Vorgehensweise, nachhaltige Entwicklung zu betrachten und umzusetzen.

Dialog 2030

Ein wichtiges Gefäss für die Abstimmung der nachhaltigen Entwicklung zwischen Bund und Stakeholdern ist der „Dialog 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Dieser führt die bestehenden partizipativen Prozesse zur nationalen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik zusammen und bietet eine Plattform für Information, Konsultation und Austausch.

Grundlage für die Strategie Nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 bildete die Grundlage für die nationale Strategie Nachhaltige Entwicklung (SNE) 2016-2019. In der Transitionsphase wird nun festgelegt, wie die SDG national umgesetzt werden sollen und wo es Handlungsbedarf gibt. Dies liefert wiederum die Grundlage für die SNE 2020-2023.

Vom Handlungsbedarf zur Umsetzung

Die Schweiz publizierte Ende Juni 17 Faktenblätter, die den Stand der Umsetzung sowie den Handlungsbedarf der einzelnen Ziele darlegen. Bis am 26. August folgt eine Onlinekonsultation, an welcher sich alle interessierten Kreise beteiligen können.

Auf der Grundlage dieser Konsultation wird im Frühjahr 2018 ein erster Länderbericht publiziert. Mit Umsetzungspartnerschaften zwischen Behörden und Stakeholder wird das Erreichen der SDG-Ziele koordiniert.

Umsetzungsprozess SDG

Stand der Umsetzung in der Schweiz

(Quelle: http://gapframe.org/by-region/western-europe/switzerland/)

Berichterstattung im 4-Jahreszyklus

Über den Stand der Umsetzung soll im Rahmen eines internationalen Überprüfungsmechanismus Bericht erstattet werden. Diese Berichterstattung erfolgt im 4-Jahresrhythmus und ist an die Strategie Nachhaltige Entwicklung gekoppelt.

Länderbericht und SNE sollen künftig einen 4-Jahreszyklus bilden

Die Akteure der Schweiz

In der Schweiz sind nebst den Behörden auch die Privatwirtschaft, die NGO’s, Verbände und die Wissenschaft an der Umsetzung beteiligt. Das Amt für Raumplanung (ARE) sowie die DEZA koordinieren die Aktivtäten auf Bundesebene. In der Begleitgruppe sind die Akademien der Wissenschaften Schweiz mit Prof. Renate Schubert vom Institut für Umweltentscheidungen der ETHZ und Prof. Peter Messerli vom Centre for Development and Environment der Universität Bern vertreten.

Beitrag der Wissenschaft

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz setzen sich dafür ein, über die Ziele und den gegenwärtigen Forschungsstand breit zu informieren und Grundlagen für weiterführende Projekte zu legen.

Event: "Sustainable Development Goals: The Contribution of Science"
22. Januar 2018, Kursaal Bern

L Programm und Anmeldung

Weitere SDG-Veranstaltungen aus der Wissenschaft

L SDG-Veranstaltungsreihe der SAGW

Leitfaden des InterAcademy Council (IAP) für die Beteiligung von Wissenschaftsakademien an den SDGs

L http://www.interacademycouncil.net/IAP_SDG_Guide.aspx

Themenfelder des Dialog2030

aus den Geistes- und Sozialwissenschaften

  • "Leave no one behind!" Gegen Armut, für Gleichstellung, Chancengleichheit und Teilhabe aller
  • Nachhaltiger Konsum (reduce, share, repair)
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Werk- und Arbeitsplatz

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