a+ Swiss Platform Ageing Society

A+ Swiss Platform Ageing Society

Mittels der offenen, sektorenübergreifenden "a+ Swiss Platform Ageing Society" wollen die Akademien der Wissenschaften Schweiz einen kontinuierlichen Austausch zwischen allen mit dem demografischen Wandel befassten Akteuren ermöglichen. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis gefördert, gemeinsame Projektentwicklungen angestossen sowie Verbindungen zwischen internationalen und nationalen Initiativen gestiftet werden. Als Referenzrahmen dient dabei der „Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health“ der WHO.

Ende 2015 waren rund 35% der Schweizer ständigen Wohnbevölkerung zwischen 40 und 64 Jahre alt, gegen 20% 0- bis 19-, 27% 20- bis 39- und 18% 65+-Jährige. Diese Altersgruppe – die sogenannte Babyboom Generation – ist somit die grösste der Schweiz. Die Spitze der Alterspyramide (65-Jährige und älter) wird in den nächsten Jahren rasant breiter werden, während ihre Basis sehr wahrscheinlich mehr oder weniger unverändert bleiben wird. Diese demografische Alterung, die ebenfalls mit der Erhöhung der Anzahl gesunder Lebensjahre einhergeht, ist einerseits auf die steigende Lebenserwartung der SchweizerInnen und dem Altern der Babyboom Generation, andererseits (und hauptsächlich) auf den Rückgang der Geburtenzahlen in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Entwicklung mittel- bis langfristig anhalten wird.

Die demographische Alterung erfordert Anpassungen, Neuorientierungen und Massnahmen in zahlreichen, miteinander interagierenden Lebensbereichen – etwa in den Bereichen der Gesundheit, des sozialen Sicherungssystems, der Care-Arbeit, des Wohnens, des Arbeitsmarktes, der Mobilität und der Forschung – welche aufeinander abgestimmt sein sollten. Dazu ist eine Zusammenarbeit der in den verschiedenen – wissenschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen, technischen und politischen – Bereichen tätigen Akteuren unentbehrlich.

Zur Plattform: www.ageingsociety.ch

Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health

 Mit dem «Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health» hat die Weltgesundhetisorganisation (WHO) eine neue Gesundheitsdefinition mit vielfältigen und wichtigen Implikationen vorgelegt: Gefordert wird unter anderem mehr eine Ausrichtung der Gesundheitspolitik auf eine dynamische, kontextualisierte Stabilisierung der Lebensqualität: Mit den vorgeschlagenen fünf strategischen Zielen sollen die für das Wohlbefinden wie die eigenständige Lebensführung relevanten Fähigkeiten gestärkt werden. Die Fähigkeiten ihrerseits ergeben sich aus dem Zusammenspiel zwischen den den Ressourcen einer Person und seiner Umwelt. Entsprechend ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialpolitik von hoher Bedeutung.

Das Gesundheitsverständnis wie die sich daraus ergebenden Massnahmen entsprechen dem vom Netzwerk Gesundheitsforschung ausgearbeiteten NFP-Vorschlag «Lebensqualität: Neue Konzepte zur Verbindung von individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen».

Gemeinsam mit dem Netzwerk Gesundheitsforschung will die SAGW diesen zukunftsfähigen Ansatz mit hoher Priorität weiterverfolgen

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