Manifestations

vendredi 24. novembre 2017 16:00 — Zentrum Karl der Grosse, Zürich

Die Problematisierung des Islams im öffentlichen Diskurs

La suisse n'existe pas / SAGW / SEG

In den letzten Jahren rückte der Islam zunehmend in den Fokus von Medien und Politik. Schlagzeilen und Diskussionen über Bärte und Burkas, Handschlag und Hinterhofmoschee gehören mittlerweile zum medialen und politischen Alltag sowohl in der Schweiz als auch in vielen Ländern Europas. Es hat sich gezeigt, dass über den Islam häufig dann diskutiert wird, wenn muslimische Organisationen oder islamische Praktiken im Zentrum von Konflikten und Kontroversen stehen. In dieser Veranstaltung setzen wir uns mit der Problematisierung des Islams in der Schweiz und anderen Ländern Europas anhand von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auseinander. Dabei soll diskutiert werden, welche Rolle Medien, Politik und Wissenschaft in diesem Prozess spielen und welche Auswirkungen diese Problematisierung auf das gesellschaftliche Zusammenleben hat.

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jeudi 30. novembre 2017 — vendredi 01. décembre 2017 — PH Zürich

Das Spiel um Anerkennung – Normen und Normierungen in pädagogischen Feldern

PHZH, SEG-SSE-SAA

Wann ist normal nicht mehr normal? - Mit dieser Frage ist insbesondere die Schule tagtäglich konfron­tiert. Prozesse der Anerkennung von Kindern und Jugendlichen sind verknüpft mit gesellschaftlichen und institutionellen Vorstel­lungen von normalem und abweichendem Verhalten.

In pädagogischen Kontexten wie der Schule müssen verhaltens­ bezogene Normen immer wieder neu ausgehandelt und reflektiert werden: Wo werden die Linien zwischen “normal” und “abwei­chend” oder gar behandlungsbedürftig gezogen? Was bedeuten normative Massstäbe in Hinblick auf die Positionierung von Kindern in einer sozialen Gruppe wie der Schulklasse? Interessant ist insbesondere die Frage, wie die beteiligten Akteure – auch die Kinder und Jugendlichen – im «Spiel um Anerkennung» agieren. Aber auch: welche Möglichkeiten der Subjektwerdung zeigen sich für die Kinder in Kindergarten und Schule? Welche werden beschnitten? In Bezug auf das Handeln der pädagogischen Akteure stellt sich unter anderem die Frage, wie Anerkennung beispielsweise über Praktiken der Adressierung konkret ver­ handelt wird.

Die Tagung kreist um die Thematik der Anerkennung und um die Normen von Anerkennbarkeit. Sie knüpft dabei an die Anerkennungstheorie von Judith Butler an. So wird einerseits gefragt, wie die Butlersche Sicht auf Anerkennung für die Diskussion und Erforschung von pädagogischen Anerkennungs­ verhältnissen fruchtbar gemacht werden kann. Andererseits werden aus unterschiedlichen Perspektiven – pädiatrisch, erziehungswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich – konkrete empirische Einblicke in die Verhandlungen von Normalität und Anerkennung in schulischen Feldern und mit unterschiedlichen Akteuren gegeben.

Organisiert wird die Tagung von der Forschungsgruppe Kinder – Kindheiten – Schule und der Arbeits­ gruppe Anthropology and Education der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft.

Weitere Informationen: Download Tagsungsflyer

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