Fragmentarium

lundi 04. septembre 2017

Big Data hilft den Historikern

Unter der Leitung von Professor Christoph Flüeler von der Universität Freiburg haben sich die bedeutendsten Handschriftenbibliotheken Europas und Nordamerikas in den letzten drei Jahren am Aufbau der digitalen Forschungsplattform Fragmentarium beteiligt. Diese Weltneuheit ermöglicht es, wie in einem riesigen Puzzle, Teile von zerstückelten Handschriften wieder zusammenzusetzen.

Pergament von ausgesonderten Manuskripten wurde im Mittelalter meistens nicht entsorgt, sondern wiederverwertet. Dieses wurde zum Beispiel zerschnitten und als Einbandmaterial für die Verstärkung oder Verzierung von neuen Büchern verwendet. In der Neuzeit bis ins 17. Jahrhundert war die Praxis des Recycelns von Pergament weit verbreitet. Deshalb finden sich Hunderttausende von Handschriftenfragmenten über die ganze Welt zerstreut, die genauer bestimmt und erforscht werden könnten. Damit erhoffen sich Historiker und LiteraturwissenschaftlerInnen ein genaueres Bild des Mittelalters. www.fragmentarium.unifr.ch/

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