Im Jahr 2011 wechselte die Präsidentschaft der Schweizerischen Vereinigung für Politikwissenschaft (SVPW) von Prof. Simon Hug (Universität Genf) an Prof. Sandra Lavenex (Universität Luzern). Mit diesem Wechsel einher gingen jener des Sekretariats von Line Rennwald zu Dr. Omar Serrano sowie der Wechsel der Herausgeberschaft der Hauptpublikation der SVPW, der Schweizerischen Zeitschrift für Politikwissenschaft. Prof. Cédric Dupont (IUHEID Genf) und Prof. Florence Passy (Universität Lausanne) übernahmen die Herausgeberschaft von Prof. Daniele Caramani (Universität St. Gallen). Mit diesem Wechsel wurde auch der Übergang zu einem internationalen Verleger, Wiley Blackwell, vollzogen.
Weitere Hauptaktivitäten im Jahr 2011 waren zwei internationale Konferenzen: die Dreiländertagung zusammen mit den Deutschen und Österreichischen Vereinigungen für Politikwissenschaft an der Universität Basel, in deren Rahmen auch eine sehr erfolgreiche Nachwuchsveranstaltung stattfand, und die Fünfländertagung der frankophonen Vereinigungen für Politikwissenschaft in Brüssel.
i) Wissenschaftliche Tätigkeiten
Kongress
Der Jahreskongress 2011 der SVPW fand im Rahmen der Dreiländertagung zusammen mit der Deutschen und der Österreichischen Vereinigung für Politikwissenschaft am 12. und 13. Januar an der Universität Basel zum Thema „politische Integration“ statt. Der Kongress war ein grosser Erfolg, er umfasste drei öffentliche Plenumsveranstaltungen und 20 Workshops zu verschiedenen Themen der politischen Integration. Die Workshops wurden massgeblich durch die Arbeitsgruppen der SVPW zusammen mit den entsprechenden Arbeitsgruppen der Deutschen und Österreichischen Vereinigung organisiert.
Die Arbeitsgruppen der SVPW haben auch massgeblich an der Organisation des gemeinsamen Kongresses der frankophonen Vereinigungen für Politikwissenschaft am 20. bis 22. April 2011 mitgewirkt.
Publikationen
Hauptpublikation der Vereinigung ist nach wie vor die Schweizerische Zeitschrift für Politikwissenschaft. Die Herausgeberschaft hat in 2011 von Prof. Daniele Caramani (Universität St. Gallen) zu Prof. Cédric Dupont (IUHEID, Genf) und Prof. Florence Passy (Universität Lausanne) gewechselt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Wechsel vom Verlagshaus Ruegger zum internationalen Verleger Wiley Blackwell vollzogen, womit die Zeitschrift an internationaler Sichtbarkeit und Verbreitung gewinnen soll.
Die Vereinigung publiziert auch das Handbuch der Schweizerischen Politikwissenschaft (auch auf Englisch). Eine Neuauflage des letzten Bandes (von 2005) ist in Vorbereitung.
Schliesslich publiziert die Vereinigung vierteljährlich einen elektronischen Newsletter, welcher an ihre Mitglieder versandt wird. Einzelne Fachinformationen werden regelmässig mithilfe eines Listservers versandt.
ii) Internationale Beziehungen
2011 war ein Jahr der intensiven internationalen Zusammenarbeit mit anderen Fachvereinigungen. Dazu zählen die oben erwähnten Kongresse mit den deutsch- und französischsprachigen Fachvereinigungen in Basel und Brüssel. Ausserdem blieb die SVPW aktiv im Kreise der neu gegründeten European Confederation of Political Science Associations (ECPSA).
iii) Ausbildung und Fachinformationen
Höhepunkt der Nachwuchsförderung war eine Nachwuchsveranstaltung am Rande der Dreiländertagung in Basel, an der junge PolitikwissenschaftlerInnen die Gelegenheit hatten, ihre Karrierepläne und Publikationsstrategien mit ausgewiesenen Experten zu besprechen. Die Anwesenheit zahlreicher internationaler Verlagshäuser erleichterte den Abschluss verschiedener Publikationsvereinbarungen.
Daneben hat die SVPW auch in 2011 verschiedene studentische Initiativen wie die Simulationen im Rahmen des “National Model United Nations” unterstützt.
iv) Administration
Im Gegensatz zu früheren Jahresberichten hat sich die finanzielle Situation der Vereinigung verschlechtert. So schlossen die Finanzjahre 2009 und 2010 mit fünfstelligen Defiziten ab. Die Mitgliedszahlen bleiben mit 583 Mitgliedern (davon 74 Neumitglieder und 81 Austritte) in 2011 relativ stabil.
Sandra Lavenex, Luzern, Dezember 2011

