Bern, 1. April 2008. In ihrer Stellungnahme zur Teilrevision des Bundesgesetzes über die Forschung (Forschungsgesetz FG) fordern die Akademien der Wissenschaften Schweiz, dass die Innovationsförderung des Bundes in einer organisatorischen Einheit zusammengefasst bleibt. Sie sprechen sich dafür aus, dass die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) in eine Stiftung überführt wird, eine Lösung, die sich bereits beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erfolgreich bewährt hat. Eine Aufteilung der KTI lehnen die Akademien der Wissenschaften Schweiz entschieden ab.
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz nahmen Ende März Stellung zur Teilrevision des Forschungsgesetzes. Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) soll gesetzlich besser verankert werden und eine eigenständige Position ausserhalb der Verwaltung erhalten. In der Teilrevision des Forschungsgesetzes wird hingegen vorgeschlagen, die KTI aufzuteilen.
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz bevorzugen demgegenüber eindeutig die Überführung der KTI in eine Stiftung. Mit dieser Lösung werden alle Forderungen einer effizienten Innovationsförderung erfüllt, und sie hat sich bereits beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erfolgreich bewährt. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz halten fest, dass die anzustrebende Stiftungsform der KTI zu einer begrüssenswerten Stärkung der anwendungsorientierten Innovationsförderung führen wird. Dies darf aber nicht auf Kosten der Grundlagenforschung, wie sie der SNF unterstützt, geschehen. Beide Bereiche sind komplementär und dürfen in der Mittelverteilung nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Eine Aufteilung der KTI lehnen die Akademien der Wissenschaften Schweiz entschieden ab, da sie den heute erreichten Stand der Synergiennutzung gefährden, die Zusammenarbeit unnötig erschweren und die Effizienz der Innovationsförderung empfindlich schwächen würde. Die Aktivitäten der KTI sind eng verzahnt und verflochten. Die vorgeschlagene Aufteilung der KTI beruht auf der irrigen Vorstellung, dass sich die Projektförderung in einer Projektbeurteilung und Mittelzuteilung erschöpft. Eine Aufteilung würde die zunehmend gute Zusammenarbeit zwischen KTI-Experten und Gesuchsstellern, sowie zwischen Kooperationsnetzen und den Wissens- und Technologietransferstellen zurückwerfen. Die bereits heute recht verwirrende Struktur würde weiter kompliziert.

