OA-Strategie der SAGW

Open-Access-Strategie der SAGW für Zeitschriften und Reihen

Der Vorstand der SAGW verabschiedete eine Open-Access-Strategie für die durch die Akademie unterstützten Zeitschriften und Reihen. Kernstück der Strategie ist die Umsetzung des Green Open Access als Standard für den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen bis 2019.

Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften unterstützt knapp 80 wissenschaftliche Zeitschriften und Reihen ihrer Mitgliedgesellschaften auf regelmässiger Basis mit ca. 1.2 Mio. CHF jährlich. Sie gehört damit zu den wichtigsten Trägerorganisationen für das wissenschaftliche Publikationswesen in der Schweiz. Die Akademie trägt deshalb eine Mitverantwortung für den Erhalt einer vielfältigen und vielgestaltigen Publikationslandschaft. In Wahrnehmung dieser Verantwortung hat der Vorstand der SAGW eine Open-Access-Strategie für die durch die Akademie geförderten Periodika verabschiedet. Er tut dies in der Absicht,

  • den freien, unentgeltlichen Zugang zu Forschungsergebnissen zu fördern, die mit Mitteln der öffentlichen Hand erarbeitet und publiziert worden sind;
  • die Verbreitung und Sichtbarkeit der publizierten Forschungsergebnisse zu erhöhen;
  • die Transformation von Periodika hin zu Open Access voranzutreiben und zu unterstützen;
  • die Anschlussfähigkeit des durch die Akademie mitgetragenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Publikationswesens an nationale und internationale Entwicklungen zu sichern.

Im Einzelnen will die Akademie die folgenden strategischen Ziele erreichen:

  1. 100 Prozent der aktuellen Ausgaben der Zeitschriften und Reihen liegen bis 2020 digital vor, wobei international übliche Standards in der Vorhaltung beachtet werden sollen;
  2. 90 Prozent der Ausgaben bereits erschienener Zeitschriften und Reihen liegen bis 2020 retrodigitalisiert vor;
  3. alle Zeitschriften und Reihen, die nicht im Gold-Open-Access publiziert werden, sollen bis 2019 Green-Open-Access-Policies haben; Sperrfristen bis maximal 12 Monate werden in Übereinstimmung mit internationalen Entwicklungen akzeptiert;
  4. der Anteil der Gold-Open-Access-Zeitschriften beträgt bis 2020 30 Prozent.

Die Akademie versteht die Transformation der Zeitschriften als partnerschaftlichen Prozess, den sie zusammen mit den Herausgeberschaften angehen will. Sie unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Fachgesellschaften bei diesem Prozess und fördert nebst den konventionellen Vertriebskanälen insbesondere auch alternative Publikationsformen.

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