Glossar

Ankerlink zu Open Access

Open Access

Open Access bedeutet sofortigen, permanenten, freien, kostenlosen und elektronischen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Überproportionale Preissteigerungen der Verlage, die grosse zeitliche Verzögerung zwischen Abgabe und Veröffentlichung eines Artikels, die erzwungene Übertragung der AutorInnenrechte an die Verlage und die Einschränkung in der Verbreitung von Forschungsergebnissen sind Hauptauslöser für das Interesse an Open Access.

Ankerlink zu Green Open Access

Green Open Access

Beim Green Open Access hinterlegen die AutorInnen eine Version ihres herkömmlich veröffentlichten Artikels mit Erlaubnis der Verlage, oft via Universitätsbibliotheken oder wissenschaftliche Organisationen, auf einem Server (Institutional oder Disciplinary Repositories). Um die Referenzierbarkeit auf einzelne Seiten der Artikel zu gewährleisten, sollten lediglich Verlagsversionen hinterlegt werden.
Der Autor/die Autorin legt beispielsweise seine/ihre Arbeit selber in einem von der Uni zur Verfügung gestellten Server ab (Self Archiving). Dieser ist durch Metadaten-Harvesting nach dem OAI-PMH-Prinzip weltweit sichtbar. Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch eine Wissenschaftsinstitution, die den Server betreibt (Universität oder andere Geldgeber).

Ankerlink zu Gold Open Access

Gold Open Access

Unter Gold Open Access wird das Publizieren von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften, die frei, unentgeltlich und ohne Sperrfrist zugänglich sind, verstanden. Das in den Naturwissenschaften und der Medizin übliche Finanzierungsmodell mittels Artikelbearbeitungsgebühren für aktzeptierte Beiträge (Article Processing Charges - APC) ist in den Geistes- und den Sozialwissenschaften grösstenteils nicht verankert. Hier überwiegen Mischformen von institutionellen und subskriptionsbasierten Modellen, wobei mehrheitlich auch an Printausgaben festgehalten wird.

Weitere Informationen zur Transformation von Zeitschriften und Finanzierungsmodellen:
nrs.harvard.edu/urn-3:HUL.InstRepos:27803834

Ankerlink zu Berliner Erklärung Ankerlink zu La Déclaration de Berlin

Berliner Erklärung

Im Oktober 2003 wurde die «Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen» im Anschluss an eine Tagung der Max-Planck-Gesellschaft von den wichtigsten deutschen wissenschaftlichen Institutionen, von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), vom Wissenschaftsrat, von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), von der Leibniz-Gemeinschaft (WGL), von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HFG), von der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterschrieben. Die Akademien-Schweiz haben die Erklärung 2006 unterzeichnet. Ziele dieser Erklärung sind der freie Zugang zu Quellen menschlichen Wissens, die von der wissenschaftlichen Gemeinschaft bestätigt wurden, unter Einschluss des kulturellen Erbes, sowie die nachhaltige, transparente und interaktive Gestaltung des Internets mit frei verfügbaren Quellen.

Beiträge nach dem Prinzip des offenen Zugangs müssen zwei Bedingungen erfüllen: Einerseits erteilen AutorInnen und RechteinhaberInnen den BenutzerInnen das Recht auf Zugang, Verteilung, Übertragung, Abbildung und Anfertigung einer bestimmten Anzahl Kopien, verbunden mit der Bedingung der korrekten Nennung der Urheberschaft. Andererseits wird eine vollständige Fassung der Quelle auf einem Open-Access-Archivserver deponiert und von einer Institution, Organisation oder Gesellschaft verwaltet, die das Prinzip des offenen Zugangs unterstützt.

Ankerlink zu Budapest Open Access Initiative

Budapest Open Access Initiative

Die Budapest Open Access Initiative (BOAI) ist eine interdisziplinäre Initiative europäischer und amerikanischer Wissenschafter und verfolgt das Ziel, Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Die BOAI entstand aus einer Tagung in Budapest 2001. In der Berliner Erklärung vom 23. Oktober 2003 forderten die Initiative und große Wissenschafts-Organisationen alle Forscher und Leiter von Forschungsprojekten auf, die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Internet verfügbar zu machen. Die Budapester Open-Access-Bewegung stellt zugleich eine Grundsatzerklärung über mögliche Strategien und eine Selbstverpflichtung der TeilnehmerInnen dar. Sie wurde von den TeilnehmerInnenn des Budapester Treffens unterzeichnet; seither kommt eine stetig wachsende Zahl von Personen und Organisationen hinzu.

L Budapest Open Access Initiative
Ankerlink zu CC-Lizenzen Ankerlink zu Licences CC

CC-Lizenzen

Die NPO Creative Commons (CC) hat ein System von abgestuften Standardlizenzen entwickelt, womit Autorinnen und Autoren die Weitergabe und Verwendung ihrer Werke regeln können. Damit wird eine alternative Form der Rechteeinräumung geschaffen, die sich von der Standardformulierung gemäss Urheberrechtssetzung "alle Rechte vorhalten" unterscheidet. Vorteile der CC-Lizenzen sind, dass sie einfach handzuhaben, weit verbreitet sowie maschinenlesbar sind. Die CC-Lizenz wird in der Regel im Impressum vermerkt. Es ist anzustreben, dass die Angabe der CC-Lizenz rasch auffindbar ist.

Gegenwärtig werden sechs verschiedene CC-Lizenzen verwendet. Mit Gold Open Access gemäss Budapester Erklärung kompatibel sind die "Nicht-Lizenz" CC-0 (public domain), CC-BY (Namensnennung), CC-SA (Verwendung erlaubt unter gleichen Bedingungen), wobei die beiden letzteren kombiniert werden können.

Weitere Informationen:
www.creativecommons.ch

Ankerlink zu Digital Object Identifier (DOI)

Digital Object Identifier (DOI)

Ein Digital Object Identifier (DOI) ist eine eineindeutige Zeichenfolge, die für die Identfizierung von digitalen Objekten wie Zeitschriftenartikel verwendet wird. Der DOI wird bei digitalen Publikationen häufig als Referenzangabe eingesetzt. Damit kann eindeutig auf den Text verwiesen werden, auch wenn die URL geändert worden ist.
Die Vergabe von DOI ist kostenpflichtig. Das DOI-Desk der ETH-Zürich ist die offizielle DOI-Registrierungsstelle für den Schweizer Hochschul- und Forschungsbereich. Diese Stelle ermöglicht es Betreibern von Publikationsservices (Bibliotheken, Verlage, Plattformen etc.), selbständig DOIs zu vergeben.

Weitere Informationen:
www.doi.org/
www.library.ethz.ch/doi

Ankerlink zu Directory of Open Access Journals (DOAJ)

Directory of Open Access Journals (DOAJ)

Ankerlink zu E-periodica

E-periodica

E-Periodica ist eine Plattform der ETH-Bibliothek, die digitalisierte Schweizer Zeitschriften anbietet. Die Zeitschriften sind frei und sofort zugänglich, es sei denn, es wurden Sperrfristen mit den jeweiligen Herausgeberschaften vereinbart. Die Plattform verfügt über Volltext- und Metadatensuchmöglichkeiten. Die einzelnen Ausgaben der Zeitschriften werden auf Artikelebene erschlossen und präsentiert; sie können als PDF runter geladen werden. Um die Zitierbarkeit zu erleichtern, erhalten alle Artikel eigene DOI-Nummern.

Weitere Informationen:
www.e-periodica.ch

Ankerlink zu OAI-PMH-Schnittstelle Ankerlink zu Interface OAI-PMH

OAI-PMH-Schnittstelle

Die Open Archive Initiative (OAI) ist eine Initiative von Betreibern von Dokumentenservern, um die auf diesen Plattformen gespeicherten digitalen Publikationen besser auffind- und damit nutzbar zu machen. Dazu wurde das Protocol for Metadata Harvesting (PMH) als Schnittstelle entwickelt. Anbieter von digitalen Zeitschriftenartikeln sollten deshalb alle Artikelmetadaten OAI-PMH-konform zur Verfügung stellen. Dies kann über Software wie Open Journal System (OJS) mittels eines Plug-In automatisch bewerkstelligt werden. Die Daten können dann von Fachdatenbanken in einem automatisierten Verfahen gesammelt werden. Das Format der Metadaten folgt dem Dublin-Core-Datenmodell.

Weitere Informationen:
www.openarchives.org/

Ankerlink zu Online-Publikationsplattformen für Zeitschriften Ankerlink zu Plateformes de publication online pour revues

Online-Publikationsplattformen für Zeitschriften

Zeitschriftenartikel in digitaler Form werden in der Regel über eine Verlagsseite, über institutionelle oder disziplinäre Online-Publikationsplattformen angeboten. Im Zusammenhang mit der Open-Access-Bewegung wurden an den Schweizer Universitätsbibliotheken alternative, nicht gewinnorientierte Publikationsplattformen entwickelt. Im Unterschied zu Repositorien, die üblicherweise zweitveröffentlichte Artikel gemäss Green Open Access anbieten, eignen sich diese Plattformen - z.B. die Bern Open Publishing-Plattform BOP-Serials der Universität Bern - für Gold Open Access-Zeitschriften. Dabei werden die Zeitschriften primär digital verbreitet, Print-Ausgaben können unabhängig davon erscheinen (auch als Print-on-Demand). Wichtig ist, dass diese Plattformen professionell betrieben werden und den Herausgeberschaften der Zeitschriften Dienstleistungen entsprechend der üblichen Standards (Anmeldung in Verzeichnissen, OAI-PMH-Schnittstelle, Unterstützung beim peer review, Editionsverwaltungssysteme, DOI, CC-Lizenzen, Langzeitarchivierung etc.) anbieten können.

Weitere Informationen zu Plattformen in der Schweiz:
www.opendoar.org/find.php

Ankerlink zu ORCID

ORCID

ORCID (Open Researcher and Contributor ID, soit « Identifiant ouvert pour chercheur et contributeur ») est un code alphanumérique non propriétaire, qui permet d'identifier de manière unique les auteurs de contributions scientifiques. Grâce aux ORCID, il est donc possible de relier sans erreur les publications digitales à leurs auteurs. A l’heure actuelle, plus d’un million d’identifiants ont déjà été attribués. Ceux-ci peuvent faire l’objet d’une recherche sur le site de ORCID. Quelques maisons d’édition exigent d’ores et déjà l’indication de l’ORCID lors de la saisie des articles.

Pour plus d’informations :
orcid.org/

Ankerlink zu Sherpa/Romeo

Sherpa/RoMEO

RoMEO ist eine öffentlich zugängliche Datenbank des Online-Dienstes Sherpa, die Selbstarchivierungs- und Open-Access-Policies der Verlage für Zeitschriftenartikel verzeichnet. Damit können sich Autorinnen und Autoren einfacher einen Überblick verschaffen, über welche Rechte sie betreffend Weiternutzung von Artikeln verfügen. Die Angaben zu den Nutzungsrechten sind über den gesamten Publikationsprozess abgestuft, von den Preprints bis zur Verlagsversion.

In RoMEO sind gegenwärtig über 22'000 peer-reviewed Zeitschriften und Reihen verzeichnet. Die Angaben werden regelmässig überprüft und aktualisiert. Fehlende Zeitschriften können zur Aufnahme vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen:
www.sherpa.ac.uk/romeo

esense GmbH