Digital Humanities

Digital Humanities: Infrastrukturen, Forschungsprojekte, Netzwerke

Unter dem Schlagwort Digital Humanities (DH) werden Neuerungen in den Geisteswissenschaften zusammengefasst, die auf der gezielten Anwendung digitaler Forschungsressourcen beruhen. Das Spektrum dieser Ressourcen reicht dabei von retrodigitalisierten Periodika, Lexika, Handbüchern und Editionen über Recherche-, Analyse und Visualisierungsmöglichkeiten bis zu E-learning Angeboten an Hochschulen.

Die vorliegende Seite ist im Anschluss an eine im November 2013 von der SAGW durchgeführte Tagung zu den Digital Humanitites entstanden. Sie soll eine Übersicht zu diversen (mehrheitlich von Schweizer Institutionen getragenen) Infrastrukturen, Forschungsprojekten und Netzwerken im Bereich der Digital Humanities ermöglichen. Die Zusammenstellung umfasst einerseits allgemeine, disziplinenübergreifende Seiten, andererseits je disziplinenspezifische Seiten für die Literatur-, Sprach-, Kultur-, Gesellschafts-, Kunst-, Altertums-, Editions- und Informationswissenschaften, sowie für Geschichte und Statistik. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert und erweitert – Hinweise auf Projekte, die in unserer Zusammenstellung fehlen, werden gerne entgegen genommen (sagw@sagw.ch).

http://whatisdigitalhumanities.com/

Call for Papers: 5. Tagung "Digital Humanities im deutschsprachigen Raum", 26.2.-2.3.2018, Köln

Projekte können bis am 18. Septembert 2017 eingereicht werden.

L Call for Papers

Data Management Pläne ab Oktober 2017 Pflicht für SNF-Gesuche

Ab dem Oktober 2017 müssen alle Forschungsgesuche mit einem Data Management Plan (DMP) eingereicht werden. Dies ist Bestandteil der Open Research Data-Policy des SNF. Auf der Webseite des SNF werden detaillierte Informationen angeboten, was dabei zu beachten ist.

Ein wichtiges Kriterium ist die Vorhaltung der Daten auf einem Repositorium, dass den FAIR Data Principles entspricht. Auskunft über die Eignung eines Repositoriums gibt in der Regel das Verzeichnis www.re3data.org. Für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten empfiehlt die SAGW ihr eigenes Repositorium Data and Service Center for the Humanities DaSCH, für sozialwissenschaftliche Daten FORSbase bei FORS. Bei Repositorien entsprechen den SNF-Kriterien der Open Research Data-Policy.

Für Unterstützung bei der Entwicklung solcher DMP empfiehlt die SAGW, bei der eigenen Forschungseinrichtung nachzufragen, wer Support leisten kann.

Laufende Projekte mit Beteiligung der SAGW:

Projekt "Aufbau eines europäischen Akademienportals"

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat ein Konzept für eine digitale europäische Akademieninfrastruktur veröffentlicht. Darin werden innovative Wege aufgezeigt, wie die Ergebnisse geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung an den europäischen Wissenschaftsakademien im Internet sichtbarer gemacht und damit von der Wissenschaft und Öffentlichkeit stärker genutzt werden können. Durch die bessere Sichtbarkeit der Akademienprojekte sollen auch internationale Kooperationen erleichtert werden. Die SAGW beteiligt sich an diesem Projekt als Kooperationspartnerin.

Projektbeschreibung:
Final Report of the Project "Aufbau eines europäischen Akademienportals", coordinated from October 2015 to June 2017 by the Union of the German Academies of Sciences and Humanities and funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF). The final report comprises a conceptual exposé for the projected portal, including recommendations for technical and organizational aspects, user and outreach concepts, as well as for sustainability and the planning of estimated resources.

DOI

SASSH Survey: ALLEA and the Union of the German Academies release extensive study of science academy research and the potential for collaboration

The Union of the German Academies of Sciences and Humanities and the federation of All European Academies (ALLEA) have released a survey and analysis of basic humanities and social science research at the science academies and related research organisations of Europe (SASSH). Information on research and working processes was collected using a survey that reached over 600 projects from 31 countries of the Council of Europe region. The publication of the findings elucidates the academy research landscape in the social sciences and humanities and identifies opportunities for inter-academy collaboration.

L Download report

DARIAH-EU Umfrage der Digital Methods and Practices Observatory Work Group (DiMPO)

Die DARIAH Working Group Digital Methods and Practices Observatory (DiMPO) hatte im Herbst 2014 eine Umfrage zur Verwendung digitaler Methoden und Praxen in allen europäischen Ländern durchgeführt.

Die Schweiz hatte Dank des Engagements der Fachgemeinschaft – mittlerweile sind sechs Institutionen assoziierte Mitglieder von DARIAH-EU, die Vollmitgliedschaft der Schweiz steht noch aus – eine sehr hohe Rücklaufquote von 197 Antworten erzielen können. Von den 16 teilnehmenden Nationen liegt die Schweiz damit auf dem vierten Platz. Insgesamt sind über 2'000 Rückmeldungen eingegangen. Die Länder mit mehr als 100 Rückmeldungen waren eingeladen, ein eigenes Kapitel zum Gesamtbericht zu schreiben. Die SAGW hat diese Aufgaben übernommen und das Schweizer Kapitel Anfang Dezember eingereicht. Die Arbeitsgruppe wird dann 2016 noch einen Bericht aus europäischer Perspektive vorlegen.

Die Umfrage adressiert eine ganze Reihe von Themen im Umkreis der digitalen Forschungspraxis: Welcher Zugang zu den Forschungsgegenständen und Quellenmaterialien wird bevorzugt? Wie gestaltet sich die eigentliche Forschungsarbeit? Wie werden Forschungsresultate verbreitet? Welche digitalen Werkzeuge und Dienstleistungen werden verwendet? Welche Bedürfnisse haben Forschende in der Schweiz betreffend dem digitalen Forschungsumfeld?

Download des Swiss Chapter:

Download der Zusammenfassung der Ergebnisse auf europäischer Ebene:

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Going Digital: Creating Change in the Humanities

Die Arbeitsgruppe E-Humanities des europäischen Verbunds der Wissenschaftsakademien ALLEA legte an einem gemeinsamen Anlass mit der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften am 7. Mai 2015 in Brüssel ihren Bericht «Going Digital: Creating Change in the Humanities» vor .

Die im ALLEA-Bericht formulierten Empfehlungen betreffen zentrale Anforderungen für die Entwicklung und Förderung der Digital Humanities in Europa zuhanden der Wissenschaftspolitik und der Förderorganisationen. Expertinnen und Experten der Digital Humanities aus sechs Akademien haben mit Unterstützung der EU-Initiatve «Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities» (DARIAH) die wichtigsten Erkenntnisse zu digitaler Archivierung und Langzeitsicherung, zu digitalen Forschungswerkzeugen sowie Forschungsinfrastrukturen zusammengetragen.

Weitere Informationen und Download des Berichts

Contact

Dr. Beat Immenhauser

Stv. Generalsekretär

SAGW
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern

beat.immenhauser [at] sagw.ch

++41 (0)31 306 92 52

DH-Tagung 2015 der SAGW

dh15.sagw.ch

DH-Tagung 2013 der SAGW

dh13.sagw.ch

Publikationen zum Thema

Web 2.0 und Phil. 1
Prof. Dr. Roberto Simanowski, Universität Basel, zur Herausforderung der Geisteswissenschaften durch die Neuen Medien.

DARIAH-DE: «Was die Digital Humanities von der Zukunft lernen können»

Video zur Präsentation: https://youtu.be/n4_5Bh2LWJ8? list=PL_aqAE00s6w0hYiKe7MopvpzrW_BKx61U

Präsentation «Was die Digital Humanities von der Zukunft lernen können»

esense GmbH