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Thursday 12. July 2018

Wie der Akademisierungswahn zur Mär wurde

Gelesen in der Luzerner Zeitung (11.7.2018) - Im Kanton Luzern haben dieses Jahr 4031 Lehrabgänger ihr Diplom in der Tasche, 717 oder knapp 18 Prozent mit Berufsmatura. Die Erfolgsquote der Lehrabgänger ist bei 95,09 Prozent. Das Resultat ist glänzend und die Zahl der Berufsmaturanden nimmt stetig zu, ist jedoch noch zu tief – es herrsche ein Mangel im Kanton, sagt Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. In der Wissensgesellschaft sollten alle eine Chance bekommen, ihr Potential und ihre Begabung zu nutzen. Umso überraschender ist der Trend im Kanton, dass immer mehr Erwachsene, die schon im Berufsleben stehen, ihren Lehrabschluss nachholen. Ein anschaulicher Beweis, dass Bildung auch mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Beinah zeitgleich mit der Luzerner Zeitung publiziert der Tagesspiegel Zahlen aus Deutschlands Bildungslandschaft: Die seit Jahren angedrohte Überakademisierung sei empirisch immer noch nicht zu belegen und der sogenannte Akademisierungswahn sei definitiv zur Mär geworden. Wo jedoch Deutschland, im Gegensatz zur Schweiz, ein gröberes Problem hat, ist in der dualen Ausbildung und mit mangelhaftem Schulabschluss. Letztes Jahr landeten 292'000 junge Menschen in einem Übergangssektor, weil sie nicht ausbildungsreif waren. Sie müssen jetzt in Berufsvorbereitungsklassen alles nachholen. Die Erwachsenen im Kanton Luzern, die ihr Diplom als Spätberufene nachholen, könnten in Deutschland Schule machen.

www.tagesspiegel.de/wissen/studium-vs-duale-ausbildung-die-maer-vom-akademisierungswahn/22786590.html

www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/abschluss-mehr-luzerner-lehrlinge-sind-durchgefallen-aktualisiert-ld.1036322

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