Externe Kolloquien

Berlin

Symposium: Heritage Deferred? Colonialisms' Past and Present

Goethe-Institut und Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Am 22. und 23.11.18 werden in Berlin mehr als 20 internationale Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen in den Museen Dahlem aufeinandertreffen. Anhand von Fallbeispielen aus China, Lateinamerika, Ozeanien und Namibia werden u.a. Okwui Enwezor (NIG), Richard Drayton (UK), Nydia Gutierrez (COL), Monica Hanna (EGY), Chika Okeke-Agulu (USA), Nzila Marina Mubusisi (NAM) und Edmundo Pereira (BRA) unterschiedliche Blicke auf den Umgang mit kolonialem Erbe und auf die aktuelle kulturpolitische Diskussion über unrechtmäßig erworbene Objekte und Human Remains in europäischen Museen und Sammlungen werfen.

In Workshops und einer Abendveranstaltung am 22.11. um 19:30 Uhr diskutieren sie über das Verhältnis von Sammlungsgeschichten und Macht, über Restitution und Provenienz, und sie entwerfen neue kollaborative Praktiken im Umgang mit kulturellem Erbe.

Das Programm finden Sie online.

Mittwoch 21. November 2018

Call for Papers Exil – Flucht – Verfolgung: Internationale Tagung in Verbindung mit der Jahrestagung der Sektion Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Universität Göttingen, 28.-30. November 2019

Organisationsteam:
Prof. Dr. Maria Pohn-Lauggas, Prof. Dr. Gabriele Rosenthal, Dr. Nicole Witte, Arne Worm, MA und Myrna Sieden, MA


Flucht- und Migrationsbewegungen im Rahmen von Prozessen kollektiver Gewalt wie Kriegen, Bürgerkriegen oder Revolutionen, ethnischer, religiöser und politischer Verfolgung, Deportationen oder Zwangsumsiedlungen sowie von Natur- und Umweltkatastrophen sind keinesfalls neue soziale Phänomene, wie manche gegenwärtige öffentliche Diskurse nahelegen. Denken wir einmal nur die letzten hundert Jahre zurück, so wird sowohl für Europa aber auch für andere Kontinente, die Liste von kollektiven Großereignissen sehr lang, die dazu führten, dass größere Gruppierungen von Menschen ihre Heimatregion verlassen mussten, sich zu einem Leben im Exil entschlossen oder ohne weitere Planung schnellstens in eine andere Region flüchteten. Es gehört keineswegs aufwändige soziologische Forschung dazu, um davon ausgehen zu können, dass dies gegenwärtige Gesellschaften immer noch erheblich bestimmt. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig davon – jedenfalls in den europäischen Ländern – thematisierter Bestandteil der kollektiven Erinnerungspraxis ist. Kollektive Erinnerungsdiskurse konzentrieren sich auf die Migration bestimmter Gruppierungen, andere werden hingegen nicht erinnert – je nachdem in welcher sozialen Position sich die MigrantInnen in den jeweiligen Aufnahmeländern befanden oder noch befinden. Auch in der soziologischen Forschung lässt sich ein eingeschränkter bzw. selektiver Fokus auf bestimmte Gruppierungen und auf gegenwärtig 'aktuelle' Migrationsbewegungen beobachten. Erstaunlich ist des Weiteren, wie wenig sehr unterschiedliche Migrationsverläufe in Vergangenheit und Gegenwart – nehmen wir bspw. die Flucht von ethnischen Deutschen aus Osteuropa im Zusammenhang der beiden Weltkriege, Flucht oder Exil von jüdischen Menschen oder die Flucht aus den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien – in den Sozialwissenschaften im Hinblick auf ihre strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht werden.


Die gegenwärtigen öffentlichen Diskussionen über Migration, die in Europa, aber auch in Nordamerika geführt werden, zeichnen sich darüber hinaus durch eine sehr auffallende Homogenisierung von geflüchteten Menschen bzw. illegalisierten MigrantInnen aus. So werden deren individuelle oder kollektive Verfolgungserfahrungen und Fluchtverläufe nicht in den Blick genommen, stattdessen wird die Migration nicht selten als ausschließlich ökonomisch begründet klassifiziert, etikettiert und diskutiert.


Weiterhin fällt auf, dass von Exil – als ein Erfahrungszusammenhang von erzwungener Migration, politischer Emigration, Flucht, Vertreibung, Verfolgung oder Deportation – gegenwärtig nicht mehr die Rede ist. Auch in der soziologischen Forschung wird Exil wie ein randständiges Phänomen behandelt – im deutlichen Unterschied etwa zur auf NS-Opfer fokussierten geschichtlichen sowie literaturwissenschaftlichen Exilforschung.


Wir wollen mit unserer Tagung aus der Perspektive der soziologischen Biographieforschung und im Dialog mit KollegInnen aus anderen Forschungstraditionen und anderen Nationen (die zugesagten Plenarvorträge sind von KollegInnen aus Brasilien, Ghana und Österreich) den Blick auf die beschriebenen – in der Soziologie und den Nachbarwissenschaften lückenhaft beforschten - Phänomene richten. Es ist insbesondere die Biographieforschung, die die Heterogenität und Komplexität von Migrationsverläufen und ihre historische Kontextualisierung aufzeigen kann; doch auch hier mangelt es an komparativen empirischen Studien auf der Fallebene großer Gruppierungen und Wir-Gruppen. Dabei ist es uns auch ein Anliegen das Thema Exil in Verbindung mit gegenwärtigen Forschungen zu Fluchtverläufen und -ursachen aus einer historisch vergleichenden Perspektive zu diskutieren, und Kontinuitäten historischer und gegenwärtiger Macht- und Herrschaftsverhältnisse sowie historisch-gesellschaftliche Unterschiede und nicht zuletzt auch unterschiedliche Sprachregelungen bzw. Diskurse (in Gegenwart und Vergangenheit) als soziale Tatbestände in den Blick zu nehmen.


Die Tagung findet auch als Jahrestagung der Sektion Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und in Zusammenarbeit mit dem Research Committee 38 „Biography and Society“ der International Sociological Association statt. Die Tagung wird hauptsächlich in deutscher Sprache stattfinden, englische Beiträge sind jedoch herzlich willkommen.


Zudem werden wir bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Zuschuss für internationale wissenschaftliche Veranstaltungen beantragen. Daher bitten wir Sie, recht schnell einen Vortrag anzumelden – spätestens jedoch bis zum 15. Januar 2019.


Einreichung der Beitragsvorschläge
Beiträge können in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Schicken Sie Ihr Abstract bitte per Email an maria.pohn-lauggas@uni-goettingen.de.

Mittwoch 21. November 2018

Call for Papers: ‘Violence, Space and the Archives’ 23-24 May 2019, National University of Ireland Galway

We invite paper submissions from across the disciplinary spectrum for a conference on ‘Violence, Space and the Archives’ to examine the challenges and possibilities presented by archival work that interrogates the imbrications of violence and space.


Many research projects concerned with the spatial, contextual, and/or historical specificities of violence involve the assembling of an empirical corpus, however defined, in order to (re)construct moments of struggle and contestation. Archives are often constituted by, and reflect, the concerns of power. The archive is a site of silence as much as a site of statement. Still, archival collections often allow the voices of the dispossessed, the marginal, and those most subject to regimes of power, to speak, albeit often through a narrowed aperture. Along with the strategic concerns of officialdom, the archives may also give voice to alternative political desires and ambitions, revealed through moments of contestation and resistance. As a political technology, archives render the state’s claimed spaces visible and orderable through cataloguing, but may also underline the contingency of dominant configurations of power by revealing sites of refusal. Of course, ’the archive’ is not limited to institutional and official repositories, but also to a shared fidelity to unofficial and counter-hegemonic memories that refuse to be forgotten.


We invite 20 minute papers that explore some of the following non-exhaustive list of themes:

  • The silence of the archive
  • Political desires/spatial imaginaries
  • Making contested space/ rebel space/ oppositional space visible
  • Contentious episodes and the archive
  • Histories/genealogies of thought as archive
  • Collective memory and resistance
  • Humanitarian archives and histories of violence
  • Archiving in times of conflict
  • Conflict and digital archives


Send abstracts of 250-300 words, along with name and affiliation and a short bio (100 words) to violenceandspace@gmail.com by 21st January 2019

The conference takes place in NUI Galway and is organised by the Whitaker Institute’s Research Cluster on Conflict, Humanitarianism and Security in association with the Moore Institute, the School of Political Science & Sociology and the Peace and Conflict Specialist Group of the Political Studies Association of Ireland. It builds on the success of the 2018 Conference on Violence, Space, and the Political.


Organisers: Gary Hussey and Niall Ó Dochartaigh, School of Political Science and Sociology, NUI Galway

Donnerstag 09. Mai 2019 — Freitag 10. Mai 2019 — PH Zürich

Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung»

Zentrum für Schulentwicklung

Am 9. (abends) und 10. Mai 2019 findet an der PH Zürich die Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung» statt. Es ist die Abschlusstagung des Projekts PasSe («Partizipation stärken – Schule entwickeln»). Sie richtet sich an Personen aus der Schulpraxis, Wissenschaft und Bildungspolitik, die an den Themen Partizipation und Schulentwicklung interessiert sind. Am Donnerstagabend, 9. Mai, finden Referate von Prof. Dr. Laura Lundy über Partizipation und von Dr. Nina Bremm über Schulentwicklung statt. Für Freitag, 10. Mai, ist ein abwechslungsreiches Programm aus Plenarveranstaltungen, Parallelsessions und kreativem Erleben von Partizipation geplant. Die Teilnahme nur an einem der beiden Tage ist auch möglich. Für die Parallelsessions können vorab Beiträge eingereicht werden: Beiträge aus der Praxis und aus der Wissenschaft sind gleichermassen willkommen. Weitere Informationen und die Tagungssausschreibung/Call for Papers finden Sie unter www.phzh.ch/pse. Kontakt: Daniela Müller, Zentrum für Schulentwicklung, Pädagogigsche Hochschule Zürich, 043 305 60 22, passe@phzh.ch.

Freitag 22. Februar 2019 — Samstag 23. März 2019 — Neuchâtel

Neuchâtel: CAS - Promouvoir une institution culturelle

Université de Neuchâtel

 CAS - Promouvoir une institution culturelle

Le Certificate of Advanced Studies (CAS) Promouvoir une institution culturelle se concentre sur les développements des institutions cultu- relles en cours et à venir. Celles-ci doivent sans cesse rivaliser en offres complexes et diversifiées. Elles doivent trouver des sponsors privés ou soumettre leurs projets aux offices fédéraux ou cantonaux. D’où la nécessité de développer des produits de haute qualité, qu’il faut vendre, d’abord aux sponsors, ensuite au public. Le but du module I est d’offrir un panorama des instruments de marketing, de communication et de financement destinés à la promotion d’une institution culturelle. Les transformations actuelles des institutions culturelles qui touchent de plus en plus à la structure et à l’organisation administrative de celles-ci feront l’objet d’une attention toute particulière. Le cours s’adresse à toute personne que sa profession confronte à de tels problèmes. Les intervenants, tous des professionnels reconnus dans leur domaine, proposeront un éventail des approches récentes en intégrant dans leurs cours des sections théoriques et pratiques (ateliers, dis- cussions, exercices). Le module I « Promouvoir une institution culturelle » aura lieu pour la 18e année consécutive.


Dans le cadre du module II, il sera question de développement et gestion événementiels (automne 2019, voir le site web).

Chaque module peut être réalisé de manière indépendante.

Visitez le site web oficielle pour obtenir plus d'informations.

Mittwoch 28. November 2018

SAGW: Verlängerung der Frist – Veranstaltungsreihe «Raum – Espace»

Die Frist für die Einreichung von Projekten für den Veranstaltungszyklus «Raum — espace» im Rahmen der Reihe «La Suisse existe — la Suisse n’existe pas» wurde bis zum 7. Januar 2019 verlängert. Bei Interesse retournieren Sie bitte das ausgefüllte Formular mit möglichst vielen Informationen bis zu diesem Datum an fabienne.jan@sagw.ch. Das Formular und weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

esense GmbH