Macht und Medizin

Donnerstag 25. Oktober 2018 13.15 - 17.15 — Eventfabrik Bern (Fabrikhalle 12, Fabrikstrasse 12)

Die Macht des Geldes

SAGW / SAMW

Eine Medical Humanities-Tagung in der Reihe «Macht und Medizin»


Viele Studien und Empfehlungen, die über makroökonomische Instrumente auf eine Abschwächung der ansteigenden Gesundheitskosten abzielen, wurden in den vergangenen Jahren diskutiert und teilweise auch umgesetzt. Zu den umgesetzten Massnahmen zählen zum Beispiel neue Tarifsysteme (SwissDRG) und Versicherungsmodelle sowie Managementvorgaben in den Spitälern. Zudem hat eine vom Vergütungsberater Urs Klingler im Auftrag des SRF erstellte Studie zur Entlohnung von Kaderärzten im Februar 2018 eine öffentlichkeitswirksame Debatte ausgelöst.


Von der Praxis (Mikro-Ebene) ausgehend, befasst sich die Tagung mit der Frage, wie ökonomische Steuerungsinstrumente sich auf den beruflichen Alltag der ÄrztInnen auswirken – sei es in den verschiedenen Entscheidungsprozessen vor oder während einer Behandlung, in der trans- und interdisziplinären Zusammenarbeit oder in den Interaktionen mit den Patienten. Ausserdem wird diskutiert, wie Löhne festgelegt und Lohndifferenzen begründet werden, ob und wie diese mit Macht und Prestige zusammenhängen und wie diese die Berufs-/Spezialisierungswahl der angehenden ÄrztInnen beeinflussen. Als roter Faden dienen folgende Fragen: 

  • Wie verändern Fallpauschalensysteme die medizinischen Entscheidungsprozesse?
  • Werden teurere Behandlungen den günstigeren vorgezogen?
  • Werden unnötige Eingriffe und Therapien vorgenommen?
  • Werden gut versicherte Menschen besser versorgt, beziehungsweise überbehandelt?
  • Wie steht es mit der Beziehung zwischen Management und Ärzteschaft in Spitälern?
  • Sind die Lohnunterschiede zwischen Ärzten berechtigt und welche Determinanten begründen diese?
  • Bedeutet mehr Lohn mehr Einfluss und Macht?
  • Gibt es Hierarchien zwischen den verschiedenen medizinischen Fachbereichen?

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