Gesundheitsforschung

Freitag 14. Juni 2013 — Universität Freiburg, Miséricorde, Auditorium A

Gesundheitsforschung. Perspektiven der Sozialwissenschaften

SAGW

Zur Einführung

Gerade wegen seiner Leistungsfähigkeit stösst das hochentwickelte, medizinische Versorgungssystem der Schweiz nicht nur an finanzielle und personelle Grenzen: Gemessen am Gewinn von funktionaler Lebensqualität und Lebensglück ist längst nicht jede mögliche medizinische Intervention sinnvoll und wünschbar. Auch aufgrund der gestiegenen Lebenserwartungen nimmt die Zahl der Personen zu, die trotz gesundheitlichen Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Schliesslich benötigt die zunehmende Zahl von Betroffenen von Multimorbidität neue Behandlungskonzepte und -strategien.
Sozialwissenschaftliche Ansätze und Methoden sind in hohem Masse geeignet, einen Beitrag zur Bewältigung dieser Problemlagen und Herausforderungen zu leisten. Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) will zukunftsweisende Konzepte, Methoden und Perspektiven der Gesundheitsforschung zur Diskussion stellen. Als wegweisend erachten wir dabei die Konzepte der Vulnerabilität, der Resilienz und der Lebensqualität sowie deren Stabilisierung im Lebensverlauf.

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Zur Struktur

Im ersten Teil der Tagung werden Konzepte zur Diskussion gestellt, denen ein dynamisches Verständnis von Gesundheit zu Grunde liegt und damit geeignet sind, die Aufmerksamkeit auf den Erhalt sowie die Stabilisierung der Gesundheit, die Alltagsbewältigung und die Lebensqualität zu lenken. In einem zweiten Teil wird deren Anwendung auf zentrale Lebensbereiche ausgelotet. Ausgehend vom Forschungsstand steht die Frage im Zentrum, welche neuen Forschungsthemen Konzepte wie Lebensqualität, Resilienz, Stabilisierung, selbständige Lebensführung und Alltagsgestaltung erschliessen.

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Ziele

Mit der Tagung wollen wir die nachfolgenden Zielsetzungen einlösen:

  • Den spezifischen und innovativen Beitrag der Sozialwissenschaften im Bereich der Gesundheitsforschung aufzeigen;
  • Präsentation und Diskussion zentraler Konzepte einer dynamischen an der Lebensqualität und Alltagsbewältigung orientierten Gesundheitsforschung; deren Tragweite und Implikationen sowie die damit einhergehenden, methodischen Herausforderungen sollen aufgezeigt werden;
  • Erschliessung von neuen, bisher wenig bearbeiteten, zukunftsweisenden Themenfeldern;
  • Impulse für eine der Schwerpunktbildung sowie Kompetenzverdichtung dienenden Forschungsagenda;
  • Vernetzung der über zahlreiche Disziplinen und Institutionen verteilten Akteuren;
  • Einen Beitrag zur institutionellen Verankerung der sozialwissenschaftlichen Gesundheitsforschung leisten.

Vorbereitungsgruppe

Claudine Burton-Jeangros (Universität Genf), Céline Schmid-Botkine (FORS), Peter Farago (FORS), Dominique Joye (Universität Lausanne), Mike Martin (Universität Zürich), Julie Page (ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft), Martine Stoffel (SAGW, Bern), Markus Zürcher (SAGW, Bern)

Tweets während der Tagung

 @sagw_ch, #ghf13

Kontakt

Martine Stoffel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sektion 4

SAGW
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern

martine.stoffel [at] sagw.ch

+41 (0)31 306 92 50/58

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