STIMMEN AUS DER PRESSE
"Wir brüskieren Erwartungen", Interview mit Caroline Arni von Urs Hafner, NZZ vom 9. Juli 2012
Die Historikerin Caroline Arni wünscht sich von den Medien mehr intellektuelle Provokation.
Link zum Interview in der NZZ Online
Das sprachliche Versagen der Schweizer Universitäten, Markus Häfliger, NZZ vom 24. Juli 2012
Die Justizministerin hat genug von den teilweise unbrauchbaren Redetexten, die ihre Mitarbeiter für sie verfassen. Simonetta Sommaruga bietet über hundert Bundesbeamte zur Schreibwerkstatt auf. Dort sollen sie lernen, Sprechnotizen so zu formulieren, dass auch ein Durchschnittsbürger sie versteht. Diese Meldung der NZZ hat im Internet und im Bundeshaus etwelche spöttische Kommentare über Sommarugas «Sprachkürsli» provoziert.
Link zum Artikel in der NZZ Online
Sozial- und Geisteswissenschaften unter Druck, Renat Kuenzi, swissinfo.ch, 3. Juli 2011
"Der Umzug der Forschung und Bildung vom Innendepartement ins Wirtschaftsministerium erntete Beifall von Links bis Rechts. Vertreter der Sozial- und Geisteswissenschaften befürchten mehr Einfluss der Wirtschaft und die Tangierung der Forschungsfreiheit." (Link zu swissinfo.ch)
Gesellschaftliche Relevanz: Noch nicht bewiesen, Klein Report vom 7. Mai 2011
"Die Kommunikations- und Medienwissenschaft beansprucht gesellschaftliche Relevanz. Aber sie löst diesen Anspruch zu wenig ein. Publizist Roger Blum kritisiert in seinem Kommentar für den Klein Report das fehlende Leitbild und fragt nach dem Sinn des Faches." (Link zum Artikel)
"Fragen und weiterfragen: Vom Nutzen der Geisteswissenschaften für das Leben", Bernd Roeck, NZZ vom 23. April 2011
Die Geisteswissenschaften scheinen es in Zeiten knappen Geldes schwerer als die Naturwissenschaften zu haben, ihre Existenz und ihr Tun zu rechtfertigen. - Doch der Schein trügt." (Link zu NZZ Online)
"Praxis und Theorie: Die Universität und ihre Ideen", Caspar Hirschi, NZZ vom 23. April 2011
"Wenn die Geisteswissenschaften an den Universitäten ihre relative Autonomie und ihre spezifischen Stärken bewahren wollen, bedürfen sie einer originelleren und realitätsgerechteren Selbstlegitimation. Dass von ihren Vertretern erwartet wird, ihren gesellschaftlichen Nutzen unter Beweis zu stellen, ist nichts Unerhörtes - und schon gar nicht jüngeren Datums." (Link zu NZZ Online)
"Wozu Geschichte?: Die zweiten Schweizerischen Geschichtstage", Urs Hafner, NZZ vom 8. Februar 2011
"Fühlen sich die Historiker in der Defensive? Ein Podiumsgespräch der zweiten Schweizerischen Geschichtstage drehte sich um die Förderung der historischen Forschung in der Schweiz, doch die grösste Zustimmung unter den Anwesenden rief das Votum einer Professorin hervor, wonach weder die Kollegen in den Geisteswissenschaften noch die Öffentlichkeit eine Ahnung davon hätten, was moderne Geschichtswissenschaft sei." (Link zu NZZ Online)
"Germanistik - warum so defensiv?", Ulrike Landfester, Horizonte (SNF) vo, 1. Juni 2010
Unter dem Druck wirtschaftlicher Instabilität orientieren sich junge Leute bei der Berufswahl vermehrt an Verwertbarkeitskriterien. Scheinbar nutzlose Fächer wie die Germanistik verlieren an Bedeutung. Dabei könnte gerade die Germanistik in unserer multikulturellen Gesellschaft eine aktuelle Rolle spielen - sofern sie sich Gehör verschafft. (Link zum PDF, Horizonte)
"Die Ratlosigkeit des Moments: Geisteswissenschaften heute, in dürftiger Zeit", Hans Ulrich Gumbrecht, NZZ vom 31. Oktober 2009
"Was tun zur Lösung der Probleme? Dem Druck dieser Frage sehen sich in der Krise auch Geisteswissenschafter ausgesetzt. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, diesem Druck blindlings nachzugeben." (Link zu NZZ Online)
Les sciences humaines et sociales en pleine crise matérielle et intellecutelle, Boris Cambreleng, Le Point.fr, 9 septembre 2009
"Les sciences humaines et sociales (SHS), pour lesquelles un grand campus va être construit à Paris, sont confrontées en France à une crise des débouchés, à la prédominance de l'anglais, et doivent se consacrer davantage à des objets de recherche étrangers, estiment des experts." (Lien au site de le point.fr)
BEITRÄGE AUS SCHRIFTENREIHEN
Wissen schafft Publikum. Ansichten von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit. Gegenworte 19, 2008
"Vorbei sind die Zeiten, in denen die Öffentlichkeit der Wissenschaft nur durch die Scientific Community selbst hergestellt wurde. Heute bildet die Gesellschaft als ganze die Öffentlichkeit und sie erwartet nicht wenig von der Wissenschaft: Die Politik will Beratung; die Medien wollen mindestens eine 'gute' Story; die Bevölkerung erhofft sich Aufklärung und Orientierung. Wissen schafft Publikum - mit dieser Ausgabe präsentieren die Gegenworte verschiedene Ansichten des Spannungsfeldes Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit."
Link zur Website. Die Ausgabe ist leider vergriffen. Die Einleitung und ein relevanter Beitrag von Peter Weingart zum Thema "Die Öffentlichkeiten der Wissenschaft: Vorderbühne und Hinterbühne" sind jedoch frei zugänglich.
Lebensläufe - Laufbahnen. Veränderte Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, Gegenworte 11/2003
"Das Verhältnis von Wissenschaft und den anderen Segmenten der Gesellschaft befindet sich im Umbruch, die alleinige Autorität der Wissenschaften gilt auch in Wissensfragen in vielen Bereichen nicht mehr, oder sie wird nicht mehr anerkannt. Demokratie? Neuer Gesellschaftsvertrag? Wie steht es mit den Frauen, und was heißt Repräsentation? Das Heft beschäftigt sich mit möglichen Formen eines Dialogs, mit Science in Society und den schwierigen Verhältnissen im Umgang zwischen Wissenschaft und der so genannten Wissensgesellschaft."
Link zur Webseite. Frei zugänglich ist neben dem Editorial etwa der Beitrag von Ulrike Felt mit dem Titel "Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion".
STUDIEN, BERICHTE, STELLUNGNAHMEN
Medicine's need for the humanities, Richard Smith, BMJ.com, 30. Dezember 2010
"I spoke as well at the meeting on valuing the humanities at the London School of Economics (see blog below), and I argued that medicine needs the humanities badly." (See full comment on this website)
L'importance de la philosophie: réfléchir sur la réflexion, UNESCO newsletter, Avril 2003
«De nombreuses personnes posent la question : pourquoi la philosophie à l’unesco ? Voici ma réponse : comment l’unesco, organisation intellectuelle et éthique du système des Nations Unies, pourrait-elle jouer son rôle sans encourager la réflexion philosophique en tant que base de la démocratie, des droits humains et d’une société plus juste? Comment bâtir autrement un socle véritable pour la coexistence pacifique ? C’est l’acte philosophique même, cet acte de réflexion, d’analyse et de remise en question — qu’il s’agisse de concepts tenus pour acquis, d’idées émoussées par le temps ou de paradigmes acceptés de longue date — que je souhaite appuyer et renforcer. » Koïchiro Matsuura
(Lien au newsletter "Sciences sociales et humaines")