Valeska von Rosen, Bochum
Abstract
Der Vortrag nimmt eine sehr erfolgreiche Bildinvention des milanesischen, am savoyischen Hof tätigen Malers aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in den Blick: die ekstatische, der Ohnmacht nahe « Salome » oder « Herodias mit dem Haupt des Johannes ». Nicht nur aufgrund der unklaren Identifikation der weiblichen Figur, sondern auch infolge ihres gemischten Affekts zeichnen sich die Werke durch eine ‹ Ästhetik des Kippens › aus, nach deren Strategien und Funktionen im Vortrag gefragt werden soll.
Bio-Biblio
Professorin für allgemeine Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte: Kunst und Kunsttheorie der frühen Neuzeit, besonders Italien im 16. und 17. Jahrhundert; Projekte zu « Formen der Selbstschöpfung – Schaffensprozess und Medienreflexion in Selbstbildnissen der Frühen Neuzeit bis zur frühen Moderne » und zur « Poiesis. Praktiken des Kreativen in den Künsten der Frühen Neuzeit ». Neuere Publikationen: Caravaggio und die Grenzen des Darstellbaren. Ambiguität, Ironie und Performativität in der Malerei um 1600, Berlin 2009 (22011); « Das Denken des Arbeitens im Cinquecento », in: Poiesis. Praktiken der Kreativität in den Künsten der Frühen Neuzeit, hg. mit D. Nelting/J. Steigerwald, Wiesbaden 2011.


