Co-Leitung: Prof. Andrea Büchler, Prof. Christoph Uehlinger
Der Universitäre Forschungsschwerpunkt (UFSP) Asien und Europa der Universität Zürich untersucht die vielfältigen Prozesse der Aneignung und Abgrenzung in Kultur, Religion, Recht und Gesellschaft, die zwischen Asien und Europa stattgefunden haben und gegenwärtig stattfinden. Dabei verbindet er Methoden und Theorien systematischer Fächer (Ethnologie, Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Religionswissenschaft, Theologie), mit solchen regional orientierter Kulturwissenschaften (Indologie, Islamwissenschaft, Japanologie, Sinologie, Ostasiatische Kunstgeschichte). Im Rahmen der übergeordneten Fragestellung werden am UFSP Asien und Europa drei Forschungsfelder mit je drei bzw. vier Unterthemen prioritär bearbeitet. Für detaillierte Informationen siehe: www.asienundeuropa.uzh.ch
Qualifikationsarbeiten am UFSP Asien und Europa
Forschungsfeld 1: Begriffe und Taxonomien
Habilitationsprojekte
Simone Müller (Japanologie), Jean-Paul Sartre und der Existentialismus in Japan. Das intellektuelle und literarische Feld der japanischen Nachkriegszeit
Olga Serbaeva (Indologie), Experiencing Altered States of Consciousness in Śaiva Tantric Discourse and in European Transcreations of “Tantrism” from the Second Half of the 19th Century up to Today
Ralph Weber (Philosophie), Political Modernity and the People’s Republic of China: Studies in Political Philosophy
Paola von Wyss-Giacosa (Ethnologie), Piktorale Ethnographie Asiens im 16.–19. Jahrhundert
Dissertationsprojekte
Şevket Ateş (Islamwissenschaft), Philosophie in der Türkischen Republik – Prozesse philosophischer Rezeption im Kontext kultureller Transformation
Elena Lange (Japanologie), Die Überwindung des Subjekts – Nishida Kitarôs Weg zur Ideologie
Roman Seidel (Islamwissenschaft), Untersuchung zu Ursprung und Wirkung der Kantrezeption in Iran
Sarah Vandenreydt (Religionswissenschaft), Buddhismus zwischen Philosophie und Religion
Forschungsfeld 2: Verflechtungsgeschichten (Entangled Histories)
Habilitationsprojekte
Alfred M. Hirt (Geschichte), Zwischen Orient und Okzident – Die kulturelle Transformation Phönikiens (1000 v.Chr. 500 n.Chr.)
Jörg Lanckau (Theologie), „Israel in der Fremde – Fremdes in Israel“. Konstruktionen und Dekonstruktionen kultureller Identi¬tät im Spiegel zentraler biblischer Erinnerungstexte
Urs Müller (Geographie), Wege aus dem Natur-Kultur Dualismus? Natur- und Naturschutzvorstellungen in Modellvorhaben eines integrierten „Naturschutzes“ in Europa und Asien
Henning Sievert (Islamwissenschaft), Kolonialismus, Islam und Nation zwischen Ost und West: Politische Akteure unter osmanischer und italienischer Herrschaft (1870-1930)
Henning Trüper (Geschichte), Das philologische Asien und die Epistemologie der Philologien in der Moderne
Dissertationsprojekte
David Arn (Islamwissenschaft), Verbrechen oder Krankheit? Der iranische Mediendiskurs über Drogen und Drogenpolitik (1995–2000)
Natalie Böhler (Filmwissenschaft), Der zeitgenössische thailändische Film
Samir Boulos (Islamwissenschaft), Europäisch-protestantische Missionsinstitutio-nen in Ägypten: Brücken des Kulturaustauschs
Tobias Delfs (Geschichte), Wahrnehmungs- und Beziehungsgeschichte zwischen Europa und Indien. Transkulturelle Beziehungen in den dänischen Niederlassungen (1706–1845)
Rohit Jain (Ethnologie), Prozesse hybrider Identitätsbildung bei Inderinnen und Indern der zweiten Generation in der Schweiz. Eine Rekonstruktion diasporischer Biographien
Nicolas Kosmatopoulos (Ethnologie), On the Localization of a Global Knowledge Field. Beirut and Geneva as Expert Cities of Conflict/Peace Knowledge
Claudia Nef-Saluz (Ethnologie), The Heterogeneity of Islam in Indonesia: Transformations of Youth Identities in Yogyakarta
Rita Schubnell (Indologie), „Indianness“ im Werk der Hindi-Autorin Mridula Garg: Die Protagonistin als „westliche Kopie“ oder „authentisches indisches Rollenmodell“?
Marco Vitale (Geschichte), Kleinasien in römischer Zeit
Andreas Zangger (Geschichte), Von schnellem Geld und langfristigen Bindungen – Schweizer im kolonialen Südostasien, 1840–1950
Forschungsfeld 3: Normen und Ordnungen
Habilitationsprojekte
Christine Bichsel (Geographie), From Socialist Pasts to Developmentalist Futures: European and Chinese Development Schemes for Central Asia
Christian Brütsch (Politikwissenschaft), Policy-Transfers, sozialer Dialog und Gewerkschaftskooperation bei Sozialreformen in Entwicklungs- und Schwellenländern
Sandra Hotz (Rechtswissenschaft), Privatautonomie und Sittenwidrigkeit in Europa und in Japan – Eine vergleichende Studie am Beispiel des Prostitutionsvertrags und anderer Sex-Dienste nach japanischem und schweizerischem Recht
Elham Manea (Politikwissenschaft), The Arab State and Women’s Rights
Dissertationsprojekte
Mahide Aslan (Rechtswissenschaft), Die Übernahme des schweizerischen ZGB durch die Türkei - Schwerpunkt Familienrecht
Patrick Brozzo (Rechtswissenschaft), Die Eheschliessung im islamischen und jüdischen Recht – Ein Beitrag zur Einbeziehung kultureller Vielfalt in das Familienrecht
Catherine Chammartin (Rechtswissenschaft), Das Verhältnis der Banken zum Staat am Beispiel der Schweiz und der Volksrepublik China
Aliya Khawari (Politikwissenschaft), The Political Economy of Microfinance
Dominik Linggi (Sinologie), Chinesische Konzeptionen des Vertrauens
Pia Hollenbach (Geographie), Ethnographische Studien zur humanitären Hilfe im Tsunami Wiederaufbau in Sri Lanka. Beziehungen und Erwartungen von Gebern und Empfängern am Beispiel eines Wiederaufbauprojektes
Meltem Sancak (Ethnologie), Economic transformation, social change and surviving strategies in post-Soviet rural Uzbekistan
Vijay Singh (Rechtswissenschaft), Entwicklungen im indischen Copyright
Dilyara Suleymanova (Ethnologie), Education, language and politics of identity in the post-Soviet Tatarstan


